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  • Do., 26. August 2021, 09:07 Uhr
    SPD LAMPERTHEIM Ehemaliges Kaufland-Areal Etappenziel der Sommertour

    Rosengärtner wollen Wohnbebauung mit Kleingewerbe

    Auf dem ehemaligen Kaufland-Areal könnte eine Wohnbebauung den Stadtteil Rosengarten bereichern, das wünschen sich die Einwohner, auch Kleingewerbe und Wohnen wäre eine Option. Bei der SPD-Sommertour stand dieses Thema im Mittelpunkt. Foto: Hannelore Nowacki


    ROSENGARTEN – Zwei Brennpunkte treiben die Einwohner des Stadtteils Rosengarten um:  Das ehemalige rund 10 Hektar große Kaufland-Areal und die durch Raser gefährliche Verkehrssituation an der B 47 und L 3110. Zudem seien die Außenanlagen am Dorfgemeinschaftshaus durch Wildwuchs und nicht geschnittene Hecken ungepflegt. Unzufrieden zeigten sich die Rosengärtner auch mit dem Dorfplatz, weil hier immer noch ein Stromkasten fehle und die Finanzierung nicht geklärt sei. Allerdings bahnt sich eine Lösung an. Marius Schmidt teilte mit, dass die Stadt Lampertheim aus dem Budget Technische Betriebsdienste und dem Stadtteilbudget für die Ortsbeiräte einen Großteil beisteuern werde.  Diese Punkte, die Ortsvorsteher Oliver Schmitt (Bürgerkammer) und den Einwohnern auf der Seele brennen, hatte der Vorsitzende der SPD Bergstraße und Erster Stadtrat Marius Schmidt bei der SPD-Sommertour mit Ziel Rosengarten in seinen Themenkatalog aufgenommen. „Ich habe den Rosengarten dabei“, betonte der Ortsvorsteher, er sei nicht  alleine kommen. Die engagierten Einwohner unterstützten ihn in der Sache und beim Gespräch mit den Genossen. Unter den etwa dreißig Teilnehmern der Sommertour waren Lokalpolitiker und der  SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter mit seinem roten E-Lastenrad-Wahlkampfmobil. Am Treffpunkt mit Blick auf den vergitterten Parkplatz vor dem ehemaligen Kaufland-Gebäude war die Misere dieser Gewerbebrache augenfällig – und die Wohnhäuser ziemlich nahe, auf der Verbindungsstraße nur wenige Minuten entfernt. Flohmärkte mit Lärmbelästigung schon am frühen Morgen finden hier statt, Müll bleibt liegen und besonders an Wochenenden parken hier LKWs lauten die Anwohnerklagen. Ob hier eine Wohnbebauung, eventuell verbunden mit Kleingewerbe möglich ist, wie von den Rosengärtnern gewünscht, hängt von mehreren Faktoren ab. Marius Schmidt teilte mit, dass die Stadt Lampertheim mit dem Besitzer und Immobilienentwickler im Gespräch sei, die jedoch einen Gewerbepark entwickeln wollen. Die vier Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung hätten sich hingegen für den Vorzugstyp Wohnen entschieden, ohne verkehrsbelastende Nutzung wie sie durch große Logistiker entsteht, daran erinnerte Schmidt. Von einer mittelfristigen, keiner schnellen Entwicklung dieser Gewerbebrache geht Schmidt aus, da im nächsten Schritt der Untergrund auf Altlasten untersucht werden müsse. Gewerbegebiete haben die Tendenz zu wachsen befürchten die Rosengärtner im Falle einer Gewerbeansiedlung, ebenso wie den Verkehr über die einzige Zufahrt über die L 3110. „Das führt die Idee der Ortsumgehung ad absurdum“, meinte Ortsvorsteher Schmitt. Ute Haas-Zanlonghi, stellvertretende Ortsvorsteherin, sprach das Thema mangelnde Infrastruktur in Rosengarten an und kritisierte, dass die Kernstadt in puncto Wohnbebauung bevorzugt werde. Die SPD-Fraktion müsse man davon nicht überzeugen, entgegnete Marius Schmidt, aber den Hinweis werde man mitnehmen. Tatsächlich würden mehr Einwohner für mehr Nachfrage sorgen. Hinsichtlich möglicher Altlasten meinte Horst Werner Schmitt, dass von den mit Bauschutt verfüllten Tongruben wegen des undurchlässigen Tonuntergrundes keine Gefahr ausgehe. Zweite Station der Sommertour war an der Einmündung Guntherstraße auf die B 47 – tosender Verkehr mit Ampelregelung, eine besonders gefährliche Stelle, wie Ortsvorsteher Schmitt und Anwohner erklärten. Hier werde gerast, vor dem Blitzer gebremst, dann wieder beschleunigt. Bei Rot werde besonders aus Richtung Bürstadt einfach weitergefahren. In Rosengarten wisse man daher: Bei Grün fährt man nicht gleich los. Dass Behörden und Gerichte bei solchen  Problem überall wenig ausrichten, führt Sven Wingerter auf den Personalmangel durch langjährige Sparmaßnahmen zurück. „Wir stehen für einen handlungsfähigen Staat“. Zum geselligen Abschluss der Sommertour fuhren die Teilnehmer zum Platz an der Alten Schule, wo Uwe Häußler Essen und Getränke vorbereitet hatte. Marius Schmidt ging davon aus, dass das aufgestellte Spendenkästchen für die Flutopfer gut gefüllt werde. Hannelore Nowacki

     

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