Do., 28. November 2019, 09:42 Uhr
FDP Vorstand fordert sichere und schnelle Zufahrt bei Sanierung der L 3110 in Neuschloß
Rettungsdienste und Feuerwehren müssen zeitgerecht eintreffen
NEUSCHLOSS - Der FDP Vorstand hat bei seiner letzten Sitzung mit Sorge die Pressemeldungen verfolgt, wo über die Sanierung der L 3110 und die Totalsperrung dieser Landesstraße durch Hessenmobil berichtet wurde. Das Hessische Rettungsdienstgesetz schreibt vor, dass bei allen Einsätzen der Rettungsdienste und Feuerwehren eine Hilfsfrist von zehn Minuten gilt, wenn die Einsatzorte in der Nähe einer öffentlichen Straße liegen. Diese Frist wird möglicherweise in nicht akzeptabler Weise überschritten. Wie zu lesen war, will Hessenmobil bei der grundlegenden Sanierung diese Straße für circa sechs Wochen komplett schließen. Zu- und Abfahrten vom Stadtteil Neuschloß sind über Hüttenfeld, Lorsch, Bürstadt nach Lampertheim möglich. Dieser Umweg von circa 20 Kilometern kostet viel Zeit. Da es bei Rettung- und Brandeinsätzen oft um wenige Minuten geht, wo Menschenleben noch gerettet werden können, muss nach Ansicht des früheren Dezernenten für Gefahrenabwehr im Kreis Bergstraße Gottlieb Ohl eine Lösung gefunden werden, um diese viel zu hohe Zeitspanne zu minimieren: „Die sogenannte „Golden Hour“ hat nach wie vor Bestand und besagt, dass Patienten, zum Beispiel mit Infarkten aller Art und andern schweren Erkrankungen oder Verletzungen innerhalb einer Stunde in eine Klinik mit entsprechenden Versorgungsmöglichkeiten gebracht werden müssen. Nur so kann verhindert werden, dass es zu keinen schweren Folgebehinderungen oder gar zum Todesfall kommt.“ Daher müsse ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden, das auch die Möglichkeit von Dislozierung von Rettungstransportwagen und auch Feuerwehrfahrzeugen sowie eine Notzufahrt beinhaltet, um die Rettungskette zu gewährleisten. Der FDP Vorstand ist sich sicher, dass die Lampertheimer Feuerwehr eine sachgerechtes Planung erarbeiten wird. Den Landrat als zuständigen Dezernenten für Gefahrenabwehr im Kreis Bergstrasse fordert die FDP auf, ein nachhaltiges Konzept für den Rettungsdienst und Katastrophenschutz zu erstellen und den betroffenen Bürgern im Stadtteil Neuschloß transparent zu vermitteln. „Die Aussage von Herrn Vogel, dass man da halt durch müsse, man erhalte ja auch eine neue Straße, zeugt nicht gerade von bürgernaher Professionalität“, kommentiert Gottlieb Ohl die Ansichten des Bediensteten von Hessenmobil. zg