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  • Do., 15. Januar 2015, 14:41 Uhr
    Ausstellungsreihe „Kunst im Rathaus“ beginnt mit Bildern von Gertrud Meub

    „Reiseimpressionen“ führen in ferne Länder und den Biedensand

    „Der Alte aus Sri Lanka“ ist eines der Portraits, die Gertrud Meub seit acht Jahren neben einer Vielzahl von Landschaftsbildern in Öl malt. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Im Foyer des Rathauses ist seit Mittwochabend zu den üblichen Öffnungszeiten eine Bilderreise in ferne Länder und Kontinente zu erleben - sie steht unter dem Motto „Reiseimpressionen“. Die Wattenheimer Künstlerin Gertrud Meub hat sich für ihre Bilder in Öl von den gemeinsamen Urlaubsreisen mit ihrem Mann Georg inspirieren lassen. Seine Leidenschaft ist die Fotografie. Aus ihrer Erinnerung und den Fotografien entstehen ihre Ölbilder. Beim Betrachten wird die Faszination und Schönheit des Augenblicks spürbar, die Gertrud Meub in diesen Landschaften bewegt haben mag. Felsformationen in Australien, Vulkane auf Java, ein zum Verweilen einladender Palmenstrand in Sri Lanka sind Motive, die auch einen Hinweis geben auf die entspannende Freude beim Malen selbst. Und noch ein wunderschönes Motiv fällt auf – eine sonnige grüne Landschaft mit Bäumen, Wasser und einem Boot. Dieses Traumziel liegt jedoch ganz in der Nähe – der Biedensand am Lampertheimer Altrhein. Zur Ausstellungseröffnung waren interessierte Bürger, regionale Künstlerinnen und Freunde gekommen. Bürgermeister Felix Kusicka eröffnete die Ausstellung, die erste in der Reihe „Kunst im Rathaus“. Die Idee sei, regionale Künstler zu präsentieren, zu zeigen, dass Biblis und die Region etwas zu bieten haben, erklärte Kusicka. Wobei er selbst den bildenden Künsten nahestehe, denn sein Großvater mütterlicherseits sei Maler gewesen, der ihm seine Bilder gerne geschenkt habe. Gertrud Meub ist eine sehr vielseitige Künstlerin, wie Anita Reinhard in ihrer Laudatio eindrucksvoll beschrieb: „Es gelingt Gerdi Meub, ihren Bildern Seele einzuhauchen und uns in ihre Welt ein Stückchen mitzunehmen“. Seit Gertrud Meub vor acht Jahren die Ölmalerei für sich entdeckte, nehme sie bei ihr im Atelier im Kunsthaus Worms Einzelunterricht. Ihr umfangreiches Werk werde in diesem und im nächsten Jahr in Monsheim und im Wormser Kultur- und Tagungszentrum zu sehen sein. Schon in der Schulzeit begeisterte sich Gertrud Meub für die Malerei, angeregt von ihrer Kunstlehrerin bei den „Englischen Fräulein“ in Mainz, erzählte sie im Gespräch. Zeit für die Kunst nahm sie sich auch später, als sie vier Söhne großzog. „Montags habe ich die Tür zugemacht und bin zum Bildhauen gegangen“. Zahlreiche Kurse hat sie seit 1955 besucht: Drei Jahre figürliches Modellieren in Mainz, später zwei Jahre in Biberach an der Riss, die Aquarellmalerei folgte. Zehn Jahre nahm sie Unterricht beim Wormser Künstler Gustav Nonnenmacher, in weiteren zehn Jahren folgten Kurse in Bensheim. Dann widmete sie sich der Ikonenmalerei. In den Schulungswerkstätten in Elbingenalb entstanden seit 2003 Skulpturen, vorwiegend aus Ton. Was motiviert sie zu immer neuen Formen ihrer Kreativität? „Ich kann nicht immer dasselbe machen“, meinte sie, „aber es hat immer Spaß gemacht und zur Entspannung beigetragen“. Ab 19. Februar werden die Mosaikwerke in großen und kleinen Formaten von Heike Kissel-Eltrop zu sehen sein. Hannelore Nowacki

    Bürgermeister Felix Kusicka eröffnete die neue Ausstellungsreihe „Kunst im Rathaus“. Anita Reinhard (rechts) beschrieb in ihrer Rede den künstlerischen Werdegang von Gertrud Meub (links). Foto: Hannelore Nowacki

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