„Tag der offenen Tür“ beim Kanu-Club Lampertheim 1952 e.V. mit traditionellem Anpaddeln
Rennboote, Canadier und „Stand Up Paddling"
Kinder und Jugendliche hatten viel Freude beim Ausprobieren der neuen Trendsportart 'Stand Up Paddling' beim Tag der offenen Tür beim Kanu-Club Lampertheim. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM - Am sonnigen Samstagnachmittag gegen 13 Uhr startete der Kanu-Club Lampertheim mit seinem traditionellen Anpaddeln in die diesjährige Paddelsaison. „Vom 18. bis 27. April feiert der Deutsche Kanu-Verband seinen 100. Geburtstag – wir vom Kanu-Club Lampertheim wollen diesen Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür mitfeiern“, verkündete Silke Heyber, 2. Vorsitzende des Vereins.
So machten sich einige Wanderpaddler des Vereins schon morgens um 10 Uhr auf den Weg, um von Mannheim-Sandhofen nach Lampertheim zu paddeln. Beim Eintreffen dieser Gruppe eröffnete Heyber offiziell den Tag der offenen Tür. Nachdem die Regatta und einige Feste im letzten Jahr wetterbedingt ausfallen mussten, entschlossen sich die Vereinsmitglieder zu dieser Veranstaltung zum Saisonbeginn, um auch die Vereinskasse wieder ein wenig füllen zu können. Die Verbindung des Anpaddelns mit dem Tag der offenen Tür fand dieses Jahr zum ersten Mal statt – auch, um nicht nur Mitglieder, sondern auch Interessierte aus der Umgebung anzusprechen.
Den Besuchern wurde die Möglichkeit geboten, selbst einmal in ein Boot zu steigen oder einmal die neue Trendsportart im Kanubereich, das SUP (Stand Up Paddling), auszuprobieren. Heyber teilte mit, dass für alle Besucher Renn- und Wanderboote sowie Canadier ausgestellt seien – selbstverständlich konnten die Boote auch selbst mal getestet werden. Besonders viel Spaß bereitete den Kindern und Jugendlichen das Ausprobieren des Stand Up Paddling – auch Stehpaddeln genannt - bei der man sich auf einer Art ‚Surfbrett‘ – jedoch ohne Segel – mit einem Stechpaddel fortbewegen kann. Der Ein oder Andere hatte dabei, wenn auch manchmal unfreiwillig, eine Begegnung mit dem kühlen Nass. Dies bereitete den Beteiligten aufgrund der warmen Temperaturen an diesem sonnigen Tag recht viel Spaß.
SUP geht ursprünglich auf polynesische Fischer zurück, die sich in ihren Kanus stehend vor Tahiti auf dem Meer fortbewegten. Auf Hawaii war diese Paddelart zu früheren Zeiten der Sport des Königs. Im 20. Jahrhundert wurde das Stehpaddeln eine komfortable Fortbewegungsart für Surflehrer auf Hawaii, um durch den Einsatz eines Paddels schneller vom Ufer zu den wellenbrechenden Riffen und zurück zu gelangen. Erst in den letzten Jahren fand diese Sportart immer mehr Verbreitung als Freizeitsport und entwickelte sich zu einer eigenständigen Wassersportart – verbreitet überwiegend in Amerika, Australien und Japan. In Europa hält sie vorzugsweise auf Binnengewässern Einzug.
Verschiedene Gruppen des Vereins zeigten am Nachmittag ihr Können und berichteten über ihre Sportart. Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen standen für alle Besucher reichlich zur Verfügung, um den angenehm sonnigen Nachmittag im Freien gemeinsam genießen zu können. Heyber freute sich über die positive Resonanz am Veranstaltungstag und über den erfolgreichen Start in die neue Saison. Sigrid Samson