
LAMPERTHEIM – Wenn es draußen dunkel und kalt wird, liefert die Volksbühne alljährlich einen neuen Muntermacher mit hohem Lachfaktor – diesmal wird das Lustspiel „Wuu zua Hell gejd’s zum Himml“ in Lampertheimer Mundart präsentiert. Für den richtigen „loambaddarische“ Zungenschlag sorgte Umschreiber Michael Swietlicki, der das Originalstück von Andreas Wening mit dem Titel „Wo zur Hölle geht’s zum Himmel?“ iwwaseddsd un modifiziad hat und auch Regie führt. Im Stück ist der Weg in den Himmel mit Überraschungen gepflastert. Mit schwierigen Zeiten und zu viel Bürokratie bekommt es Malermeister Wilhelm Guthier dort bei der Ankunft an der Himmelspforte zu tun. Auch das Jenseits ist nicht mehr, was es mal war, muss er feststellen. Damit nicht genug – seine Frau hat doch tatsächlich seine Versetzung in die Hölle beantragt, zudem hat ein Teufel einen Burnout, mundartlich hat der Daiwl einen Börnaud. Die Eintrittskarten sind wie jedes Jahr höchst begehrt und im Vorverkauf vor dem Haus der Lukasgemeinde in der Römerstraße 94 am 26. Oktober ab 9 Uhr sowie am 30. Oktober und 2. November erhältlich. Zeitgleich beginnt der Vorverkauf rund um die Uhr auch online sowie zu bestimmten Zeiten telefonisch. Premiere ist am 8. November, gefolgt von elf weiteren Spielterminen im November und Januar. Seit Jahrzehnten spendet die Volksbühne aus den Einnahmen jährlich beachtliche Summen für vielfältige soziale Zwecke wie für kostenlose Nachhilfe, ein Kita-Zirkusprojekt, die Tafel, den Tierschutzverein und die THW- und Feuerwehrjugend, insgesamt über 500.000 Euro. Das Erfolgsrezept: Ausverkaufte Vorstellungen bei moderatem Eintrittspreis.
Mitspieler und Bühnenteam seit August in Aktion
Das eingespielte Emsemble hat drei neue Mitglieder bekommen: Christine Kern spielt die Praktikantin Alina Alessi, Natascha Burkhardt kommt als Anwältin Veronika Wegerle auf die Bühne und Steffen Götz, vielen Lampertheimern als begnadeter Kerwe-Redner bekannt, mutiert zum Teufel Luzifer. Zu den bekannten Größen auf der Bühne zählt der Vereinsvorsitzender Frank Griesheimer, der als Malermeister Wilhelm Guthier seine Erfahrungen mit dem Weg zum Himmel macht, während Heike Tschirner als seine Frau Luise ihn in die Hölle verbannen möchte. Stephanie Seelinger leitet als Isolde Schlappner das Beschwerdeamt, Traudel Krause ist die Abteilungsleiterin Gisela Geigenbläser. Sven Soldan mimt den Anwalt und Hausarzt Dr. Armin Winter. Und wo ein Luzifer im Spiel ist, darf der Erzengel Philippus nicht fehlen, gespielt von Frank Burkhardt. Bei der Komödie in der letztjährigen Spielsaison glänzte Michael Swietlicki in der Rolle des Jungbauern Paul, diesmal ist er in Nachfolge des viel zu früh verstorbenen Michael Tschirner für die Textübersetzung und die Regie zuständig. Geprobt wird seit Mitte August zweimal wöchentlich, seit September sogar dreimal die Woche und das mit Freude, gepaart mit Ernsthaftigkeit, damit die Zuschauer viel zu lachen haben. Angelika Jenner und Angelika Kessler sind die Souffleusen, für Frisuren und Maske ist Heike Tschirner die Frau vom Fach. Um das Bühnenbild kümmert sich ein großes Team mit Inge Andres, Nicole Karb, Peter Karb, Roman Krause, Kevin Krause, Wolfgang Kessler und Dieter Weidenauer.
Hannelore Nowacki
Information
Spieltermine: 8., 9., 13., 15., 16., 22. und 23. November sowie 17., 18., 22., 24. und 25. Januar.
Eintritt: 10 Euro, Beginn 20 Uhr, Notkirche, Römerstraße 94.
Kartenvorverkauf: Notkirche, Römerstraße 94, 68623 Lampertheim, vor dem Haus der Lukasgemeinde: Samstag, 26. Oktober von 9 bis 12.30 Uhr.
Mittwoch, 30. Oktober von 9 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 18 Uhr.
Samstag, 2. November von 9 bis 12 Uhr.
Kartenbestellung: ab 26. Oktober 9 Uhr unter www.ticket-regional.de/volksbühne-lampertheim und unter der Telefonnummer 06251 97 90 777 (montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 18 Uhr, außer an Feiertagen).
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