Freiwillige Feuerwehr spendet 300 Euro aus Schätzspiel für Kinderhospiz Sterntaler
„Ohne Hilfe können wir nicht helfen“
Wehrführer Christian Neumann überreichte die Spende über 300 Euro, die Beate Däuwel für den Mannheimer Verein Kinderhospiz Sterntaler entgegennahm. Im Bild: Manfred Keil (von links), Bürgermeister Felix Kusicka, Stefan Schweitzer, Wehrführer Christian Neumann, Albert Neumann, Beate Däuwel, Marco Henn und Boris Morew. Foto: Hannelore Nowacki
WATTENHEIM – Das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen bei Speyer kann jeden Euro gut gebrauchen, denn Zuschüsse von Bund und Land sind äußerst spärlich. Spenden sind das Lebenselixier, die den Mannheimer Verein in die Lage versetzen, lebensbegrenzend erkrankten Kindern und deren Familien in der umgebauten Mühle Raum für die Pflege und gemeinsame Erholung zu bieten. Als Einzugsgebiet gilt die Metropolregion Rhein-Neckar. Auch dem kleinen Julian aus Nordheim und seiner Familie hatte das Kinderhospiz zur Seite gestanden. Drei stationäre Plätze hatte es in Dudenhofen bislang gegeben, nun konnte das Kinderhospiz auf zwölf Pflegeplätze mit Räumen für die begleitenden Familien erweitert werden. 300 Euro hatte die Freiwillige Feuerwehr am Tag der offenen Tür im August durch das Schätzspiel zugunsten der Sterntaler-Kinder erlöst. Wie Wehrführer Christian Neumann bei der Spendenübergabe am Dienstagabend im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr erklärte, hatte die Feuerwehr von der Erfahrung der Nordheimer Familie Wahlig mit dem kleinen Julian gehört und sich daher entschlossen, das Schätzspiel zugunsten des Kinderhospizes zu veranstalten. Beate Däuwel, beim Mannheimer Verein Sterntaler für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, dankte allen herzlich, die mitgemacht haben. „Ohne Hilfe können wir nicht helfen“, machte sie deutlich. Noch sei das Kinderhospiz in Dudenhofen das kleinste in Deutschland. Nur 120 Plätze für 40.000 lebensbegrenzend erkrankte Kinder und Jugendliche stehen in Deutschland überhaupt zur Verfügung, machte sie deutlich – die Kinderhospiz-Arbeit habe noch keine Lobby. Daher sei es immer gut, wenn mehr Menschen von dieser Einrichtung wissen, die auch ein Ort des Lebens sei. Sie berichtete, dass meistens auch nach dem Tod des Kindes der Kontakt zu den Eltern und Geschwistern nicht abreiße. „Die Freiwillige Feuerwehr in Wattenheim ist etwas Besonderes“, fand Beate Däuwel. Ihre Einladung zu einem Besuch in Dudenhofen nahm Wehrführer Neumann gerne an. Auch Bürgermeister Felix Kusicka, der als oberster Dienstherr in Biblis für die Feuerwehr zuständig ist, will gerne kommen, wenn es sich terminlich einrichten lässt. Beim Schätzspiel hatte ein Teilnehmer das Gewicht von Löschfahrzeug mit Mannschaft anhand des ausgehängten Fotos aufs Gramm genau richtig geraten – 7380 Kilogramm. Hannelore Nowacki