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  • Sa., 27. Februar 2016, 14:29 Uhr
    Bürger für Groß-Rohrheim/Freie Wähler fordern Radweg entlang der L3111

    „Rad- und Fußverkehr wichtig für mehr Lebensqualität”

    Die Bürger für Groß-Rohrheim/Freie Wähler sind sich sicher: An der L3111 wäre ausreichend Platz für einen Fahrradweg. Foto: oh


    GROSS-ROHRHEIM/EINHAUSEN – Die Bürger für Groß-Rohrheim/Freie Wähler haben sich bei einem Ortstermin am Freitag vor Ort an der L3111 bei Jägersburg über die Verkehrssituation für Radfahrer informiert. Während die Bürgermeister von Bürstadt und Lorsch über Schlaglöcher auf dem Radweg zwischen beiden Städten klagen, ist zunächst festzustellen, dass es entlang der L3111 von Groß-Rohrheim nach Einhausen überhaupt keinen Radweg gibt und es deshalb für Radfahrer immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen kommt.

    Zunächst ist festzustellen, dass sich der  Radverkehr strukturell in den Freizeitverkehr und den Alltagsradverkehr aufteilt. Insbesondere in letzter Gruppe sind viele engagierte Radfahrer vertreten, dazu zählt sich auch Gerhard Henzel von den Bürgern für Groß-Rohrheim. Er führt aus: „Der ausgewiesene Weg durch den Wald ist für Ausflüge bei schönem Wetter zwar reizvoll, aber Berufspendlern nicht zumutbar. In der Dämmerung oder Dunkelheit ist der Weg mitten durch Wald und Flur einfach nicht benutzbar.“ Fachleute des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) sprechen dabei von fehlender sozialer Kontrolle, die jedoch einen offiziellen Radweg erst ausmacht.

    Zur Förderung des Radverkehrs und wachsenden Radverkehrsanteilen auf dem Land ist es notwendig, jene Menschen zu überzeugen, welche heute noch kein Fahrrad fahren bzw. dies nur in der Freizeit machen. Dazu ist es notwendig, sich mit den Gründen zu beschäftigen, wieso Menschen nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren. 13 Prozent  äußerten auf die Frage „Warum sie nicht mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel fahren“, dass sie es als zu gefährlich empfinden (Befragung des Fahrrad‐Monitor Deutschland 2013).

    Eine genauere Betrachtung, wieso das Fahrrad als zu gefährlich eingestuft wird, zeigt, dass insbesondere der starke Autoverkehr, zu wenige Radwege, schlechte Erkennbarkeit derselben bzw. mangelhafte Beleuchtung und eine nicht ausreichende Breite als Ursache genannt werden. Die Antwort „Zu viel Autoverkehr“ zeigt aber, dass große Bedenken und Ängste bestehen, die Fahrbahn mit dem Kfz-Verkehr teilen zu müssen.

    Deshalb fordern die Bürger für Groß-Rohrheim/Freie Wähler einen Radweg entlang der L3111 von Groß-Rohrheim nach  Einhausen. Einerseits geht es um Radfahrer die zur Arbeit fahren. Andererseits aber auch um den Freizeit-Radverkehr aus dem Ried an die Bergstraße oder auch von Odenwald und Bergstraße in das Naturschutzgebiet Hammerau in den Rheinauen.  zg

     

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