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  • Fr., 18. Januar 2019, 09:46 Uhr
    Neues Programm für Vereine und Organisationen – Wertschätzung der wertvollen Arbeit

    Neun Städte bieten kostenlose Weiterbildung im Ehrenamt an

    Die Bürgermeister von neun Städten und Gemeinden im Kreis Bergstraße trafen sich im Rathaus in Bürstadt zur Vorstellung des neuen Weiterbildungsprogramms im Ehrenamt. Im Bild (von links): Holger Schmitt (Rimbach) mit dortiger Koordinatorin Sandra Reibold, Christian Schönung (Lorsch), Gottfried Störmer, Barbara Schader (Bürstadt), Matthias Baaß (Viernheim), Rolf Richter (Bensheim), Rainer Bersch (Groß-Rohrheim) und Helmut Glanzner (Einhausen). Rainer Burelbach (Heppenheim) konnte nicht teilnehmen. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Als wertschätzendes Zeichen für das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Vereinen und Organisationen verstehen die Bürgermeister der neun Städte und Gemeinden im Kreis Bergstraße das kostenlose Weiterbildungsprogramm im Ehrenamt, das 2003 in Viernheim zum ersten Mal angeboten wurde. So kamen beim Treffen im Bürstädter Rathaus „alte Hasen“ wie Bürgermeister Matthias Baaß aus Viernheim und Neulinge wie der Rimbacher Bürgermeister Holger Schmitt zusammen, um das neue Programm 2019 vorzustellen. Vorstände von Vereinen und Organisationen in den jeweiligen Orten haben das Programm bereits per Post erhalten, aber es liegt auch in den Rathäusern aus. Das erste Seminar zum Thema „Kompetenz in Sitzungen und Besprechungen“ findet am 26. Januar in Lampertheim statt, ein weiteres zum sicheren Auftreten und Vortragen am 16. Februar ebenfalls in Lampertheim. Die Datenschutz-Grundverordnung, die Vereinsbesteuerung, das Vereinsrecht, die Hygiene bei Vereins- und Straßenfesten und viele weitere Grundlagen für die Anforderungen der ehrenamtlichen Arbeit werden angeboten. Gastgeberin Bürgermeisterin Barbara Schader betonte, dass die Vereine und Organisationen  gut ausgebildet sind und „gestärkt ihre Arbeit machen können“. Bürgermeister Baaß sieht das gemeinsame Treffen als Zeichen, „dass wir uns um das Ehrenamt kümmern und es ein Stück weit unterstützen“. Am Beispiel eines Frauenchors seiner Stadt schilderte er, wie die neue Idee eines Projektchors großes Interesse am Singen geweckt hatte. 43 Frauen seien der Einladung gefolgt, mehr als der Chor bis dahin Mitglieder hatte. „Die Herausforderungen sind überall gleich“ führte Baaß mit Blick auf Mitgliederschwund aus, aber auch die Bereitschaft ein Vorstandsamt zu übernehmen lasse nach. Das Weiterbildungsprogramm werde auch vom Land Hessen durch Übernahme der Fahrtkosten unterstützt. Bürgermeister Schmitt sieht die Ehrenamtlichen mit einer „Unmenge von Aufgaben und Gesetzen“ konfrontiert bis hin zur Verantwortung mit persönlicher Haftung. Rolf Hecher, Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Ehrenamt in Lampertheim, dankte dem Viernheimer Amtsleiter für Kultur, Bildung und Soziales Horst Stephan als „Vater“ des Weiterbildungsangebots, der auch neue Vorschläge für das Programm 2020 entgegennimmt. Verbandsarbeit kenne keine Grenzen gab Hecher zu bedenken. Bürgermeister Baaß wertete es als Erfolg, „dass jetzt so viele Bürgermeister hier sitzen“, machte aber deutlich, dass noch Platz für mehr Wappen auf der Programmrückseite sei. Bürgermeister Glanzner wertete die jährliche Abwechslung im Programm positiv. Bürgermeister Störmer erinnerte daran, dass  Lampertheim bereits seit 2009 am Weiterbildungsprogramm teilnehme. Hannelore Nowacki

     
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