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  • Mi., 05. Juni 2024, 12:37 Uhr
    HOCHWASSER AM RHEIN: Sicherheit für Zwischenlager Biblis gewährleistet / Aktuell keine akute Gefährdungslage

    Nicht von Überflutungen betroffen

    Auch bei Hochwasser ist die Sicherheit des Brennelemente-Zwischenlagers in Biblis gewährleistet. Foto: BGZ/Christopher Mick


    BIBLIS – Der Schutz von Mensch und Umwelt ist durch das robuste Konzept der Zwischenlagerung auch angesichts der aktuellen Hochwassersituation entlang des Rheins stets gewährleistet. „Keines der BGZ-Zwischenlager ist von Überflutungen betroffen“, erklärt die BGZ-Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH in einer Pressemeldung.

    Mit dem Anstieg des Rheins kommt es zum Wassereintritt auf benachbarten Flächen. Die aktuelle Hochwasser-Lage ist angespannt, entwickelt sich aber zunehmend stabil. Es ist weder Wasser in das Zwischenlager eingetreten, noch wurde das BGZ-Gelände überflutet. Das Zwischenlager liegt auf dem Betriebsgelände des Kernkraftwerks Biblis direkt hinter dem Rheindamm.

    Auch alle anderen BGZ-Zwischenlager in Süddeutschland, wie das Zwischenlager Philippsburg, das sich ebenfalls am Rhein befindet, sind nicht von Überflutungen betroffen. Der regelkonforme Betrieb ist sichergestellt. Der Schutz von Mensch und Umwelt ist durch das robuste Konzept der Zwischenlagerung auch angesichts der lokalen Überschwemmungen stets gewährleistet. zg

    Aktuell keine akute Gefährdungslage – Pressemeldung Kreis Bergstraße

    KREIS BERGSTRASSE – Die starken Regenfälle der vergangenen Tage sowie der daraus resultierende hohe Wasserstand des Rheins haben dazu geführt, dass Teiles des Geländes des ehemaligen AKW sowie angrenzende Ausgleichsflächen aktuell überschwemmt sind: Auf der ehemaligen Kühlturmfläche von Block A gibt es seit Sonntagabend einen Wassereintritt. Das Wasser drückt aus dem Untergrund auf die ehemalige Kühlturmfläche, die vollständig unter Wasser steht. Über den Objektschutzgraben, der das Anlagengelände umgibt, drückt das Wasser in das Grabensystem der Bibliser Gemarkung und auf angrenzende Felder. Auf die Rückbauanlage selbst hat der Wasseranstieg keine Auswirkungen, da diese im Rahmen des Hochwasserschutzes auf angeschüttetem Gelände erhöht errichtet wurde. Auch das Gaskraftwerk liegt auf erhöhtem Gelände. Aktuell besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, auch da die Abstände zwischen überschwemmten Gebieten und Siedlungsgebieten groß sind.

     Zur Normalisierung der Lage wurden bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen. Mit Unterstützung verschiedener Einsatzkräfte (u.a. Freiwillige Feuerwehren aus dem Kreis bzw. aus Hessen, Werkfeuerwehren der Region, THW, Landwirte der angrenzenden Felder) wird unter Einsatz von Pumpen seit Montag daran gearbeitet, den Wasserstand zu stabilisieren beziehungsweise zu senken. Zudem wird daran gearbeitet, die großen unterirdischen Zu- und Ablaufkanäle, die zwischen Kühlturmfläche und Rhein bestehen, mit Hilfe von Schotter und so genannten BigBags zu verschließen. Damit soll die Zulaufmenge reduziert werden. Darüber hinaus wird die Errichtung einer „BigBag-Wand“ als Deich um die Kühlturmfläche herum vorbereitet. Damit soll die Ausbreitung des Wassers auf die angrenzenden Felder reduziert werden. Auch Sandsäcke wurden befüllt und bereitgestellt. Verschiedene Rettungs- und Einsatzkräfte der Bergstraße sind in Bereitschaft. Die Leitstelle des Kreises Bergstraße hat einen Einsatzstab gebildet und unterstützt die Maßnahmen. Die Situation wird engmaschig überwacht, ggf. werden weitere Maßnahmen ergriffen. Aktuell greifen die Maßnahmen bereits, die Pegelstände (Kühlturmfläche und Rhein) sinken. Die Bevölkerung wird gebeten, die überschwemmten Gebiete weiträumig zu umgehen beziehungsweise zu umfahren und die Deiche nicht zu betreten. zg

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