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  • Mo., 29. Juli 2019, 09:35 Uhr
    Bürgerstiftung lässt mit Schilderprojekt Geschichte aufleben

    Neues Schild am Bürgerhaus Riedrode

     

    Bernd Deckenbach, Kirstin Garb, Claus Diehlmann und Peter Tschirch am neuen Schild am Bürgerhaus. Foto: Eva Wiegand


    RIEDRODE - „Ein Schild für die Zukunft als Erinnerung für die Vergangenheit“, brachte es Peter Tschirch von der Bürgerstiftung Bürstadt auf den Punkt. Im Rahmen des Schilderprojekts sucht sich die Bürgerstiftung Bürstadt immer geschichtsträchtige Orte, zu denen sowohl Einwohner als auch Auswärtige detailreiche Informationen an die Hand bekommen, denn in Bürstadt gibt es zahlreiche Orte, Gebäude oder auch Straßen, die, so sieht es die Bürgerstiftung, eines Schildes wert sind. Manche Begebenheiten und Schauplätze sind nur noch den älteren Generationen bekannt, hier will die Bürgerstiftung nachhelfen. "Wir haben bereits einige Schilder angebracht", informierte Peter Tschirch. So sei bereits an der ehemaligen Synagoge Bürstadt, in der Schwesterngass sowie in der Heylegass Schilder angebracht worden. Auch Bobstadt bekam bereits sein Schild an der alten Holzkirche, nun ist es auch im Stadtteil Riedrode soweit: Am Bürgerhaus prangt seit kurzem ein Schild das Auskunft über die ehemalige Schule gibt. Denken viele dabei an das große Gebäude nicht weit entfernt von der Dorfmitte, befand sie sich doch tatsächlich am heutigen Standort des Bürgerhauses. Auf dem neuen Schild erfahren die Leser, dass die Kinder in Riedrode in den ersten Jahren nach der Gründung des Stadtteils, die Schule in Bürstadt besuchten. 1936 begannen die Siedler mit dem Neubau des Schulhauses an der heutigen Stelle des Bürgerhauses in der Dorfmitte. Die ersten Schüler besuchten ab Januar 1937 bis zur achten Klasse die einklassige Vorschule. Allerdings wurde das Gebäude in den letzten Kriegstagen stark beschädigt. Nach umfangreichen Reparaturen startete im März 1946 wieder der Schulbetrieb. Seit den 60er Jahren wurden dort nur noch die ersten vier Klassenstufen unterrichtet, ehe die Schule 1971 schloss. 1979 wurde das Schulgebäude abgerissen und das Bürgerhaus errichtet.“Es ist schön, dass wir nun eine Erinnerung an die Schule haben“, freute sich Ortsvorsteherin Kirstin Garb. An allen „Historischen Orten“ wird die jeweilige Entstehungsgeschichte und ihre Besonderheiten erzählt. Direkt und in Kurzform vor Ort auf den angebrachten Tafeln, detaillierter auf der Homepage der Bürgerstiftung unter www.buergerstiftung-buerstadt.de unter der Rubrik „Historische Orte“, die auch über den QR-Code auf der Tafel vor Ort aufgerufen werden kann. Eva Wiegand

     

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