Fr., 18. Oktober 2019, 10:15 Uhr
Nächste Schritte in Richtung einer angemessenen Kulturstätte für die Kernstadt
„Pragmatische Lösung für alle Seiten“
LAMPERTHEIM - SPD und FDP beantragen für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gemeinsam nächste Schritte in Richtung einer angemessenen Kulturstätte für die Kernstadt einzuleiten. Daher beantragt die sozialliberale Koalition einen Architektenwettbewerb zur Erstellung einer detaillierten Planung und Konzeption für die Zehntscheune. „Die Zehntscheune muss saniert werden, damit der Saal für kulturtreibende Vereine besser nutzbar ist. In die Überlegung hinein gehört auch die Beteiligung des Jugendbeirates, der eine gute Unterbringung verdient“, so die Koalition. Gleichzeitig ersetze die Zehntscheune keine Kulturhalle. Hierbei setzt der zweite Vorschlag der Koalition an. Sie möchten, dass sich die Stadt beim Kreis dafür einsetzt, dass, um die „Hängepartie“ für die Vereine kurz zu halten, auf dem Campus frühestmöglich mit dem Bau einer großen Sporthalle begonnen werden soll. Die Stadt auf eine mögliche Fläche für einen Neubau der Kulturhalle verzichten, damit der Kreis eine ausreichend große Sporthalle auf dem Campus errichten kann. Denkbar wäre hier laut Kreisangaben eine Sechsfeldsporthalle. Die Pfeiffer-Halle soll dann von der Sportnutzung befreit werden und zur reinen Kulturstätte umgebaut werden. Damit keine Zeit verloren geht, wollen Sozial- und Freidemokraten umgehend nach verbindlicher Aussage des Kreises, ob die Sportnutzung aus der Hans-Pfeiffer-Halle genommen werden kann, auch für dieses Bauwerk einen Architektenwettbewerb starten. Kernstücke sind dort die Herstellung von Barrierefreiheit und die Umgestaltung des Innenraums zum großen Kultursaal. Sollte die Halle in Mischnutzung bleiben, könne ein Anbau Abhilfe schaffen.
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Sicher wäre ein Neubau ein schönes Projekt mit viel Charme gewesen. Allerdings ist er nach Aussagen des Landrates nicht seriös finanzierbar, da es sich hier nicht um ein finanziell paritätisch geteiltes Projekt mit dem Kreis handelt, sondern ein für die Stadt mit einem zweistelligem Millionenbetrag zu tragendes Projekt auf dem Gelände des Kreises. „Pragmatisch betrachtet, gewinnen mit der nun vorgeschlagenen Lösung alle: Die Vereine, die zügig eine neue Halle auf dem Campus erhalten. Die Schulen, die mit einer großen Sporthalle ihren Bedarf ohne den Gang in die Pfeiffer-Halle decken könnten. Die Stadt mit einem großen Schulbauprojekt. Die Kultur, da sie einen festen und angemessenen Platz erhält, daher sollten wir diese Möglichkeit nun beherzt nutzen. Die uns vorliegenden Informationen rechtfertigen diese Grundsatzentscheidung, wenngleich die dezidierte Stellungnahme des Kreises, wie es zu dieser Situation kommen konnte, mit Spannung zu erwarten sein wird“, erklärt die rot-Gelbe Koalition. Beide Maßnahmen, Zehntscheune und Hans-Pfeiffer-Halle seien, so die Koalitionäre, über das Förderprogramm Stadtumbau mit zwei Dritteln der Investitionssumme förderfähig. „Das ermöglicht die Umsetzung für die Stadt“, so SPD und FDP abschließend. zg