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  • Do., 04. Mai 2017, 16:16 Uhr
    Schandfleck wird freundliches Entree – Problemfall Treppe

    Projekt Bahnhof und Umgebung soll bis 2020 fertig sein



    Bürgermeisterin Barbara Schader hatte mit Erstem Stadtrat Walter Wiedemann zu einem Treffen vor Ort, vor der Problemtreppe am Bahnhof Bürstadt eingeladen. CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister (links) und Christian Wühl, Leiter der Planungsabteilung beim VRN (Mitte), sahen diese Misere nicht zum ersten Mal. Foto: Hannelore NowackiBÜRSTADT – Hässlicher und abstoßender geht es kaum noch – der Bürstädter Bahnhof mit seinen Treppenzugängen und Bahnanlagen präsentiert sich seit Jahren in Verfall und Verwahrlosung. Das soll sich bekanntlich ändern. Nach zähen und schwierigen Verhandlungen ziehen alle Beteiligten offenbar weitgehend an einem Strang, wie Bürgermeisterin Barbara Schader beim gemeinsamen Vororttermin mit dem Ersten Stadtrat Walter Wiedemann und dem Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister (CDU) mit  Christian Wühl, Abteilungsleiter Planung beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), am Mittwochnachmittag zu verstehen gab. Nur für die große Treppe zum Bahnhofsvorplatz als zukünftig repräsentatives Entree in die Stadt sei die Sanierung oder Neugestaltung finanziell noch nicht gesichert. Bürgermeisterin Finanzierung erklärte die Problematik mit den Eigentumsverhältnissen – das Gelände gehöre der Bahn, Wünsche der Stadt Bürstadt könnten nicht einfach umgesetzt werden. Die Klinkersteine zerbröseln, manche sind gänzlich herausgebrochen, die Stufen erfordern erhöhte Vorsicht, dennoch erklärte die Deutsche Bahn diese Treppenzugänge für verkehrssicher. Schader erläuterte, warum die Treppe „ein ganz großes Ringen bedeute: „Dieses Relikt aus vergangener Zeit kann nicht stehenbleiben, wenn wir alles neu gestalten und zukunftsfähig aufstellen, die Stadt Bürstadt ist bereit einen Anteil zu zahlen, kann die Treppe jedoch nicht allein finanzieren - sie gehört uns nicht einmal“. Die Treppe ist im Eigentum der Bahngesellschaft „Station und Service“. Planer Wühl machte wenig Hoffnung: Durch ein Gutachten der zuständigen Bahngesellschaft solle die Verankerung der Klinkerwand im Betonbauwerk  geprüft werden. Die Grundstruktur solle erhalten bleiben und eine neue Klinkerauflage aufgebracht werden. Bei den bisherigen Verhandlungen sei der Bundestagsabgeordnete Meister stets unterstützend zur Stelle gewesen, hob Schader dankend hervor, eine Wirkung, auf die sie auch zukünftig setzt - Meister könne „uns Türen öffnen“. In Bezug auf die zu erreichende Barrierefreiheit sprach Meister von einem ganz „speziellen Bahnhof“, denn als Kreuzungsbahnhof mit zwei Kreuzungsebenen habe es auch ein Problem mit dem Übergang von der Nibelungenbahn zur Riedbahnstrecke gegeben. In Verhandlungen sei mit der Schaffung eines Fußgängerübergangs zur Höhenüberbrückung eine Lösung wie in Lorsch erreicht worden – alternativ wären drei Aufzüge wären nötig gewesen. Meister bezeichnete diese Lösung als „gewaltigen Erfolg“. Auch Wühl sei immer dabei gewesen, betonte Bürgermeisterin Schader. Der Förderantrag sei von Hessen mobil bereits genehmigt worden. Da es zwei Bauabschnitte mit unterschiedlichen Fristen gebe, gebe es nun genehmigte zwei Förderanträge, um 2018 mit dem Bauen beginnen zu können. Die von Hessen mobil geförderte „Kreuzungsvereinbarung“ müsse noch vom Parlament abgesegnet werden, erklärte Schader. Für den Lärmschutz an den Bestandsstrecken wollen sich Schader und Meister stark machen, dieser „notwendige Lärmschutz“ müsse jetzt herbeigeführt werden, sagte Meister mit Blick auf die Sitzung des Beteiligungsforums der Deutschen Bahn AG am Donnerstag. Mehr als schade findet Meister die Terminverschiebungen beim S-Bahn-Ausbau. Eine Erklärung nannte Wühl, der von einem „hochkomplexen System“ mit europaweiten Ausschreibungen, vielen Akteuren in der Region sprach und vielen leeren Kassen sprach. Mit seiner Aussage „2020 wird die S-Bahn zwischen Groß-Rohrheim und Mannheim in Betrieb gehen“ zeigten sich auch Schader und Meister einig. Weitere gute Nachrichten gibt es bereits, Reisende und Pendler werden die teilweise Neugestaltung an der Riedbahnstrecke am oberen Gleis 2 Richtung Frankfurt schon bemerkt haben, in den kommenden Sommerferien wird der Bahnsteig der Gegenseite erneuert. Im Zuge des S-Bahn-Ausbaus wird die Deutsche Bahn zwei Aufzüge für den barrierefreien Zugang zu den oberen Bahnsteigen schaffen. Die erste Baumaßnahme der Stadt Bürstadt wird 2018 mit der Umgestaltung der P+R-Parkplätze starten. Geplant sind barrierefreie Bushaltestellen und die Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes mit öffentlicher Toilettenanlage in Zusammenarbeit mit dem privaten Eigentümer über das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“. Schader teilte mit, dass die Stadt die Außenflächen dem Eigentümer bereits abgekauft habe. Hannelore Nowacki

    Nicht schön, nicht zeitgemäß und sehr heruntergekommen ist die zentrale Treppe am Bahnhof. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

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