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  • Mi., 01. März 2017, 13:23 Uhr
    Staatssekretär Manuel Lösel informierte sich über Situation vor Ort an Schillerschule und EKS

    „Offenes Ohr für Schüler, Eltern, Schule und Schülerbetreuung”



    Hier soll die neue Mensa entstehen: Staatssekretär Manuel Lösel (5.v.l.), Landrat Christian Engelhardt (4.v.l.), Landtagsabgeordneter Alexander Bauer (3.v.l.) und wie Vertreter der Eltern, der Schule und der Schülerbetreuung sowie Bürgermeisterin Barbara Schader (3.v.r.) informierten sich vor Ort im Schulhof der Schillerschule in Bürstadt. Foto: Benjamin KloosBÜRSTADT – Konstruktive Gespräche, in denen sich alle Beteiligten der Schullandschaft an einem runden Tisch austauschen konnten, standen am Mittwoch im Mittelpunkt von Manuel Lösel,  Staatssekretär im Kultusministerium, an der Schillerschule und der Erich-Kästner-Schule. Daneben nutzte der Vertreter der Landesregierung, der auf Einladung des Landtagsabgeordneten Alexander Bauer nach Bürstadt kam, die Gelegenheit, sich über aktuelle Baumaßnahmen zu informieren.

    „Wir haben ein offenes Ohr für Schüler, Eltern, Schülerbetreuung und auch die Stadtverwaltung. Deshalb war es mit ein Anliegen, gerade mit Blick auf den Pakt für den Nachmittag alle Seiten an einen Tisch zu bekommen”, erläuterte Alexander Bauer seine Intention. Ziel sei es, dass alle, die mit Schule und Erziehung zu tun haben, gemeinsam an einem Strang ziehen und gemeinsam das große Projekt der Schülerbetreuung anpacken – aller Hindernisse zu Beginn zum Trotz. Denn „in der Schullandschaft tut sich gerade eine ganze Menge, dies hier ist ein Besuch, bei dem man hinhört und Anregungen mitnimmt, um Verbesserungen zu erzielen.” Daher trafen sich die Beteiligten zunächst zu einer intensiven internen Diskussion, in der alle Seiten ihre Wünsche, Anregungen aber auch Probleme und Fragen offen auf den Tisch legen konnte, bevor in einem Rundgang die Presse über die Ergebnisse der Gespräche informiert wurde.

    „Beim Pakt für den Nachmittag müssen die Zahnräder ineinandergreifen, alle Beteiligten sind bemüht, die Prozesse zu optimieren. Wir richten den Blick nach vorne, was noch verbessert werden kann”, zog Alexander Bauer ein positives Fazit. Dem pflichtete Staatssekretär Manuel Lösel bei: „Es gibt hier eine riesige Entwicklung an der Schillerschule, von anfangs 20 bis zu aktuell 150 Kindern, die nachmittags betreut werden. Dies ist eine große Herausforderung angesichts des stetig wachsenden Bedarfs. Hier kommt der Pakt für den Nachmittag ins Spiel, in dessen Rahmen jedes Kind in Hessen eine Betreuung zugesichert bekommt – hier in Bürstadt sogar bereits ab 7 Uhr morgens bis 17.30 Uhr. Wichtig ist uns aber, dass es ein freiwilliges Programm ist, kein Elternteil wird gezwungen, sein Kind in die Betreuung zu geben”, betonte der Staatssekretär, der zudem betonte, dass es „wichtig für das Land ist, bestehende Systeme nicht zu zerschlagen, gerade was die Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort betrifft.” Grundsätzlich ist die Schule mit dem Programm zufrieden, zog er ein Resümee, aber „der Pakt läuft sein zwei Jahren, wir sind in der Entwicklung und wollen uns weiter verbessern, deshalb bin ich heute hierher gekommen."

    Landrat Christian Engelhardt hält den Pakt für den Nachmittag ebenfalls für sehr sinnvoll und möchte diesen daher an allen Grundschulen des Kreises einführen. „Ich bin überzeugt, dass dies ein wertvolles pädagogisches Betreuungsangebot ist, gerade auch in den Ferien. Wir investieren als Kreis 95.000 Euro im Jahr als finanzielle Unterstützung alleine für die Schillerschule Bürstadt. Hinzukommen weitere Ausgaben, etwa 1,4 Millionen Euro für die neue Mensa.” Diese wird noch in diesem Jahr erbaut und bietet im Schichtbetrieb für 250 Schüler die Möglichkeit, vor Ort Mittag zu essen. Auch eine Mediathek solle noch kommen, ebenso sei ein ganzheitliches Schulkonzept unter Einbeziehung von Architekten in Planung. „Die Eltern, die in unseren Kreis ziehen, sollen sich keine Gedanken machen müssen, ob die Betreuung ihres Kindes gewährleistet ist”, formulierte Landrat Engelhardt die weitere Zielsetzung. 

    Die Mensa wird als freistehendes Gebäude im Hof errichtet werden – dafür musste bereits jetzt ein großer Baum gefällt werden. „Dies ist aber zwingend notwendig. Im Gegenzug hierzu wollen wir die Schillerschule in den nächsten Jahren zu einer grünen Schule machen und dafür neue Bäume pflanzen, gemeinsam mit den Schülern, deren Wunsch dies ist”, erläuterte Alexander Bauer diese Maßnahme. 

    „Es war ein mutiger Start in den Pakt für den Nachmittag, vieles war provisorisch und eine große Kraftanstrengung – aber es lohnt sich, offen heranzugehen und die Chancen zu nutzen, gerade für die Schule und die Qualität der pädagogischen Betreuung ist hier viel möglich”, blickte auch Bürgermeisterin Barbara Schader nach vorne. „Es ist ein modernen Konzept, welches die individuellen Fähigkeiten der Kinder fördert, ein Konzept voller Dynamik. Wir haben eine Hürde übersprungen, viele liegen noch vor uns, die wir gemeinsam meistern werden.”

    Im Anschluss an den Besuch der Schillerschule zig die Delegation weiter in die Erich-Kästner-Schule. Hier stand neben der Information über den aktuellen Stand der Sanierung in einem weiteren internen Gespräch Themen der Schul- und Unterrichtsentwicklung auf dem Programm – im Sinne einer weiteren Verbesserung und Stärkung der Bürstädter Schullandschaft. Benjamin Kloos

     
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