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Do., 13. April 2017, 09:03 Uhr
Am nächsten Freitag hebt sich der Vorhang zur Premiere/ Seniorenvorstellung am Donnerstag
Proben für das neue Stück der Sainäwwel liegen in den letzten Zügen

Auf der Bühne ist viel los: Turbulent und verwirrend ist das neue Stück, das die Sainäwwel mit einer großen Portion Humor präsentieren. Foto: Eva WiegandRIEDRODE - Bald ist es soweit, dann öffnet sich der Vorhang im Riedroder Bürgerhaus für das aktuelle Stück der Sainäwwel. Mit der englischen Komödie "Hodel ginsdisch häzugewwe" (im Original „The Hotbed Hotel“ von Michael Parker) haben sich die diesmal zu elft auf der Bühne stehenden Laiendarsteller eine ganz besondere Herausforderung gestellt. Das marode Hotel in der "Bruchweed" soll möglichst gewinnbringend verkauft werden, aber wie stellt man das an, wenn die Gäste ausbleiben? Jedenfalls geben sieben, in das Bühnenbild integrierte Türen Einblick in die einzelnen Zimmer. Diese werden, um für die Kaufinteressenten ein lukratives Geschäft zu simulieren - alle von Familie und Freunden mit Leben gefüllt. „Das ist manchmal sehr verwirrend, aber selbsterklärend“, meinte Gabi Schäfer-Bauer. Umso wichtiger ist es, dass der Text sitzt und die Darsteller durch die richtigen Türen gehen. Obendrein nicht zu vergessen die vergebenen Doppelrollen, die das Verwirrspiel gleich nochmal um Längen komplizierter macht. Deshalb wird gerade intensiv geprobt. Los ging es bereits im November mit den Lesungen, seit Januar proben die Sainäwwel im Bürgerhaus Riedrode.
Um auch noch die letzten Feinheiten auszuarbeiten, zeichnen die Sainäwwel das Stück regelmäßig kurz vor der Aufführung auf Video auf - so auch am vergangenen Montag. „Da kann man sich selbst sehen und noch etwas verändern. Sonst verlässt man sich ja immer auf die Aussagen der anderen“, meinte Mitspieler Thomas Hayer, der schon öfter in diverse Rollen bei den Sainäwweln geschlüpft ist und für die Proben aus Mainz anreist. Aber auch alle anderen Darsteller, alte und aufgewärmte Hasen sowie Neuzugang Mario Schwedes, sind mit Herzblut dabei. "Einfach klasse", findet Gabi Schäfer-Bauer, das Stück, die es vor einiger Zeit im Bayrischen Rundfunk gesehen und für das perfekte Sainäwwwel-Stück gehalten hat, übrigens ebenso wie die restliche Mannschaft, die von der Idee begeistert war. Regie führt Roswitha Gebhardt. "Das läuft wirklich sehr, sehr gut. Vorher hatten wir immer nur jemanden, der auch mitgespielt hat", erklärte Schäfer-Bauer. Die neue Regisseurin könne sich so voll und ganz auf das Stück konzentrieren: "Sie sieht sofort, was man anders machen sollte". Für das türenreiche Bühnenbild zeichnet sich auch in diesem Jahr Matthias Brenner verantwortlich. Er baut seit 21 Jahren den passenden Hintergrund für die Theaterstücke der Sainäwwel und hat auch in diesem Jahr ganze Arbeit geleistet. Eva Wiegand