SPD SOMMERTOUR: Auf der Suche nach einem Raum für die Jugend
Ortstermin auf Gut Rennhof
Ortsvorsteher Karlheinz Berg begrüßte 50 Bürgerinnen und Bürger auf den Gut Rennhof. Foto: Ehret
HÜTTENFELD - Die alljährliche Sommertour der Hüttenfelder SPD führte heuer zum Hofgut Rennhof, das Ortsausgang Richtung Hemsbach gelegen ist. Der erste Vorsitzende der Hüttenfelder SPD und gleichzeitig Ortsvorsteher Karlheinz Berg konnte unter den 50 interessierten Hüttenfelder Bürgern auch den ersten Stadtrat Marius Schmidt, den Vorsitzenden der Lampertheimer SPD Jens Klingler und den SPD-Kandidaten für die Bundestagswahl Sven Wingerter begrüßen. Warum man als Ortstermin das Gut Rennhof gewählt hatte und warum auch einige Jugendliche unter den Interessierten waren, wurde schnell geklärt. Nach dem beschlossenen Umbau des evangelischen Gemeindezentrums zugunsten der KiTa fallen Räumlichkeiten, die die Gemeinde genutzt hatte, zum Opfer, darunter auch der Jugendraum. Wenn die Umbaumaßnahmen demnächst beginnen, muss die Jugend weichen - doch wohin, das ist nicht geklärt. Der Spielplatz oder der Vorplatz des Bürgerhauses ist hierfür natürlich nicht geeignet. Berg betonte, dass in Hüttenfeld keinerlei Kapazitäten, sprich Gelände, vorhanden ist, Räumlichkeiten für die Jugend zu schaffen. Nun ist die Gutsbesitzerin Jutta Funk auf die Kirchengemeinde zugegangen und hat ein Stück ihres Geländes, das unmittelbar an das Gemeindezentrum anschließt, zur Pacht für den Bau eines Jugendraumes angeboten. Funk führte die Besucher zunächst durch ihren Hof, der 150 ha umfasst, von denen sie noch 50 ha alleine selbst bewirtschaftet. Bis auf ein paar Hühner und Schafe betreibt die geschäftige Besitzerin nur noch Ackerbau. Als die Gruppe auf dem Gelände angekommen war, wo der Jugendraum oder das Jugendzentrum entstehen könnte, war nicht nur der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Thomas Höppner-Kopf gefragt, wie das Raumangebot für die Jugend bewerkstelligt werden soll, sondern auch die Verantwortlichen der Stadt. Schließlich ist es nicht nur Aufgabe der Kirche, der Hüttenfelder Jugend Räume zur Verfügung zu stellen, sondern gerade auch der Kommune. Der erste Stadtrat Marius Schmidt betonte, dass es in sein Ressort fällt, für die Jugend Lösungen zu finden. Denn auch die Kostenfrage muss zwischen Kirchengemeinde und Stadt geklärt werden. Mit einem Anwohner, der dem Unterfangen eher skeptisch gegenüber steht, müssen noch Gespräche geführt werden. Das sollte zeitnah geschehen, denn wenn die Umbaumaßnahmen in den Kellerräumen des Gemeindezentrums beginnen, ist die Jugend obdachlos. Darin waren sich alle einig. ehr