So., 16. Februar 2020, 16:34 Uhr
Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein zu Besuch beim Karlsruher Institute of Technology
Projekt „Entschlammung Lampertheimer Altrhein“ wird vorangetrieben
LAMPERTHEIM – Die ALA (Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein) , bestehend aus dem Wirtschafts- und Verkehrsverein e.V. und dem Fährverein Nibelungenland e.V. treibt das Projekt „Entschlammung Lampertheimer Altrhein“ weiter vor.
So waren die Protagonisten Otto Edinger und Werner Reuters zu Besuch am KIT (Karlsruher Institute of Technology). Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz- Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ihr Besuch galt innerhalb des KIT dem Institut für Wasser und Gewässerentwicklung. Als Gesprächspartner stand Dr. Seidel, Abteilungsleiter Abteilung I (Wasserbau und Gewässerentwicklung), und Leiter des Theodor-Rehbock-Wasserbaulaboratoriums zur Verfüung. Schwerpunkte der Forschungsarbeit am Wasserbauinstitut ist u.a. neben dem wasserbauliches Versuchswesen die Planung und Ausführung von Bauwerken im Bereich des Wasserbaus, der Wasserwirtschaft sowie der Strömungsmechanik
Die beiden Lampertheimer konnten Dr. Seidel die Altrheinproblematik vorstellen und die Vorstellungen zur Umsetzung der Entschlammung diskutieren. Aus dieser Diskussion heraus ergaben sich zwei Vorschläge, die hier in Lampertheim bei der Entschlammungsproblematik weiterhelfen können.
Da wäre zum einen ein Experte für Wasserbau. Dieser gilt als Profi für alle Fragen des konstruktiven Wasserbaus, unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Aspekte, insbesondere Hochwasserschutz, Revitalisierung von Flüssen, Wasserkraftnutzung, Binnenschifffahrt, Schiffsschleusen etc. tätig. Er hat Otto Edinger und Werner Reuters schon signalisiert, daß er bereit wäre, die Lampertheimer Politik und Verwaltung im Planungsverlauf zu unterstützen.
Weiterhin konnte das KIT, Dr. Seidel, ein Ingenieur-Team aus Karlsruhe benennen, derene Kompetenzen im Bereich der klassischen Ingenieurvermessung, dem Spezialgebiet der Hydrographie (Gewässervermessung), sowie der Vermessung / Mapping mittels UAV System (unmanned aerial vehicle = Drohnenvermessung) liegen. Mit einem solchen Verfahren kann die Struktur der Gewässersohle des Altrheins ermittelt und anhand von Tiefenlinienplänen, Differenzmodellen, 3D-Ansichten und Profilzeichnungen dargestellt werden. Als Resultat gäbe es eine flächendeckende, hochauflösende 3-dimensionale Darstellung mit Viewer, Volumenberechnung, Bestandspläne und Profildarstellungen der Sohlensituation. Mit diesem Verfahren lassen sich auch Hochrechnungen auf die künftige Entschlammungsproblematik durchführen. Die ALA wird mit der Firma Kontakt aufnehmen und auch hier ein erstes Gespräche führen. „Über die Ergebnisse aus den Gesprächen werden wir die städtischen Ausschüsse, alle Fraktionen im Stadtparlament, sowie Verwaltung informieren“ so ALA-Sprecher Otto Edinger.
Wie der weitere Sprecher der ALA, Werner Reuters, mitteilte konnte ein Termin mit dem neuen Leiter der Abt. Wasserstraßen und Schifffahrt im BMVI, Min.Dir. Dr. Salomon für den 24.03.2020 vereinbart werden. Ziel ist es, Dr. Salomon für die Situation hier am Altrhein zu sensibilisieren. Dr. Salomon ist der Nachfolger von Herrn Klingen in dieser Position. Gleichzeitig will die ALA versuchen, am gleichen Tag mit dem Leiter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, Herrn Prof. Dr. Witte, ebenfalls ein Gespräch zu führen. Dieser Termin ist aber zur Zeit noch offen. Ziel ist es ebenfalls, Prof. Dr. Witte für die Situation hier am Altrhein zu sensibilisieren und evtl. eine schnellere Bearbeitung durch die Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (GDWS), Mainz bzw. dem WSA-Oberrhein (Mannheim) zu erreichen.
Weiterhin teilten die ALA-Sprecher mit, daß die ALA in den letzten Wochen sehr viel positiven Zuspruch erhalten hat. So hat die ALA aus Berlin und Wiesbaden weitere Zusagen zur Unterstützung sowohl mündlich auch als schriftlich erhalten. „Darüber haben wir uns sehr gefreut“, so ALA-Sprecher Werner Reuters „und sagen allen Unterstützern ganz herzlichen Dank“. „Wir werden unser Bestreben zum Erhalt des Lampertheimer Altrheins in Zusammenarbeit mit den städtischen Ausschüsse, den Fraktionen im Stadtparlament, sowie Verwaltung intensivieren und ausbauen“, ergänzt Otto Edinger. zg