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  • Do., 27. September 2018, 16:37 Uhr
    CDU/FDP-Koalition in der Stadtverordnetenversammlung Bürstadt zieht positive Halbzeitbilanz 

    „Politik nah am Bürger”

    Jürgen Eberle (CDU) und Burkhard Vetter (FDP, v.l.) präsentierten am Donnerstag im Waldklassenzimmer die Halbzeitbilanz der Bürstädter CDU/-FDP-Koalition – an einem der zahlreichen gelungenen Projekte der vergangenen Jahre in Bürstadt. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – „Bürstadt hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und ist auf einem gute Weg, besonders in den Bereichen Modernisierung, Bevölkerungsentwicklung und Schuldenabbau, aber auch in der Wohnraumentwicklung” – dies ist das positive Fazit von Jürgen Eberle (CDU) und Burkhard Vetter (FDP) bezüglich der Halbzeitbilanz der CDU-/FDP-Koalition in der Bürstädter Stadtverordnetenversammlung.

    Der Ort der Präsentation der bisherigen Bilanz war passend gewählt: Bei Sonnenschein informierten Jürgen Eberle und Burkhard Vetter im Waldklassenzimmer über das bisher Erreichte, einem Ort, der dank eines Antrages der beiden Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung geschaffen wurde und Schülern einen besonderen Lernraum in der Natur bieten soll.

    Einen Schwerpunkt richten beide Parteien in ihrer Zusammenarbeit auf das Wohnen in Bürstadt. So soll im Zuge der Umsetzung des Bebauungskonzeptes „Langgewann” in Bobstadt das Konzept weiter verfolgt werden, welches kleiner Grundstücke mit einer zweistöckigen Bebauung vorsieht, um speziell für junge Familien Wohnraum zu bieten. „Wir wollen daher kleinere Grundstücksflächen und keine dreigeschossige Bebauung mit Tiefgaragen. Hier werden bewusst Grünflächen mit Hecken und Sträuchern eingeplant, um Insekten und kleinen Tieren einen Lebensraum zu bieten”, so die Fraktionsvorsitzenden der Koalitionsparteien. Gleichzeitig betonten sie den hohen Bedarf an Wohnungen in Bürstadt, verbunden mit dem Hinweis, dass künftig der Fokus auf der Innenstadtentwicklung liegen wird. „Auf absehbare Zeit wird es von städtischer Seite nicht möglich sein, neue Baugebiete zu entwickeln. Was jetzt umgesetzt wird, etwa in der Langgewann oder im Sonneneck, liegt bereits lange in der Schublade.”

    Bürger aktiv beteiligen

    Mit Blick auf eine saubere Stadt und die Sicherheit in Bürstadt hoben Jürgen Eberle und Burkhard Vetter das neue Beschwerdemanagement der Stadtverwaltung hervor, das jüngst bei der GABO vorgestellt wurde. „Mängel können direkt an die Stadtverwaltung weitergegeben werden, die dann zeitnah behoben werden, etwa Schäden an Bordsteinen oder Umweltverschmutzungen.” Zudem sei in diesem Bereich das E-Governement wichtig, um die Bürger noch besser beteiligen zu können. „Wir wollen den Bürgerdialog und nehmen gerne die Sorgen, Wünsche und Anregungen der Bürger aus. Unser Ziel ist es, diese, sofern sinnvoll, umzusetzen. Daher suchen wir den direkten Kontakt mit den Menschen, ob bei der Ansprech-Bar auf dem Wochenmarkt oder mitten im Ort, wo wir immer ansprechbar sind. Denn wir wollen keinen Tunnelblick sondern wünschen uns Anregungen von außen, ganz gemäß einer Politik nah an den Bürgern.” Eine positive Anregung aus der Bevölkerung, die mittlerweile erfolgreich umgesetzt wurde, sei beispielsweise die Buslinie zu den Ärzten nach Lampertheim. Gleichzeitig wünschen sich beide, dass sich alle, die etwas bewegen möchten, aktiv einbringen – besonders mit Blick auf alle, die sich nur beschweren und meckern laden sie dazu ein, sich politisch zu engagieren und Bürstadt gemeinsam voranzubringen.

