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  • Mi., 12. November 2025, 13:45 Uhr
    KLAUSURTAGUNG: DGB Bergstraße rückt finanzielle Situation der Städte und Gemeinden in Hessen in den Fokus

    „Ohne Moos nix los“

    Für die Teilnehmer des DGB stand bei der Klausurtagung die finanzielle Situation der Städte und Gemeinden in Hessen im Mittelpunkt.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM/BERGSTRASSE – Die Klausurtagung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Kreis Bergstraße stand unter dem Motto: „Ohne Moos nix los - Die finanzielle Situation der Städte und Gemeinden in Hessen – Wege aus der Finanzkrise – Der DGB und die Kommunalwahlen in Hessen am 15. März 2026“. Kai Eicker-Wolf (Marburg), Leiter des Bereichs Wirtschaftspolitik beim DGB Hessen-Thüringen, machte in seinem mit zahlreichen Zahlen, Daten und Fakten fundierten Vortrag deutlich: „Für die kommunalen Haushalte stellt ihre strukturelle Unterfinanzierung das zentrale Problem dar. Die strukturelle Unterfinanzierung drückt sich insbesondere im bestehenden Investitionsstau im Bereich der kommunalen Infrastruktur aus, der sich bundesweit auf 216 Milliarden Euro beläuft.“ 

    Auch blieben Stellen oft unbesetzt. Ein Problembereich sei die Kinderbetreuung. „Gemessen an einem kindgerechten Personalschlüssel und ausreichenden Kita-Plätzen fehlen bis zum Jahr 2030 in Hessen rund 25.000 Fachkräfte im Kita-Bereich.“ Die 100 Milliarden Euro für die Bundesländer und die Kommunen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutze seien zu gering bemessen, um den Investitionstau zu beseitigen.

    Als Ausweg aus der Finanzkrise forderte Eicker-Wolf u.a. die Abschaffung der Schuldenbremse, damit notwendige Investitionen durch Kredite finanziert werden können. DGB-Kreisvorsitzender Sven Wingerter (Wald-Michelbach) und Horst Raupp (Darmstadt), Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen fordern die Politik auf, das Thema Verteilungs- und Steuergerechtigkeit endlich offensiv anzugehen. Der Stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Nils Burkhoff (Viernheim) und Marius Gunkel, Vorsitzender des DGB Lampertheim-Bürstadt unterstreichen: „Die Gemeinden, Städte und Landkreise leiden darunter, dass sie strukturell unterfinanziert sind. Ihnen sind in der Vergangenheit von Bund und Land Aufgaben übertragen worden, ohne dass sie für die Erfüllung dieser Aufgaben die erforderlichen Mittel erhalten haben. Die Frage der finanziellen Ausstattung der Städte und Gemeinden ist für den DGB daher ein zentrales Thema bei der anstehenden Kommunalwahl.“ zg

     

     

     

     

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