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  • Di., 08. September 2015, 11:45 Uhr
    Festgottesdienst in St. Josef und viele Gratulanten

    Pfarrer Bardo Stumpf feiert Goldenes Priesterjubiläum

    Nach dem Festgottesdienst der feierliche Auszug. Jubilar Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Bardo Stumpf (hinten) hatte die Eucharistiefeier zelebriert. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Bardo Stumpf ist gebürtiger Bobstädter und in der damals noch selbständigen Gemeinde aufgewachsen, in der Pfarrgemeinde hatte er sich schon früh engagiert. Erst mit 19 Jahren, nach seinem Abitur in Viernheim, verließ er seine Heimatgemeinde, um in Mainz und später in Würzburg Theologie zu studieren. Nach seiner Priesterweihe am 25. Juli 1965 trat er seine erste Kaplanstelle in Bobstadt an und hielt am 8. August vor 50 Jahren seine Primiz in der damals gerade erst vor zwei Jahren neu erbauten St. Josef-Kirche. Diese erste Heilige Messe nach seiner Priesterweihe in Mainz haben die älteren Bobstädter noch gut in Erinnerung. Seine familiären Wurzeln sind in Bobstadt lebendig, zur weit verzweigten Verwandtschaft gehört auch Stadtverordnetenvorsteher und Cousin Ewald Stumpf, der wie Bürgermeisterin Barbara Schader beim Festgottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche St. Josef zu den Ehrengästen gehörte. In der Predigt, die Monsignore Professor Dr. Alfred Mertens aus Mainz hielt, ging es um die Bedeutung des Priestertums. Jesus habe nicht Wunderheiler, Zauberer oder Magier sein wollen, betonte Mertens – Jesus wollte bekannt werden, als der, der von Gott gesandt wurde. Die großen Wunder geschehen weiter, erklärte Mertens der Festgemeinde, Gott wolle, dass sich die Fülle des Lebens entfaltet, die das Wirken Gottes bezeugen. „Was hat es mit dem Priestertum in unserer Kirche auf sich?“ In Beantwortung dieser Frage stellte Mertens die wichtigste Aufgabe in den Mittelpunkt: „Das Wort Gottes zu verkünden, dass die Bibel auch in unserer Wirklichkeit lebendig ist“. Wenn Gott spreche, sich an die Menschen wende, geschehe etwas ganz Besonderes: „Diese Worte bewirken etwa, sie tun etwas“, sagte Mertens der Festgemeinde und nannte weitere wichtige Aufgaben des Priesters wie die Eucharistiefeier. Diese Feier bedeute, dass wir auch mit unserem Leben und Sterben in die Wirklichkeit Gottes eingeschlossen sind“.

    Beim Sektempfang unter freiem Himmel kam die Festgemeinde mit Pfarrer Bardo Stumpf ins Gespräch. Zuvor hatte er schon viele Hände geschüttelt. Foto: Hannelore Nowacki


    Wichtig sei auch das Bußsakrament zu feiern. „Ich bin Priester, um euch die Freude zu bringen“. Diesen Satz zitierte Mertens aus einem Stück eines französischen Schriftstellers. Gemeinsam mit Monsignore Mertens, Pfarrer Adam Malczyk und einem polnischen Amtskollegen zelebrierten die Geistlichen die Eucharistiefeier. Nach der Kommunion gratulierte Rudi Pumm, der stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates ist, dem Jubilar in seiner Ansprache auch im Namen des Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats, Lucas Montag. Pumm betonte, dass Pfarrer Stumpf den Kontakt zu seiner Heimatgemeinde nicht abreißen ließ und nach seiner Pensionierung öfter in Vertretung Gottesdienste hielt. Der Festgemeinde teilte er mit, dass der Verwaltungsrat zu Ehren von Pfarrer Stumpf nach dem Gottesdienst auf dem Kirchenvorplatz einen Sektempfang ausrichten werde, wobei Gelegenheit sei, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. Ewald Stumpf überbrachte in seiner Ansprache die Grüße und Glückwünsche von Stadtverordneten  und Bürgermeisterin und  gab einen kurzen Rückblick bis in die Kindheitszeit des Jubilars in Bobstadt. „Der heutige Tag ist ein Freudentag für Bobstadt“, sagte Ortsvorsteher Hans-Georg Gött und gratulierte Pfarrer Stumpf persönlich und im Namen der Bobstädter. Im Rückblick auf die Zeit vor 50 Jahren erinnerte Gött an die großen Veränderungen, so sei die Liturgiesprache nicht mehr ausschließlich Latein gewesen. Fünf Päpste habe Pfarrer Stumpf in der Zeit seines Wirkens erlebt. Zum Abschluss dankte Pfarrer Stumpf dem Kirchenchor unter der Leitung von Herbert Ritzert, der Organistin Anja Stumpf sowie allen, die am Festgottesdienst mitgewirkt hatten. Zahlreiche Gottesdienstbesucher gratulierten Pfarrer Stumpf anschließend persönlich. Nach seiner Kaplanstelle in Bobstadt wurde Bardo Stumpf  in die Pfarrei St. Amandus in Worms-Neuhausen berufen, wo er als Pfarrer 40 Jahre wirkte, dann kam als zweite Pfarrei St. Laurentius in Worms-Leiselheim hinzu, die er 27 Jahre betreute, eine Filialgemeinde folgte.   Am 13. September wird er sein Goldenes Priesterjubiläum im Rahmen eines Festgottesdienstes in Worms feiern. Hannelore Nowacki

     

     

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