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Mo., 05. Juli 2021, 12:22 Uhr
Blumenwiese statt Grasland nach einer Idee von Karin Maurer
Neues Paradies für Bienen, Schmetterlinge und andere
Kleines Fest am Rande der Blumenwiese mit Anwohnern und Gästen. Karin Maurer freute über die Anerkennung und den Blumenstrauß, den Bürgermeisterin Barbara Schader ihr überreicht hatte. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Grünes Gras ist auch ganz schön, viel besser aber ist für Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Wiesenbewohner eine bunte Blumenwiese mit einheimischen Gewächsen und reichlichem Futterangebot. Und deshalb dachte sich Karin Maurer, Anwohnerin An der Tuchbleiche und als Künstlerin über Bobstadt hinaus bekannt, dass sich die städtische Grünfläche in der Verlängerung Wattenheimer Weg für eineartenreiche Blumenwiese gut eignen würde. Für diese Umwandlung konnte sie Bürgermeisterin Barbara Schader und den Umweltberater der Stadt Bürstadt, Henry Riechmann, begeistern. Zwei Dutzend Anwohner, Gäste, Uwe Metzner vom Runden Tisch Natur, Bürgermeisterin und Umweltberater feierten die zauberhafte Verwandlung am Samstag bei schönstem Sommerwetter mit der Ideengeberin bei Sekt, Saft, Wasser mit Johannisbeeren und leckerem Gebäck gemeinsam. Umweltberater Riechmann hatte sich mit den örtlichen Gegebenheiten befasst und stellte einespezielle Samenmischung zusammen – aus dieser „Bobstädter Mischung“, gespendet von Karin Maurer, hat sich mittlerweile eine Blütenpracht entwickelt mit rotem Mohn, blauen Kornblumen, leuchtend gelben Saatwucherblumen und weinrot blühenden Platterbsen. Auch Heilkräuter gehören zur abwechslungsreichen Augenweide wie die Scharfgarbe und Kamille. Erste Margeriten strahlen mit der Sonne um die Wette, während sich die Sonnenblumenblüten noch Zeit lassen. „Alle meine Erwartungen sind übertroffen“, mit dieser begeisterten Feststellung wandte sich Karin Maurer an Umweltberater Riechmann und bedankte sich bei der Stadt Bürstadt diese Blumenwiese zu ermöglichen. Ebenso beeindruckt von diesem wunderschönen Anblick zeigten sich die anwesenden Anwohner. „Die Natur braucht Sponsoren“, findet Karin Maurer. Mit ihrer Ausstellung von Blumenbildern unterstützte sie diese Blumenwiesenaktion, die ein Ausgleich sein soll für Felder mit Monokulturen und geschotterte Vorgärten - Nachahmung empfohlen. Bürgermeisterin Schader dankte der Ideengeberin für dieses bürgerschaftliche Engagement, das diese Vielfalt und Farbenpracht hervorbringt. Damit war es jedoch nicht getan, die Anwohner hätten sich zu Beginn um die Bewässerung gekümmert, damit die zarten Keimlinge nicht vertrockneten. Schader erläuterte am Rande, dass es sich bei der ursprünglichen Grünfläche um eine Ausgleichsfläche handelte, die zweimal im Jahr gemäht wurde. Zukünftig soll hier erst gemäht werden, wenn die Samen jeweils reif sind, dann aber auch nur abschnittsweise, erklärte Umweltberater Riechmann. Die Pracht werde sich von alleine weiterentwickeln, einige Blüten würden nächstes Jahrhinzukommen, andere verschwinden. Seine Prognose: Im nächsten Sommer werden wahrscheinlich die Margeriten mehr werden. Wer weitere Ideen hat, kann sich an den Runden Tisch Natur, Moderatorin Steffi Ackermann, oder Umweltberater Henry Riechmann (Telefon 06206/701-293) wenden. Hannelore Nowacki