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  • Di., 23. August 2016, 08:27 Uhr
    Bobstädter Kerwe mit glanzvollem Besuch und Sonnenschein

    Oldtimer, Hoheiten und historische Bilder

    Zur Bobstädter Kerwe gehört traditionell der Besuch von Hoheiten aus der Region, eingeladen von der Bürstädter Sonnenbotschafterin. Gerade waren sie mit dem Oldtimerkorso am Alten Rathaus angekommen (von links): Die Odenwälder Apfelkönigin Sina I., die Bensheimer Blütenkönigin Rebecca I., die Lützelsachsener Winzerkönigin Aline I. mit Prinzessin Jessica, Sonnenbotschafterin Theresa I. und die Vierburgenkönigin Sophie I. aus Neckarsteinach mit Burgfräulein Sina sowie Bürgermeisterin Barbara und Volker Utz. Foto: Hannelore Nowacki

    Zur Bobstädter Kerwe gehört traditionell der Besuch von Hoheiten aus der Region, eingeladen von der Bürstädter Sonnenbotschafterin. Gerade waren sie mit dem Oldtimerkorso am Alten Rathaus angekommen (von links): Die Odenwälder Apfelkönigin Sina I., die Bensheimer Blütenkönigin Rebecca I., die Lützelsachsener Winzerkönigin Aline I. mit Prinzessin Jessica, Sonnenbotschafterin Theresa I. und die Vierburgenkönigin Sophie I. aus Neckarsteinach mit Burgfräulein Sina sowie Bürgermeisterin Barbara und Volker Utz. Foto: Hannelore Nowacki

    BOBSTADT – Überall war etwas los in Bobstadt. Der Kerwesonntag wurde außerdem von der Sonne verwöhnt, nachdem noch am Vormittag ein heftiger Regenschauer am Alten Rathaus niedergegangen war. Wind und Nässe waren beim Aufstellen des Zeltpavillons für die Musikgruppe InTakt zunächst hinderlich gewesen. Mitten auf dem Vorplatz neben dem gut besetzten Festzelt ragte der weißblau geringelte Kerwebaum in den Himmel, die bunten Bänder flatterten im frischen Augustwind. Fast lautlos gaben sich die Wasserspiele und gleich nebenan im Nebengebäude gab es gegen eine Spende selbst gebackenen Kuchen und Kaffee. Im Erdgeschoss des Alten Rathauses präsentierte die rührige Arbeitsgruppe ein weiteres Mal ihre historische Fotoausstellung, nach Kategorien wie Politik, Vereine, Ortsgeschehen, festliche Umzüge und Schule übersichtlich angeordnet - ein Besuchermagnet wie schon beim ersten Mal zur offiziellen Einweihung des renovierten Alten Rathauses. Viele Bilder riefen bei den Betrachtern schöne Erinnerungen wach, erkennbar an den glücklichen Mienen. Häufig standen die Bobstädter in Gruppen vor den Bildern zusammen und schauten gemeinsam auf die Vergangenheit. Das Oldtimer-Treffen fiel diesmal deutlich kleiner aus als aus den Vorjahren gewohnt, das mag am Wetter gelegen haben, wie Walter Knittel vermutete. Aber es gab auch Veranstaltungen in der Region wie den Kerweumzug in Groß-Rohrheim, zu denen es einige Oldtimerbesatzungen hingezogen hatte. Das hatte er erfahren. Mit seinem beigefarbenen Volvo, Baujahr 1961, war Knittel schon am Vortag aus Köln angereist, die 68 PS unter der Motorhaube gestatten ihm eine komfortable Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Übernachtet habe er bei Freunden in Lampertheim, erzählte er. Ihm gefällt das jährliche Oldtimer-Treffen in Bobstadt: „Das muss ich haben“, meinte er. Zum ersten Mal war Hans-Peter Obée aus Hofheim im Main-Taunus-Kreis in Bobstadt. „Aus Zufall“, erzählte seine Frau, die ganz begeistert war. Weit wollten sie nicht fahren und im Magazin sei das Treffen angekündigt worden. Die sportliche Erscheinung des himmelblauen Cabrio VW Karmann Ghia aus dem Baujahr 1961 täuscht, der gepflegte Oldtimer kommt mit nur 34 PS aus, die ihn auf 125 km/h beschleunigen können. Für den späteren Oldtimerkorso der Hoheiten mit Bürgermeisterin Barbara Schader durch einige Straßen in Bobstadt reichte seine Motorkraft allemal - Sonnenbotschafterin Theresa I. fuhr mit.

    Beim TG-Vereinswirt Jürgen Behrendt schmeckt es, das hat sich schon herumgesprochen. Deshalb die Empfehlung: „Wir bitten um Reservierung“. Auch die jüngsten Gäste fühlen sich hier wohl. Foto: Hannelore Nowacki


    Nach kurzer Rundfahrt kamen die Oldtimer mit ihren Passagieren wieder am Alten Rathaus an, begrüßt von Volker Utz und den Zuschauern. Bürgermeisterin Schader lobte die Kerwe als einen der Höhepunkte in Bobstadt, eine Tradition, die gemeinsam von der Interessengemeinschaft der Vereine und der Arbeitsgruppe Ortsgeschichte hochgehalten werde. „Wem ist die Kerwe?“ Die Antwort auf diese Frage der Bürgermeisterin ließ nicht lange auf sich warten: „Unser!“ kam es von den Zuschauern zurück. Bei einem Glas Sekt saßen die Hoheiten anschließend im Zelt auf dem Vorplatz des Alten Rathauses zusammen, um sich vom weiteren Verlauf ihres Besuchs überraschen zu lassen. Viele Kerwebesucher hatten zunächst ein ganz bestimmtes Ziel: Essen beim TG-Vereinswirt Jürgen Behrendt an den Tennisplätzen der TG. Am Donnerstag hatte hier die Kerwe mit Haxen vom Grill und weiteren herzhaften Köstlichkeiten begonnen, am Sonntag stand Rindfleisch mit Meerrettich oder grüner Soße auf der Speisekarte – Spezialitäten, die man sich nicht entgehen lassen konnte. Auf dem nahe gelegenen Parkplatz an der Sporthalle drehte sich am Nachmittag ein schönes Kinderkarussell mit seinen kleinen Fahrgästen, zwei Buden waren auf hungrige und naschende Besucher eingestellt. Hannelore Nowacki

     

     

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