Pfadfinder verbrachten abwechslungsreiche Tage im Wildpark bei Groß-Gerau
Osterfreizeit und Luftfahrtgeschichte
Die gebaute Brücke war richtig stabil und konnte zum abschließenden Gruppenfoto alle Lagerteilnehmer tragen. Foto: oh
LAMPERTHEIM - In den Osterferien verbrachten 20 Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz vier abwechslungsreiche Tage im Wildpark bei Groß-Gerau. Der Wildpark ist ein weitläufiges Zeltgelände mit vier festen Häusern.
Gleich zu Beginn wurde gemeinsam die große Jurte aufgebaut, in der sich die Truppe abends am Lagerfeuer traf. Nachmittags konnten die Pfadis das Gelände und den nahegelegenen Apfelbach erkunden. Große, knorrige Bäume luden zum Klettern ein.
In einer Arbeitsgruppe wurde den Jungpfadfindern der richtige Umgang mit Werkzeug vermittelt und einige Lagertechniken erlernt. Diese Techniken wurden dann am nachfolgenden Tag in der Praxis angewendet. Als Projekt wurde eine Brückenkonstruktion über den Apfelbach in Angriff genommen. Zunächst wurden im Wald mehrere Baumstämme ausgewählt, die ein Sturm umgeknickt hatte. Vier mit Seilen verbundene Stämme bildeten den Steg, der dann noch mit einem stabilen Geländer versehen wurde. Bei diesem Projekt konnte der Umgang mit Säge und Beil, sowie verschiedene Knotentechniken eingeübt werden. Der aus sechs Jungpfadfindern bestehenden Gruppe hat es richtig Spaß bereitet und alle waren stolz auf ihr Ergebnis. Die Brücke war richtig stabil und konnte zum abschließenden Gruppenfoto alle Lagerteilnehmer tragen. Ein Höhepunkt war der Besuch im Zeppelinmuseum in Zeppelinheim. Zuvor hat uns Ludwig Raiss, der den Besuch organisiert hat, den geschichtlichen Hintergrund erklärt. So erfuhren die Pfadis, dass Zeppelinheim im Jahr 1934 auf einer Rodungsfläche südlich von Frankfurt/Main extra für die Bedienmannschaften der Luftschiffe angelegt wurde. Von dort aus starteten die Zeppeline mit ihren Passagieren zu den Atlantiküberquerungen nach Nord- und Südamerika. Im Zeppelinmuseum sahen wir einen Dokumentationsfilm mit historischen Aufnahmen. Anschließend bestaunten wir im Museum die alten Exponate, Uniformen, technische Geräte und Originalinterieur. Es ging richtig luxuriös zu im Zeppelin. Neben Schlafkabinen für die Passagiere gab es einen Speisesaal und einen Salon, der sogar mit einem Flügel ausgestattet war. Beeindruckt verließ die Gruppe das Zeppelinmuseum und fuhr zu einer Aussichtsplattform an der Startbahn West des Rhein-Main-Flughafens. Dort wurde die gegenwärtige Luftfahrt mit ihren vielfältigen Flugzeugtypen verfolgt. Beeindruckend war ein Start eines Airbus 380 mit über 500 Passagieren an Bord. Der Samstag stand ganz im Zeichen eines großangelegten Geländespiels mit mehreren Stationen. Pfadfinderwissen und Fingerfertigkeiten waren gefragt um die gestellten Aufgaben bewältigen zu können. Als Lohn gab es Teile einer Schatzkarte, die als Puzzle dann den Ort angab, wo der Schatz vergraben war. Alle freuten sich über die Kiste mit Süßigkeiten. Der spannende Tag wurde abends mit einer Grillrunde beendet. Am letzten Lagertag bastelten die Mädchen noch Osterkränze aus Birkenreisig. Nachmittags nach dem Aufräumen und Einpacken der Ausrüstung versammelten sich alle zum Abschlusskreis. Jeder durfte seine Eindrücke schildern und Kritik üben. Doch alle waren sich einig, dass es wieder ein tolles Osterlager bei bestem Wetter war. zg