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  • Do., 08. März 2018, 12:46 Uhr
    Neubau der Kita an der Ringstraße mit 800.000 Euro vom Bund gefördert

    Neues flexibles Kita-Konzept mit Anpassung an Bedarf

    Stürmischer Wind beim Ortstermin zur Übergabe des Bewilligungsbescheides über 800.000 Euro als Zuschuss für den Neubau der Kita an der Ringstraße, aber ein beruhigender Ausblick auf die Zahl der Kita- und Krippenplätze in Lampertheim. Im Bild (von links): Bernd Ranko (Fachbereichsleiter Familie und Soziales), Michael Köthe (stellvertretender Fachbereichsleiter Immobilienmanagement), Christian Hering (Fachbereichsleiter Immobilienmanagement), Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Erster Stadtrat Jens Klingler und Sabrina Wiegand (Kreisjugendamt). Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Schon am 1. September soll alles fertig sein, dann können bei voller Belegung 125 Kinder in der neuen Kindertagesstätte (Kita) an der Ringstraße betreut werden. Auf der Baustelle wurde am Mittwoch gearbeitet, doch beim Ortstermin zur Übergabe des Bewilligungsbescheides zur Mittagszeit ruhten die Arbeiten. Diana Stolz, Erste Kreisbeigeordnete und als Dezernentin für Jugend und Arbeit zuständig, hatte den Bescheid in Höhe von 800.000 Euro als Zuschuss aus dem „Kinderbetreuungsfinanzierungsprogramm 2017 bis 2020“ des Bundes mitgebracht, den Jens Klingler, Erster Stadtrat und Finanzdezernent der Stadt Lampertheim entgegennahm. Dem Anlass entsprechend waren alle Beteiligten gekommen, die mit dem Neubauprojekt befasst sind. Es sei ein besonderer Termin mit diesem Bewilligungsbescheid, betonte Stolz mit Blick auf die Höhe der Förderung und nannte einige Gründe für den gestiegenen Bedarf an Kitas im Kreis Bergstraße und Lampertheim. Angestiegen seien die Geburtenzahlen, aber auch die Zahl der Einwohner durch Zuzug, da der Landkreis ein attraktiver Wohnstandort sei. Zudem gebe es einen Anspruch auf einen Kita-Platz und die neue Beitragsfreiheit. Sabrina Wiegand, beim Kreisjugendamt zuständig für das Finanzmanagement und zentrale Steuerung, habe bei den Anträgen Hand in Hand mit der Stadt Lampertheim zusammenarbeiten können. Ein Lob, das Finanzdezernent Klingler zurückgab, denn diese Förderprogramme seien nicht einfach: „Das kostet viel Kraft“. Auch von Fachbereichsleiter Familie und Soziales Bernd Ranko habe er die Rückmeldung bekommen, dass der Kreis gut aufgestellt sei und es eine tolle Zusammenarbeit gebe. Michael Köthe, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement, habe das Projekt geplant, das einem neuen Konzept der Flexibilität folge. „Das ist eine neue Erfahrung für uns“, erläuterte Klingler. Mit vier Kindergarten-Gruppen werde angefangen, wobei die insgesamt fünf Gruppen nach Bedarf als Krippen- oder Kita-Gruppen geführt werden können. Die Förderung betrage 160.000 Euro je Gruppe. „Das Geld ist hier gut angelegt“, folgerte Klingler. Aktuell geplant sei eine Krippengruppe mit zwölf Kindern sowie vier Kindergarten-Gruppen mit je 25 Kindern. Mit Fertigstellung der Kita an der Ringstraße werde eine ganze Kindergarten-Gruppe, die zurzeit bereits in einer Kita betreut werde, hier einziehen. Die Spielfläche mit Essraum werde Richtung Süden angelegt, die zwölf Parkplätze werden an der Nordseite liegen, erklärte Köthe, es werde fünf Gruppenräume und zwei Schlafräume geben sowie drei Intensivräume und einen größeren Mehrzweckturnraum. Bei mehr über Dreijährigen werde nur ein Schlafraum benötigt. „Wir sind in der Zeit“, teilte Köthe zum Baufortschritt mit, am Donnerstagnachmittag werde die Bodenplatte betoniert, die Zufahrtsstraße zur Kita und zum neuen Wohngebiet, das 2019 erschlossen wird, werde nächste Woche asphaltiert. Gebaut werde mit vorgefertigten Wandelementen. Die Gerüstbrücke über der Ringstraße leite den Strom zur Baustelle.
    Baustelle für die Kita an der Ringstraße mit Vorbereitung der Bodenplatte. Foto: Hannelore Nowacki

    Wer wird die Trägerschaft der Kita an der Ringstraße übernehmen? Da die Stadt Lampertheim mit dem Familienzentrum Bensheim bereits im Bereich Tageseltern gut zusammenarbeite und ein Beratungszentrum geplant sei, werde die Verwaltung dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Stadtentwicklungsausschuss in der nächsten Sitzungsrunde das Familienzentrum Bensheim, das sehr breit aufgestellt sei, als Träger vorschlagen. Zudem wolle der Gesetzgeber eine Trägervielfalt, ergänzte Ranko, der hier eine gute Ergänzung zu den 14 Kindergärten (davon vier in kommunaler, drei in katholischer, vier in evangelischer Trägerschaft und einer freien Einrichtung) und neun Kinderkrippen (davon drei kommunale Krippen) sieht. Hannelore Nowacki








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