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  • Do., 08. September 2016, 22:15 Uhr
    Arbeitskreis Dorferneuerung stimmt Plänen für neues Foyer zu

    Raum der Begegnung auf der Zielgeraden

    Bürgermeisterin Barbara Schader berichtete dem Arbeitskreis Dorferneuerung und weiteren Zuhörern von der Vorgeschichte und der Beteiligung der Stadt Bürstadt an der Finanzierung des neuen Foyers als Begegnungsstätte für die Bevölkerung. Im Bild hinten: Die Architektinnen Katharina Pogoda und Arina Keysers. Foto: Hannelore Nowacki

    Bürgermeisterin Barbara Schader berichtete dem Arbeitskreis Dorferneuerung und weiteren Zuhörern von der Vorgeschichte und der Beteiligung der Stadt Bürstadt an der Finanzierung des neuen Foyers als Begegnungsstätte für die Bevölkerung. Im Bild hinten: Die Architektinnen Katharina Pogoda und Arina Keysers. Foto: Hannelore Nowacki

    BOBSTADT – Eines der großen Projekte des Arbeitskreises Dorferneuerung wurde am Mittwochabend durch einstimmigen Beschluss der stimmberechtigten Mitglieder auf den Weg gebracht. An dieser  wichtigen Sitzung des Arbeitskreises im Alten Rathaus nahm auch Bürgermeisterin Barbara Schader teil, Ortsvorsteher Uwe Metzner und weitere Ortsbeiräte waren gekommen, Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf und Susanne Kaul, die Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule, sowie weitere Vertreter aus der Lokalpolitik und von Vereinen saßen im Publikum. Arbeitskreis-Moderator Stefan Lösch hatte zu dieser Sitzung eingeladen, weil der Antrag im Rahmen des hessischen Dorferneuerungsprogramms spätestens am 26. September eingereicht werden muss. Dafür sei das Votum aus der Bevölkerung notwendig, erklärte Lösch. Ein offizielles Protokoll werde angefertigt und dem Antrag beigelegt. Bürgermeisterin Schader informierte die Anwesenden über die Vorgeschichte und die ursprünglichen Überlegungen, im Katholischen Pfarrzentrum einen Raum der Begegnung für die Bobstädter Bevölkerung zu schaffen.

    Aufmerksam verfolgten Bürgermeisterin Schader, die Arbeitskreismitglieder und Besucher die Ausführungen der Planerinnen. Foto: Hannelore Nowacki


    „Das war kein einfacher Prozess und ein langer Prozess“. Schließlich scheiterten die Vertragsverhandlungen mit der Katholischen Kirche an der komplexen Materie der Eigentumsverhältnisse und Nutzungsrechte. Dann sei die gemeinsame Begehung der Sporthalle mit dem Ortsbeirat und der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße gekommen – am Ende der Überlegungen stand ein gemeinsames Konzept für die Sanierung der Sporthalle und das ebenfalls in die Jahre gekommene Foyer. Der Kreis Bergstraße als Schulträger und Eigentümer der Sporthalle kam mit der Stadt Bürstadt vertraglich überein, das Foyer zusammen mit der Sporthalle unter Verantwortung des Kreises Bergstraße für das Vergabeverfahren und den Bauantrag zu sanieren oder das Foyer nach komplettem Abriss neu zu bauen. Finanziert wird die Umgestaltung des Foyers durch Mittel aus dem Haushalt der Stadt Bürstadt und des hessischen Dorferneuerungsprogramms – nach Vorentwürfen des beauftragten Planungsbüros PASD aus Heidelberg. Dieses hatte nach der Ausschreibung den Zuschlag erhalten. Aus der sanierungsbedürftigen Sporthalle wird nach diesen Entwürfen eine moderne Multifunktionshalle, die außen durch ihre zeitlose und zweckmäßige Gestaltung in Grau und Anthrazit viele Jahre ansehnlich bleiben soll und durch die Ausstattung im Innern allen Bedürfnissen des Schulsports und der Vereine entspricht sowie für Veranstaltungen mit Bühne geeignet ist. Bürgermeisterin Schader sieht „eine fantastische Lösung mit Zukunftsorientierung“ auf der Zielgeraden angekommen. Vor der Abstimmung stellten die beiden Architektinnen des Planungsbüros Katharina Pogoda, die auch stellvertretende Projektleiterin ist, und Diplom-Ingenieurin (FH) Arina Keysers die Vorentwürfe anhand zahlreicher  Bilder vor. Zunächst zeigten sie eine detaillierte Analyse, die das Dorf Bobstadt in der Art eines Rundgangs und die Lage in der Region umfasste. Auch eine Dorfhistorie fehlte nicht. Das neue Foyer der Sporthalle wird um 80 Quadratmeter auf 200 Quadratmeter erweitert und erhält ein neues Raumkonzept mit einer vergrößerten Küche, Kühlraum, Lagerraum und eigenem WC. Räume für Technik und Lagerung von Stühlen und Tischen für Halle und Foyer sind vorhanden oder werden zusätzlich geschaffen. Der Sanitärtrakt wird mit einem vorgelagerten Flur diskret gestaltet und ist vom Saal aus nicht einsehbar. Neu wird der separate Eingang von außen sein. Viel Tageslicht wird durch die lange nördlich gelegene Fensterfront ins Foyer fluten. Sichtschutz soll den Blick nach innen nach Bedarf verhindern, zum Beispiel bei Faschingsfeiern der TG Bobstadt und privaten Feiern. Verlangt ist ein Sockel von 40 bis 50 Zentimeter Höhe, der sich innen auch als Sitzgelegenheit anbietet. Farbe kommt vor allem durch Lichteffekte ins Foyer. Das neue Foyer wird eine Höhe von fünf Metern haben, die Sporthalle ist acht Meter hoch. Brandschutz und „Entfluchtung“ sind für die  Sporthalle auf 1.300 Personen und 650 Quadratmeter ausgelegt, im neuen Foyer mit 200 Quadratmetern geht man von maximal 400 Personen aus. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum bezogen sich auch auf die Gestaltung der Sporthalle. Hannelore Nowacki

     

     

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