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  • Mi., 08. Juli 2015, 22:51 Uhr
    Schulkinder spazierten nach „alla hopp!“-Plan durch Park

    Rasenflächen werden zum Spiel- und Bewegungsparadies

    Wo sind wir gerade? Planer und Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn lobte die Kinder, die sich mit dem Entwurfplan zurechtfanden. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – „Das müsst ihr allen Kindern in Bürstadt erzählen“, gab der Planer der „alla hopp!“-Anlage im Bürgerhauspark den Schülerinnen und Schülern der Schillerschule und Erich-Kästner-Schule (EKS) mit auf den Weg. Zu erzählen gibt es eine ganze Menge, denn Schelhorn stellte die Entwurfsplanung mit vielen Elementen sehr anschaulich vor. Knapp dreißig Kinder aus der vierten Grundschulklasse sowie den 5. und 6. EKS-Klassen, die schon an den Workshops zur Planung teilgenommen hatten und Modell-Anlagen nach ihren Wünschen gebastelt hatten, waren am hochsommerlichen Dienstagmorgen der Einladung von Bürgermeisterin Barbara Schader ins Rathaus gefolgt, um an einem etwa einstündigen Parkspaziergang unter Führung von Planer Schelhorn teilzunehmen. Zunächst jedoch erklärten die Kinder gruppenweise an ihren ausgestellten Modellen im Obergeschoss des Rathauses, wie ihre Anlage aussehen sollte. Büsche und Bäume gab es, auch das Rathaus hatte seinen Platz. Ein Labyrinth fanden mehrere Gruppen unverzichtbar, auch Schaukeln und Kletterfelsen sollte es geben. An viele Details hatten die jungen Planerinnen und Planer gedacht. Auf dem Wunschzettel standen außerdem ein Basketballspielplatz, eine Nerf-Arena und eine Gokartbahn, auch eine Seilbahn sollte sich über das Gelände spannen. Einige sportliche Aktivitäten werden zukünftig im geplanten Sportpark stattfinden, erklärte Schelhorn den Kindern, doch sei eine Nerf-Arena viel zu teuer und für eine Seilbahn fehle im Park der Platz. „Für die Gokartbahn müsste man Bäume fällen“, gab Schelhorn zu bedenken, „aber die Anlage soll ein großer Garten bleiben“. Für den anschließenden Parkspaziergang verteilte Schelhorn gruppenweise zur Orientierung den „alla hopp!“-Entwurfplan. Rektor Peter Gärtner von der Schillerschule und Mark Wohlfarth, stellvertretender Schulleiter der Erich-Kästner-Schule, begleiteten die ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Führung. Planer Dirk Schelhorn hatte nicht nur Pläne mitgebracht, sondern auch ansteckend gute Laune – passend zum erwartbaren Spaß in der zukünftigen „alla hopp!“-Anlage. Seinem jungen Publikum stellte er die vielen Bewegungsmöglichkeiten vor, die so ganz anders konzipiert seien als bei üblichen Spielplätzen. Kletterfelsen werden am alten Spielplatz aufgetürmt, mit viereinhalb Metern Höhe am höchsten Punkt. Die Stangen im Mikadowald werden sogar sechs Meter hoch sein. 300 Tonnen Felsgestein kommen mit LKWs, jeder Stein mit einem Gewicht von 10 bis 12 Tonnen und ein bis über drei Meter hoch. Im 30 Meter großen Labyrinth kann man sich vielleicht verirren, auf jeden Fall aber durch zwei hohe Steine ein Echo erklingen lassen und vom Trampolin in der Mitte alle anderen sehen – aber nur, wenn man sich anstrengt und hoch genug springt. Und was kommt dahinten hin? Der Sumpf kommt weg, meldete sich ein Junge zu Wort. Es ist der Teich, der wegkommt, um Platz für Fitness und Trainingsgeräte zu schaffen, die für alle und das Altenheim nutzbar sind. Hochzeitspaare können zukünftig auf der Hochzeitswiese auf großer Schaukel Spaß haben und zugleich ein bewegtes Fotomotiv geben, die Trauzeugen bewegen eine weitere Schaukel. Auf der Wiese Richtung Tankstelle werden ein gelbes und ein blaues Baumhaus gebaut, jedoch nicht zum Ausruhen. Statt Plateau werden Balken zum Klettern eingebaut, die fördern die Bewegungsfreude und auf drei Metern Höhe sausen die Kinder auf der Rutsche nach unten. Am Kastanienbaum werden rechts und links Schaukeln für große und kleine Leute installiert und ein Kletterweg ist vorgesehen. Erstaunliches wird das große Karussell leisten, in das 30 Kinder passen und die Erwachsenen abends gemütlich sitzen können, auch zwei Rollstühle und Kinderwagen haben Platz. Ein 100  Quadratmeter großer Spielpavillon bekommt auch seinen Platz. In Richtung des früheren Amtsstübles wird ein anstrengender Balancierweg für größere Kinder führen. Hier soll ein kleines Park-Café mit größerer Terrasse entstehen, das für die wichtigsten Dinge da ist, die Kinder brauchen wie Eis und Süßes, merkte Schelhorn an. Auf den Wasserspielplatz zwischen Eiche und Ahorn mit viel Sand dürfen sich die jüngeren Kinder freuen. Am Hauptweg wird ein Platz als Treffpunkt mit Sitzbänken für alle Menschen geschaffen. Wie in allen anderen „alla hopp!“-Anlagen wird ein großer gelber Schirm mit fünf Metern Durchmesser im Blickpunkt stehen. Gab es noch Fragen, waren die Kinder mit dem Projekt einverstanden? Auf seine Nachfragen erhielt Dirk Schelhorn positive Bestätigungen. Zum Abschluss hatte Bürgermeisterin Schader die jungen Gäste zu einem kalten Getränk eingeladen. Hannelore Nowacki

     

     

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