24 Kindergartenkinder machten einen Ausflug in das Lampertheimer Industriegebiet Nord. Dort gab es allerhand Informationen rund um das Busfahren. Foto: oh
LAMPERTHEIM - Schulbusfahren will gelernt sein. Gerade Schulanfänger, die von Anfang an auf den Schulbus angewiesen sind, sollten die wichtigsten Regeln kennen. Obwohl der Bus statistisch gesehen zu den sichersten und bequemsten Verkehrsmitteln zählt, kommt es im Schulbus immer wieder zu Unfällen, weil beim Ein- und Aussteigen gedrängelt oder gerempelt wird oder weil der Bus aufgrund der Verkehrssituation unerwartet bremsen muss. 24 Kindergartenkinder und drei Betreuerinnen der KITA Saarstraße machten im Rahmen eines ÖPNV-Tages von dem Angebot Gebrauch, das Lampertheimer Unternehmen V-Bus GmbH (vormals Omnibusbetriebe Beth) zu besichtigen und bei einer Sicherheitsschulung dafür sensibilisiert zu werden, wie Gefahren erkannt und vermieden werden können. Die V-Bus GmbH ist seit 2006 Tochterunternehmen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) in Mannheim. Das Unternehmen verfügt derzeit über 80 Linienbusse und beschäftigt 150 Mitarbeiter an den einzelnen Standorten in der Rhein-Neckar-Region. Von Lampertheim und Mannheim aus werden die Linienaufträge in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg, Weinheim und im restlichen Verkehrsgebiet gesteuert. Prokurist und Betriebsleiter Andreas Beth ließ es sich nicht nehmen, sich höchstpersönlich hinter das Steuer eines nagelneuen Solaris-Linienbusses zu setzen und die KITA-Gruppe zusammen mit seinem Betreuerteam abzuholen. Die Kinder warteten bereits gespannt auf den Bus für den Ausflug in das Lampertheimer Industriegebiet Nord. In geordneter Formation wurde rasch der Bus geentert. Nach der Ankunft auf dem Betriebsgelände der V-Bus GmbH in der Klärwerkstraße, stand zunächst im Aufenthaltsraum eine kleine theoretische Einführung mittels Schulungsvideo auf dem Programm. In lockerer Atmosphäre moderierte danach Andreas Beth den Film und kommentierte die einzelnen Szenen beziehungsweise stellte Fragen zur Einhaltung der wichtigsten Sicherheitsregeln. Da ein Ausflug – wie jeder weiß - hungrig macht, kam das leibliche Wohl der Teilnehmer natürlich auch nicht zu kurz. Anschließend stand eine Werkstattführung auf dem Programm. Andreas Beth und Kfz-Meister Demirci Bascoban zeigten den Kindern, wo die eigenen Linienbusse gewartet und bei Bedarf repariert werden. Der darauf folgende praktische Übungsteil auf dem V-Bus-Betriebsgelände hatte als Schwerpunkt das sichere Warten an der Bushaltestelle, die Regeln beim Ein- und Aussteigen und das Verhalten während der Fahrt im Bus. Welche Kräfte bei einer Vollbremsung wirken und mit welchen Sturzfolgen zu rechnen ist, wenn sich die Kinder im Bus nicht richtig verhalten sollten, konnte anhand des V-Bus-Maskottchens „Teddy Bodo“ verdeutlicht werden. Nach einer Vollbremsung wurde Bodo von hinten weit nach vorne geschleudert. Die Kinder verfolgten die Notbremsung mit dem nötigen Sicherheitsabstand und konnten danach einen Blick in den Bus werfen. Großer Beliebtheit bei den Kids erfreute sich der Fahrerarbeitsplatz. Schließlich durften die Kinder auf dem Fahrersitz Platz nehmen und Türknopf und Hupe nach Belieben bedienen. Bevor die Gruppe begeistert die Rückfahrt in die Saarstraße antrat, gab es vom Service-Team zum Abschied noch ein paar kleine Erinnerungsgeschenke. zg