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  • Di., 01. Oktober 2019, 12:07 Uhr
    Beschlussfassung über Campus in Stadtverordnetenversammlung am 24. Oktober

    Pläne für Bildungs- und Sportcampus vorgestellt

    Die Zielplanung im Entwurf (Abbildung aus der Präsentation) zeigt unten rechts die Freilufthalle, am oberen Bildrand ist das Bildungszentrum mit Turm zu erkennen. Foto: oh


    BÜRSTADT – Für den Bildungs- und Sportcampus liegen die Details der Planungen vor, die der Stadtverordnetenversammlung Ende September von den beteiligten Fachfirmen vorgestellt wurden, bestehend aus Objektplanung, Planung der Freianlagen und Energiekonzept. Bei dieser Präsentation ging es zunächst um Information über das Konzept und darum, Fragen der Parlamentarier zu klären. Erst in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24. Oktober soll ein Grundsatzbeschluss gefasst werden. Der Abschlussbericht über ein „integriertes Energie- und Nachhaltigkeitskonzept“ im Zusammenhang mit der Planung des Bildungs- und Sportcampus und des neuen langgestreckten zentralen Gebäudes mit Turm und überdachten kleinen Tribünenplätzen wurde bereits in der Stadtverordnetenversammlung am 18. September als Grundsatzbeschluss einstimmig beschlossen, nachdem sich bereits der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung für eine zentrale Energieversorgung mit Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei der weiteren Planung ausgesprochen hatte. Nachdem Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf die öffentliche Sitzung mit diesem einen Tagesordnungspunkt zum Stand der Planung eröffnet hatte, sahen die Stadtverordneten und Zuschauer in der Sitzordnung wie im Kino auf der Großleinwand im Bürgerhaussaal eine Präsentation mit Zeichnungen, wie die Anlage aussehen soll und ein umfassendes Zahlenwerk zu den Kosten und Förderbeträgen. Ein Fünf-Säulen-Konzept wurde vorgestellt, entwickelt seit 2015 in einem offenen, mehrstufigen Beteiligungsverfahren: Sport und Gesundheit, Jugendförderung, generationenübergreifende Bewegung und Begegnung, schulische Betreuung und außerschulische Bildungsangebote. Langfristiges Ziel ist demnach die Stärkung der dort ansässigen Vereine in Verbindung mit Gesundheitsförderung. Dieses neuartige Freizeitzentrum mit Flächen zur Nutzung für alle Bürger wird unter anderem eine Freiluftspielhalle und eine bis zu 900 Meter lange Laufbahn erhalten, die das Gelände verbindet und neue Laufformen ermöglichen soll. Intelligente Leuchten auf den Wegen, ausgestattet mit Sensoren, schalten sich automatisch ab, wenn keine Bewegung stattfindet. Allerdings – je smarter die Leuchte desto teurer. Das neue eingeschossige Bildungszentrum wird barrierefrei aus Holz mit Lehmdämmung gebaut und wirke als Orientierungspunkt mit Übersicht über das Campus-Areal. Auf zwei umweltverträglichen Kunstrasenplätzen von 6.900 und 5.500 Quadratmetern soll ganzjähriger Trainings- und Spielbetrieb möglich sein, anders als bei herkömmlichen Winterrasenplätzen. Diese müssen sich regenerieren können und verbrauchen mehr Flächen, machte Landschaftsplaner Dirk Schelhorn nach Einwänden und Fragen deutlich. Naturrasen brauche mehr Wasser und Dünger, beides sei nachteilig. Für beide Plätze gebe es ein neues Flutlichtkonzept. Auch Parkplätze werden geschaffen, wenngleich die Präferenz beim gesunden Fahrradfahren liegt. Auf Mehrfunktionalität legen die Planer Wert. Die Pflegekosten für den Campus setzt Schelhorn mit 134.000 Euro maximal an, abzüglich der Kosten durch die Beteiligung der Vereine. Bei der Vorstellung des Energiekonzepts erläuterte der Redner aus München, dass bei zentraler Lösung deutlich mehr Fördermittel zu erwarten seien. Bis zum 31. Oktober 2019 können Förderanträge gestellt werden. Eine Zeitverzögerung von sechs bis acht Monaten sei durch die Förderanträge für das Energiekonzept zu erwarten. In der aktuellen Zeitschiene liegen Ausschreibung und Vergabe im Sommer 2020, die Bauphase im vierten Quartal 2020 bis zweites Quartal 2022. Bei Umsetzung des Energiekonzepts kommt es zu einer Verzögerung bis Ende 2022. Die Kostenprognose für das Gesamtprojekt (Stand September 2019) wird mit 14,77 Millionen Euro netto angegeben. Die aktuelle Finanzierungslücke liegt bei einem Projektbudget von 10,6 Millionen Euro netto (12,61 Mio. Euro brutto) bei 3,21 Millionen Euro brutto – bei einem Projektbudget von 14,77 Millionen Euro netto (17,57 Mio. Euro brutto) bei 8,17 Millionen Euro brutto. Hannelore Nowacki

     

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