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  • Di., 22. Januar 2019, 07:55 Uhr
    Neujahrsempfang der CDU Lampertheim bilanziert örtliche Erfolge 

    Parteiführung auf Bundesebene soll liefern

    Der Lampertheimer CDU-Vorsitzende  Aidas Schugschdinis hielt die Neujahrsrede. Auf positive Signale für die Basis von der neuen Parteivorsitzenden aus Berlin hofft die Lampertheimer CDU. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das neue Jahr hat die CDU Lampertheim am Sonntag mit einem Neujahrsempfang in guter Stimmung gefeiert. Im Saal des Alten Rathauses wäre noch mehr Platz für weitere Mitglieder und Gäste gewesen, doch hatten sich mehrere angemeldete Mitglieder beim  CDU-Fraktionsvorsitzenden Edwin Stöwesand als grippekrank abgemeldet. Unter den Anwesenden waren Mitglieder aus allen Stadtteilen, Mandatsträger aus den Ortsbeiräten, der Stadtverordnetenversammlung und des Kreistages sowie Vertreter von Vereinen, besonders begrüßte der CDU-Vorsitzende Aidas Schugschdinis den Landtagsabgeordneten Alexander Bauer und Bürgermeister Gottfried Störmer, die beide Grußworte sprachen sowie den stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union Ried Patrick Rupp. Nach dem stillen Gedenken an die verstorbenen Mitglieder dankte Schugschdinis den Mitgliedern, dass sie sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich für das Wohl der Lampertheimer und der vielen Gäste in der Stadt engagiert haben. Einige hätten sich bei der CDU bedankt, dass sie ihre Interessen vertreten habe. „Ich sage nur, das haben wir gerne gemacht und werden dies in Zukunft selbstverständlich fortführen“, kündigte Schugschdinis an und erläuterte: „Wir machen engagierte Kommunal-Politik für Sie, die Vereine, Verbände, Institutionen und die Bürgerinnen und Bürgern Lampertheims“. Das sei nicht immer einfach, was die CDU bei den Landtagswahlen im letzten Jahr „sehr deutlich am Ergebnis der Zweitstimmen gespürt“ habe: „Im Wahljahr 2013 waren es noch 40,9 Prozent in Lampertheim, so rutschte die CDU auf 26,8 Prozent in 2018“. Dies sei aus Frust über die Bundespolitik eine Protestwahl gewesen. Noch offenkundig von der Enttäuschung geprägt,  nahm Schugschdinis gegenüber der neuen Parteivorsitzenden in Berlin eine abwartende Haltung ein: „Wir werden sie unterstützen, wollen aber auch Ergebnisse sehen“. Gespannt sei er, ob die neue Parteivorsitzende sich noch mehr der Basis widmen werde und deren Kritik zum Positiven umsetze. Zu den Erfolgen des CDU-Stadtverbandes zählte der Vorsitzende die Stammtischsitzungen, die einige Interessenten anlockten und auch in diesem Jahr angeboten werden sollen. Zuletzt habe dort das neu aufgestellte Team des Stadtmarketings Einblicke in seine Arbeit gegeben. Bürgermeister Störmer räumte mit einer häufigen Fehleinschätzung des Bürgermeisteramtes auf. Nach der Hessischen Gemeindeordnung sei er eben nicht der „König von Lampertheim“, als Verwaltungschef sei er vielmehr auf „ein Miteinander angewiesen“. Das Jahr 2018 sei gut gelaufen. Ein herzliches Dankeschön richtete Störmer an alle Menschen dieser Stadt, die sich im Ehrenamt einbringen. Für den Umgang mit Wählern von Parteien am rechten Rand empfahl Störmer anstatt der Position „die kann man nicht wählen“ positive Gegenargumente herauszustellen. Als Landtagsabgeordneter Bauer sprach von einer „herben Niederlage“ bei der Landtagswahl. „Wir müssen gute Gesetze machen“ sieht er als eine Lösung der Problemlage an und „wir brauchen eine starke Stimme in Wiesbaden“. Mit einem sehr aktuell wirkenden Gedicht mit dem Titel „Wünsche zum neuen Jahr“ von Peter Rosegger, der vor über 100 Jahren starb, schloss Bauer seine Rede. „Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit“ wünschte sich der Dichter in der ersten Zeile. CDU-Fraktionsvorsitzender Stöwesand gab einen Überblick über die Fördermittel, die Lampertheimer Einrichtungen zugutegekommen waren und mit einer Zusage von 800.000 Euro auch den Stadtumbau unterstützen. Der Haushaltsüberschuss von 196.000 Euro lasse nicht viel Spielraum, zumal die Gewerbesteuer weggebrochen sei. Den Ausbau des Gewerbegebietes in der Wormser Straße, die Ortsumgehung Rosengarten, den Tourismus, ÖPNV, die Mobilitätszentrale und einiges mehr wolle die CDU voranbringen. „Es gibt viel zu tun“, meinte Stöwesand abschließend. Über fünf neue Mitglieder freute sich Schugschdinis im vergangenen Jahr, einer von ihnen,  Thiemo Fojkar, konnte für einen Vortrag zum Thema „Vor der Europawahl in diesem Jahr – für ein soziales Europa“ gewonnen werden. Fojkar ist gelernter Diplom-Pädagoge und Vorsitzender des IB-Vorstandes und Vorstandsvorsitzender der IB-Stiftung (Internationaler Bund – Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e. V.) mit 14.000 Mitarbeitern in 700 Einrichtungen an 300 Orten vertreten. Seit 10 Jahren lebt der gebürtige Mannheimer in Lampertheim. Sein Appell: Zur Wahl gehen und andere dazu motivieren. Frieden und die Vergleichbarkeit der sozialen Bedingungen mit Stärkung der „sozialen Säule“ in der EU zu erreichen zählen zu seinen Anliegen, es lohne sich für Europa zu kämpfen. Nach dem offiziellen Teil vertieften sich die Mitglieder und Gäste in lebhafte Gespräche, während noch feine Schnittchen auf dem Büffet warteten. Hannelore Nowacki

     

     

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