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  • Do., 27. September 2018, 09:20 Uhr
    30 Jugendliche aus ganz Deutschland treffen über 20 Abgeordnete und zwei Staatssekretäre

    ONE-Lobbytage in Berlin

    BIBLIS - Linda Klink aus Biblis fordert mehr und bessere Armutsbekämpfung in Afrika: Wir wollen die Berliner Politiker und Politikerinnen an das schönste politische Versprechen Deutschlands für die globale Armutsbekämpfung erinnern.“ Die ONE-Jugendbotschafterin aus Biblis ist eine von 30 ONE-Jugendbotschaftern, die vom 26. bis zum 28. September in Berlin zusammenkommen. In kleinen Gruppen treffen sie in zwei Tagen über 20 Politiker, um mit ihnen über den Bundeshaushalt 2019 zu sprechen. Darunter sind der parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium Norbert Barthle (CDU), die parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium Christine Lambrecht (SPD) und der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Kahrs. Unterstützt werden sie von Rudo Kwaramba-Kayombo, Exekutiv-Direktorin von ONE in Afrika. Die 24jährige möchte mit den anderen ONE-Jugendbotschaftern die Politiker überzeugen, sich für mehr Mittel für Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Denn Deutschland verfehlt das 0,7-Prozent-Ziel bisher deutlich. Mit diesem selbstgegebenen Versprechen hat sich Deutschland verpflichtet, 0,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Der aktuelle Haushaltsentwurf für 2019 zeigt allerdings, dass Deutschland sein Versprechen brechen wird, wenn es bei den aktuellen Zahlen bleibt. Mit der Kampagne „Das schönste Versprechen“ fordern ONE und die Jugendbotschafter, dass Deutschland seine Zusagen einhält. Denn das schönste Versprechen ist schließlich das, das man hält. Die entsprechende Petition hat bereits rund 8.500 Unterschriften. Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE in Deutschland, freut sich auf die Lobbytage: „Zurzeit läuft Deutschland große Gefahr, gleich zwei internationale Versprechen zu brechen. Erstens entfernt sich Deutschland 2019 vom 0,7-Prozent-Ziel, wenn die Entwicklungszusammenarbeit im kommenden Haushalt nicht mehr Mittel erhält. Auf Grund der aktuell vorliegenden Zahlen sind wir außerdem besorgt, dass Deutschland seinen Beitrag an den Globalen Fonds für die aktuelle Finanzierungsperiode nicht einhält. Damit würden nicht nur Menschenleben aufs Spiel gesetzt. Deutschland verlöre so auch an Glaubwürdigkeit als Kämpferin für globale Gesundheit.“ Rudo Kwaramba-Kayombo, Exekutiv-Direktorin von ONE in Afrika, ergänzt: „In Afrika erleben wir gerade einen riesigen Jugendboom. In weniger als 50 Jahren werden bei uns in Afrika mehr Jugendliche leben als in allen G20-Ländern zusammen. Wir in Afrika müssen zusammen mit Partnern wie Deutschland in diese Generation investieren, dann werden wir alle davon profitieren. Die Jugend Afrikas ist unser aller Zukunft, im Guten wie im Schlechten. Deshalb ist es großartig, dass ich gemeinsam mit den Jugendlichen aus Deutschland bei den Politikern und Politikerinnen in Deutschland dafür werben kann, die Jugendlichen in Afrika zu unterstützen.“ zg

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