Mitglieder des MGV 1840 waren mit dem Drahtesel unterwegs
Radtour zur Sonnenstadt Bürstadt
Rund 40 MGV 1840-Mitglieder machten sich mit ihren Fahrrädern auf den Weg nach Bürstadt. Foto: oh
LAMPERTHEIM - Am 21. Mai traf sich eine Gruppe von 40 Radlern um die Sonnenstadt Bürstadt zu besuchen. Die Radgruppe traf sich um 13.15 Uhr vor dem Autohaus Rauch um zu starten. Bei herrlichen 22 Grad ging es gemütlich los.
Der erste Halt der Gruppe war an der Marienkapelle. Die Kapelle ist der katholischen Kirchengemeinde St. Michael zugehörig. Diese wurde 1959 unter dem damaligen Pfarrer Heinrich Stolz erbaut. Die Materialien wurden zum größten Teil gespendet. Viele Handwerksbetriebe beteiligten sich am Bau, somit konnte die Kapelle 1961 eingeweiht werden. Die heilige Maria konnte im Jahr 1935 mit Spendengeldern gekauft werden. Lange Zeit schmückte sie den Altarraum der Kirche St. Michael. Als bei Renovierungsarbeiten die Statur und fünf Tonplastiken zu Bruch gingen hat man in mühevoller Arbeit die Teile zusammengesucht und an der Wand der Kapelle angebracht. Im Jahr 2001 erhielt die Kapelle eine neue Glocke. Der zweite Halt befand sich in der Nähe des „Menhir“ von Bürstadt. Der Menhir wird im deutschen Sprachraum auch „Langer Stein“, „Hinkelstein“ oder „Sackstein“ genannt. Der Stein besteht aus rotem Sandstein, ist säulenförmig und fest im Erdreich verankert. Er stellt den Rest einer Anlage aus der Jungsteinzeit dar und ist Beweis dafür, dass das südhessische Ried vor etwa 5000 Jahren bereits besiedelt war. Leider konnte der „Sackstein“ nicht aus der Nähe betrachtet werden da es Tage zuvor geregnet hatte und der Weg aufgeweicht war. Der nächste Halt war die Rhein-Neckar-Pilze GmbH in Bürstadt. Der Betriebsleiter erläuterte der Gruppe in einer einstündigen Führung den Anbau der weißen und braunen Champignons vom Nährboden, über die Aussaat, Pflege und Ernte der Pilze. Der Zuchtbetrieb zählt zu den drei größten in Europa. Nach der Führung erwartete die „Strampler“ auf dem Betriebsparkplatz eine Überraschung. Zwei Vereinsmitglieder, Barbara Volk und Petra Hedderich, hatten einen Stand aufgebaut und überraschten mit Getränken und Kuchen zur Stärkung und Erfrischung. Das Angebot wurde erfreut angenommen, bevor der Weg zur alla Hopp! Anlage im Briebelpark von Bürstadt fortgesetzt wurde. Die Stadt Bürstadt und 18 weitere Kommunen wurde im Jahr 2014 von der Dietmar Hopp Stiftung auserwählt und erhielten eine Bewegungs- und Begegnungsanlage. Alle Generationen sollen sich in der frei zugänglichen Anlage kostenfrei nach Lust und Laune bewegen und fithalten können. Die Radfahrer konnten sich dort rund eine Stunde ausruhen oder die Bewegungs-Parcours ausprobieren. Für den Abschluss der Radtour waren im Landgasthof auf dem Boxheimer Hof Tische reserviert, an denen sich die Radler und einige hinzugekommenen Vereinsmitglieder ausruhen und stärken konnten. Peter Medert entdeckte in der Dekoration des Landgasthofes eine Gitarre und nutzte die Gelegenheit, mit uns, in Bürstadt, das Lampertheimer Spargellied zu singen. Und so endete ein interessanter Nachmittag bei dem die Radler einiges über den Nachbarort Bürstadt, der dieses Jahr sein 1250 jähriges Stadtjubiläum feiert, erfuhren. Gegen 20 Uhr verließen die letzten der Gruppe die Gaststätte um gemütlich nach Lampertheim zurück zu fahren. zg