    Vereine stärken

    Als gute Idee bezeichnen beide Fraktionen, dass ein Gremium geschaffen werden soll, um Feste in Bürstadt künftig unter einem Dach unter Mitwirkung vieler Beteiligter besser organisieren zu können. Die Stadt könne beispielsweise durch Straßensperrungen und Beschilderungen zum Erfolg beitragen, die Vereine sich gegenseitig durch Helfer unterstützen. „Die Vereine sollen sich hier einklinken können, um gemeinsam Fest zu stemmen. Dazu ist es wichtig, ein Dach zu gründen, unter dem Vereine von der gemeinsamen Zusammenarbeit profitieren und sich beteiligen können. Die Anstrengungen für ein solches Gremium laufen, auch für städtische Feste wie den Frühjahrsmarkt, um in diesem Bereich zukunftsfähig zu bleiben.”

    Positive Zukunft

    Neben der Bilanz richteten die beiden Kommunalpolitiker den Fokus auch auf die Zukunft: Gemeinsam möchten beide Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung die Zukunft Bürstadts positiv gestalten. Hierzu gehöre ein attraktives Angebot in der Kinderbetreuung, wie es für den Bereich Sonneneck mit der Kita Zwergenwald geschaffen worden sei. „Auf dem künftigen Sport- und Bildungscampus möchten wir einen Bewegungskindergarten installieren, denn Bürstadt wächst weiter. Wir wollen den Menschen sagen, dass sie bei uns willkommen sind und gleichzeitig das Ehrenamt in Vereinen, Feuerwehr und DRK unterstützen. Daher wäre ein Punktesystem für junge Familien denkbar, wenn es um die Vergabe von Bauplätzen geht”, so Jürgen Eberle und Burkhard Vetter.

    Mit Blick auf die gesundheitliche Versorgung streben CDU und FDP ein Fachärztezentrum an, da in diesem Bereich eine Unterversorgung in Bürstadt herrsche. „Dies ist ein wichtiger Standortfaktor, den wir gezielt verfolgen.”

    Und auch die Stadtentwicklung ist für beide Fraktionen von enormer Bedeutung. Hier soll ein mittel- und langfristiges Konzept entwickelt werden. „Es ist wichtig, einen Plan zu erstellen, was wir mit welchen Gebäuden machen wollen. Ein reiner sozialer Wohnungsbau ist in unseren Augen nicht sinnvoll und wir wollen auch nicht jeden Leerstand in Wohnungen umfunktionieren. Vielmehr muss es unser Ziel sein, Geschäfte in der Innenstadt zu halten und dort anzusiedeln, auch wenn dies schwer ist. Es darf kein Vorkaufsrecht um jeden Preis geben. Stattdessen wollen wir einen gesunden Mix und den freien Markt weiter fördern.”

    Im Bereich des Gewerbegebietes werden in naher Zukunft LKW-Parkplätze mit sanitären Einrichtungen entstehen, und auch an kleinere Betriebe wurde bereits gedacht: „Wir schaffen ein Gewerbegebiet für kleinere Unternehmen mit Grundstücksgrößen ab 1.000 Quadratmetern. Hier gibt es eine riesige Nachfrage”, sind sich Burkhard Vetter und Jürgen Eberle sicher. Im Bahnhofsumfeld sollen zudem junge, moderne Wohnungen entstehen, mit vielen kleinen Wohneinheiten.

    „Generell arbeiten wir sehr gut zusammen und gehen bei den Grundgedanken in die gleiche Richtung. Unsere Arbeit basiert auf einer fairen inhaltlichen Auseinandersetzung, bei der es sicher einmal kleine Meinungsunterschiede gibt, aber im Grunde sind wir uns meistens einig und wollen weiterhin positiv für Bürstadt wirken”, so Jürgen Eberle und Burkhard Vetter abschließend. Benjamin Kloos

     

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