Evangelische Kirche Hüttenfeld erinnerte an den Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther
Reformationsfeiermarathon beendet
Der „Playmobil-Luther“ auf dem Tisch zwischen Wein und Schmalzbroten. Foto: ehr
HÜTTENFELD – Mit dem diesjährigen Reformationstag beging die evangelische Kirche das 500. Jubiläumsjahr des Anschlages der 95 Thesen von Martin Luther an die Schlosskirche zu Wittenberg im Jahre 1517, der als die Geburtsstunde der Reformation galt. So stand auch der alljährlich abgehaltene musikalische Reformationsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Hüttenfeld im Zeichen dieses Jubiläums. Der Reformationsmarathon, der schon seit zehn Jahren auf dieses Jubiläum hinzielte, ist somit abgeschlossen.
Pfarrer Reinald Fuhr las Texte aus dem Sonderheft „500 Jahre Reformation – eine Momentaufnahme“, in dem Gedanken von Gemeindegliedern zum Thema Reformation abgedruckt sind. Die Lesungen wurden immer wieder von musikalischen Beiträgen des Kirchenchores unter der Leitung von Ronald Ehret unterbrochen. Titel wie „Strahlen brechen viele“ oder „Die Erde ist des Herrn“ unterstrichen die Verbundenheit aller Christen untereinander. Doch auch leicht und beschwingt zeigten sich die Sängerinnen und Sänger mit einer modernen Interpretation des Reformationsliedes „Ein feste Burg ist unser Gott“ im Stile eines Bossa Nova. Der Text des Liedes „Die beste Zeit im Jahr ist mein“ stammt von Martin Luther selbst. Der Chor, der sich in dieser Veranstaltung als Projektchor präsentierte, war verstärkt von einigen Sängerinnen und Sängern, die dem Chor normalerweise nicht angehören. Diese Form des Projektchores soll auch zu anderen Feiertagen fortgeführt werden, um Leuten das musikalische Mitwirken zu gewissen Anlässen zu ermöglichen, ohne sich gleich fest an einen Chor zu binden.
Mit dem obligatorischen „Wir strecken uns nach dir“, das schon seit Jahren gemeinsam mit der Gemeinde den Abschluss des Reformationsgottesdienstes bildet, wurde zum geselligen Beisammensein übergeleitet, wo sich alle am Gottesdienst Beteiligten noch einmal austauschen konnten . Und das mit Getränken aus der Zeit Luthers. Zum einen gab es ein „Luther-Bier“ und außerdem wurde Wein und Prosecco kredenzt von der Lieblingstraube des Reformators, der Malvasiertraube. ehr