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  • Fr., 19. März 2021, 08:49 Uhr
    NABU LAMPERTHEIM: Anregungen anlässlich des Tag des Waldes am 21. März

    „Neues Waldkonzept für Stadtwald erforderlich” 

    Am Sonntag ist der Tag des Waldes – der NABU Lampertheim hat hierzu Ideen für eine bessere Zukunft des Stadtwaldes. Foto: www.pixabay.com


    LAMPERTHEIM – Am kommenden Sonntag, 21. März, wird weltweit der Internationale Tag des Waldes begangen. Dieser Tag soll auch in Deutschland an die besondere Bedeutung des Waldes erinnern und auf aktuelle Probleme aufmerksam machen.

    Etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands ist bewaldet, der überwiegende Teil davon wird forstwirtschaftlich genutzt. Der Wald in Deutschland ist von besonderer Bedeutung als Lebensraum für Flora und Fauna, Wirtschaftsfaktor, Rohstofflieferant, Klimaregulator und Erfahrungs- und Rückzugsraum für Erholung suchende Menschen. Viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind auf naturnahe und strukturreiche Wälder als Lebensraum angewiesen und brauchen diese auch zur Anpassung an den fortschreitenden Klimawandel. Besonders brauchen wir Wälder, die reich an Alt- und Totholz sind. 

    Der Zustand unseres Waldes gibt jedoch Anlass zu großer Sorge. Die Baumschäden haben als Folge des Klimawandels ein dramatisches Niveau erreicht. Der Wald leidet aber nicht nur unter von außen einwirkenden Einflüssen wie Stürmen, Grundwasserabsenkung und trockenen Sommern. Manches Problem ist hausgemacht: 

    Unser Stadtwald in Lampertheim leidet auch unter Artenarmut, Monokulturen, durchschnittlich viel zu geringem Lebensalter der Bäume sowie zu hoher maschineller Bodenverdichtung. Übermäßige Durchforstung nach Sturmereignissen verdichtet zudem die Böden, verschärft die Austrocknung und nimmt dem aufkommenden Jungwuchs jede Startchance. 

    Aufgrund des immer schlechteren Zustandes unseres Stadtwaldes hält der NABU Lampertheim die Umsetzung eines neuen, stärker ökologisch orientierten Waldkonzepts für dringend erforderlich. Der klimastabile Wald der Zukunft braucht mehr Vielfalt mit mehr heimischen Laubbäumen, mehr natürlichem Aufwuchs statt Pflanzung, schonende Bewirtschaftung mit weniger Maschineneinsatz sowie deutlich weniger Holzentnahme als bisher. 

    Angesichts der immer bedrohlicherer Umweltgefahren ist ein rasches Umsteuern umso wichtiger. Im September steht die Neuausschreibung der sogenannten Waldeinrichtung in Lampertheim an. Dann entscheiden die neu gewählten Stadtverordneten darüber, nach welchen Prinzipien und Leitbildern der Stadtwald in den kommenden 10 Jahren bewirtschaftet werden soll.

    Der NABU Lampertheim steht gerne bereit, um sich mit seiner fachlichen Expertise in die politische Diskussion einzubringen. zg

     

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