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  • Fr., 14. Mai 2021, 08:41 Uhr
    POLITIK: Ortsvorsteher Karl Heinz Berg und Stellvertreterin Beate Kettler in Hüttenfeld wiedergewählt

    Ortsbeirat einstimmig für ein Verkehrskonzept mit Radwegen

    Ortsvorsteher Karl Heinz Berg und Stellvertreterin Beate Kettler (beide SPD) sind weiterhin das Spitzenteam im Ortsbeirat Hüttenfeld. Foto: Hannelore Nowacki


    HÜTTENFELD – Die von ihrer Fraktion vorgeschlagenen Kandidaten wurden bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats am Mittwochabend im Bürgerhaus durch Handzeichen gewählt, nachdem niemand eine geheime Wahl gefordert hatte. Weitere Wahlvorschläge gab es nicht. Ortsvorsteher Karl Heinz Berg (SPD) ist mit sieben Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wiedergewählt und auch die stellvertretende Ortsvorsteherin Beate Kettler (SPD) wurde im Amt bestätigt. Nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) gilt bei dieser Wahl die Stimmenmehrheit. Am Ende bekamen die Gewählten aus den Reihen der Zuschauer Applaus. Neben interessierten Bürgern waren Stadtverordnete, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb und Magistratsmitglieder gekommen. Als Wahlleiter hatte Ortsvorsteher Berg nach HGO-Vorschrift den Altersvorsitzenden festzustellen. Mit Anton Schugschdinis (FDP) tauschte Berg kurzzeitig die Plätze, bis die Wahl des Ortsvorstehers abgeschlossen war. Beim Tagesordnungspunkt Mitteilungen sprach Ortsvorsteher Berg Verkehrsfragen an. Um Unterstützung des Bürgermeisters bat Berg bei der Baumaßnahme in der Viernheimer Straße, die mit einer Umleitung und dem Aufstellen von Park- und Halteverbotsschildern verbunden sei. Für den Magistrat nahm Bürgermeister Gottfried Störmer Stellung. Zunächst gratulierte Störmer dem wiedergewählten Berg und brachte seine Freude zur Zusammenarbeit zum Ausdruck. Allgemein auf Straßenbaumaßnahmen bezogen, teilte Störmer mit, dass beauftragte Firmen verpflichtet seien die Stadtverwaltung zu informieren, dann könnte er wiederum den Ortsbeirat informieren. Zum Haushalt der Stadt Lampertheim teilte Störmer mit, dass dieser von der Kommunalaufsicht geprüft wurde, aber wegen des Defizits von 2,7 Millionen Euro keine Genehmigung erteilt werden konnte. Dem Regierungspräsidium Darmstadt müsse nun ein Haushaltssicherungskonzept nachgereicht werden, darüber werde im Haupt- und Finanzausschuss sowie in der Stadtverordnetenversammlung am 20. Mai diskutiert. Das große Thema sei die Pandemie. Störmer appelliert an die Bürger, durch Testen, Impfen, Abstand halten und Beachtung der Hygieneregeln daran mitzuwirken, dass möglicherweise am Freitag nächster Woche die Inzidenz soweit sinkt, dass es zu Lockerungen kommen kann. Tatsache sei am Mittwoch, dass die Inzidenz knapp über der 100-Grenze liege. Mit großer Sorge beobachte er die Lampertheimer Zahlen, ebenso wie der Viernheimer Bürgermeister für seine Stadt. Über diese höchsten Zahlen im Kreis Bergstraße sei mit Landrat Christian Engelhardt in einer Videoschalte gesprochen worden, um zu analysieren woran das liegt und welche Maßnahmen ergriffen werden können. Auf weiträumigen Abstand war die Ortsbeiratssitzung im Saal des Bürgerhauses organisiert, eine medizinische Mund-Nasen-Maske war für alle vorgeschrieben. Selbst die Redner sprachen mit Maske, was die Verständlichkeit beeinträchtigte. Ein Zuschauer meldete sich zu Wort und teilte dem Ortsbeirat mit, dass er kaum etwas verstanden habe. In seiner Anfrage an den Magistrat ging es Ortsvorsteher Berg um die Errichtung einer öffentlichen Anlage durch die Stadt Lampertheim als Treff für die Jugend und für sportliche Aktivitäten wie Skaten oder Stuntrollerfahrer außerhalb der Vereinsstrukturen. Der SPD-Antrag für die Erstellung eines generellen Verkehrskonzepts einschließlich des Fahrradverkehrs wurde einstimmig angenommen. Ebenso fand der SPD-Antrag zur Erstellung eines Pflegeplans für den Lärmschutzwall entlang der L3110 die Zustimmung des gesamten Ortsbeirates. Unter der Rubrik „Der Bürger hat das Wort“ hatte Ortsvorsteher Berg zu Beginn der Sitzung angekündigt, dass Dr. Felix Kokocinsk in seinem etwa zehnminütigen Bild- und Wortbeitrag Vorschläge und Anregungen zum Thema „grünes Hüttenfeld“ vorstellen wolle. Es gehe ihm nicht um Kritik, es seien nur Ideen, machte der Hüttenfelder den Zuhörern deutlich. „Der Natur eine Chance geben“ ohne großen Pflegeaufwand ist sein Anliegen, das er mit zahlreichen Beispielen von Bepflanzungen und Staudenauswahl auf Verkehrskreiseln, Randstreifen und anderen Flächen in Lampertheim und Nachbarkommunen bildlich darstellte. Nun hofft der naturbegeisterte Hüttenfelder Bürger auf weitere Begeisterung im Ort. Hannelore Nowacki

     
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