Gemeinde Biblis und EWR unterzeichnen Stromkonzessionsvertrag im Rathaus
Partnerschaft für weitere 20 Jahre – Ausbau des Glasfasernetzes
Eine langjährige Partnerschaft wird weitere 20 Jahre fortgesetzt. Für die Gemeinde Biblis unterzeichneten die Beigeordnete Bärbel Daunke und Bürgermeister Felix Kusicka den Stromkonzessionsvertrag, für EWR Vorstandsmitglied Helmut Antz. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Eine europaweite Ausschreibung hatte es gegeben, fünf Jahre lief das Vergabeverfahren. Eine Kommission aus Vertretern der Kommune, der Verwaltung und externen Beratern hatte die Verhandlungen geführt. Am 2. Juli beschlossen die Gemeindevertreter in öffentlicher Sitzung die Vergabe der Stromkonzession für 20 Jahre an den Wormser Energieversorger EWR. Am Dienstagvormittag setzten die Vertragspartner im Sitzungszimmer des Rathauses ihre Unterschrift unter den neuen Konzessionsvertrag. „Es waren langwierige Verhandlungen in einer schwierigen Materie“, sagte Bürgermeister Felix Kusicka, „aber es waren faire Verhandlungsgespräche“. Die Entscheidung der Gemeindevertreter war äußerst knapp ausgefallen, wie Kusicka berichtete. In der Punktebewertung hatte EWR gegenüber dem einzigen Mitbewerber, die HSE aus Darmstadt, nur einen geringen Vorsprung. Ausschlaggebend war für die Gemeinde Biblis am Ende die Option für zwei Sonderkündigungszeitpunkte nach 10 und 15 Jahren. EWR. Die langjährige Partnerschaft wird zur Freude beider Seiten fortgesetzt.
„Die Gemeinde Biblis freut sich nun auf die weitere Zusammenarbeit mit EWR“, teilte Bürgermeister Kusicka mit. Mit der Vergabe der Konzession erteilt die Gemeinde Biblis das Recht, Anlagen zur Energieversorgung in der Gemeinde zu verlegen und zu betreiben. Dieser Wegenutzungsvertrag nach dem Energiewirtschaftsgesetz läuft ab 1. Januar 2014. EWR-Vorstandsmitglied Helmut Antz erklärte: „Die Entscheidung ist ein großer Vertrauenszuspruch, den wir mit gewohnter Zuverlässigkeit bekräftigen werden“. Wie EWR mitteilte, stehe schon fest, dass in den nächsten Wochen mit dem Ausbau eines Glasfasernetzes zur Steuerung des Stromnetzes begonnen wird, die Planungen seien weitestgehend abgeschlossen. Das Glasfasernetz ermögliche zudem leistungsfähige Internetdienste und DSL-Produkte. Mit der Inbetriebnahme rechnet Bürgermeister Kusicka im Jahr 2015. EWR sieht sich vor allem durch neue Techniken für den Zubau von erneuerbaren Energien und vielen dezentralen Einspeisern vor „deutliche Investitionsherausforderungen“ gestellt. Auch mit Groß-Rohrheim hat EWR einen Stromkonzessionsvertrag abgeschlossen.