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Mo., 03. Februar 2020, 09:02 Uhr
Elisabeth-Selbert-Schule informierte über das breitgefächerte Bildungsangebot
Neues Konzept mit Infocafé kommt bei Besuchern gut an
Stephanie Schwan informierte interessierte Besucher über die Ausbildung zum Erzieher, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit. Seit August 2019 bietet die ESS zusätzlich die vergütete, praxisintegrierte Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher an. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – In einem anderem Rahmen als bisher fand am vergangenen Samstag der Infotag an der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) statt. Im Bistro waren Tische aufgestellt, an denen die interessierten Schüler und Eltern Platz nehmen und mit den Lehrkräften der verschiedenen Schulformen, die die Elisabeth-Selbert-Schule anbietet, zwanglos bei einer Tasse Kaffee oder Tee ins Gespräch kommen konnten. Die berufliche Schule mit einem breitgefächerten Bildungsangebot sowohl im Vollzeit- als auch Teilzeitbereich bietet den Schülern die Möglichkeit, sich auf eine Berufsausbildung vorzubereiten, einen Hauptschulabschluss oder einen Mittleren Bildungsabschluss mit beruflichem Schwerpunkt zu erreichen sowie auch über die Fachhochschulreife die Studierfähigkeit zu erwerben. „Unsere Lehrerinnen und Lehrer beraten die Besucher je nach Schulform, Info-Flyer liegen aus und das Sekretariat hat geöffnet, falls noch jemand Unterlagen braucht“, erklärte die Schulleiterin Gabriele Polzin, die sich am Eingang positioniert hatte, die Besucher begrüßte und mit ihnen ins Gespräch kam. Weiter ging es dann im Bistro: Große Nachfrage herrschte unter anderem am Tisch von Stephanie Schwan. Sie informierte die Besucher über die Ausbildung zum Erzieher in Vollzeit als auch in Teilzeit. Zum ersten Mal bietet die ESS zusätzlich eine Klasse mit praxisintegrierte, vergüteter Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher an - seit August 2019 gibt es dieses Angebot. Fragen zu Unterlagen, BafoeG-Förderung und mehr beantwortete Schwan ausführlich. Ob Schulgeld anfalle, will eine Besucherin wissen. „Schulgeld fällt keines an und auch für Arbeitsmaterial gibt es ein Budget“, informierte Schwan. Für Studienfahrten oder Studientage könnten allerdings Kosten anfallen. „Wir haben zum Beispiel einmal an einem Zirkuspädagogik-Workshop in Mannheim teilgenommen“, berichtete Schwan. Im kaufmännischen Bereich liegen die Schwerpunkte der ESS in einer soliden Grundausbildung sowie auf den Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch. Seit dem Schuljahr 2017/18 bietet die ESS auch die FOS A-Form Wirtschafts-informatik/Wirtschaft und Verwaltung an und seit dem laufenden Schuljahr die FOS A-Sozialwesen. Damit schließt die ESS eine Lücke im Bildungsangebot in Lampertheim und Umgebung und bietet Schülerinnen und Schülern eine neue Möglichkeit zur Weiterqualifizierung. Absolventinnen und Absolventen der Realschulen können sofort durchstarten und nach dem Mittleren Bildungsabschluss in zwei Jahren an der ESS die Fachhochschulreife erwerben. Im dualen System bildet die ESS Verkäufer, Industrie- und Einzelhandelskaufleute und Kaufleute für Büromanagement aus. Als Experten in ihren Fachgebieten geht es den Lehrkräften nicht nur um die Vermittlung von Fachwissen und Kompetenzen. Sie verstehen sich auch als Lernbegleiter der Schülerinnen und Schüler und der Studierenden. „Wir wollen den Jugendlichen ihre beruflichen Möglichkeiten aufzeigen“, stellte schließlich Stefanie Richter, kaufmännische Abteilungsleiterin, die Interessen der Schüler in den Vordergrund. „Unser Bildungssystem ist sehr durchlässig, so dass man sich letztendlich auch gut weiterentwickeln kann“, meinte Richter. Die Rückmeldungen der Besucher bei der Schulleiterin machten deutlich: Das neue Konzept des Infocafés kommt gut an. „Ich denke, das machen wir in dieser Form wieder“, zog Polzin ein positives Fazit. Eva Wiegand