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Fr., 30. Juni 2023, 09:44 Uhr
SPENDE: Rotary Club Lampertheim spendet 20 Schülerrucksäcke für ukrainische Schüler der Erich-Kästner-Schule
Rotary Club hilft schnell und unbürokratisch beim Schulstart
Die vom Rotary Club Lampertheim gespendeten Schülerrucksäcke erleichtern den neu angekommenen ukrainischen Kindern und Jugendlichen den Schulanfang und sollen ein Willkommensgruß sein. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Zwanzig Schülerrucksäcke im Wert von 500 Euro hat der Rotary Club Lampertheim der Erich-Kästner-Schule (EKS) für die Erstausstattung ukrainischer Kinder und Jugendlicher zur Verfügung gestellt, die in den beiden Intensivklassen gemeinsam mit insgesamt 45 Schülern aus mehreren Ländern zwei Jahre lang die deutsche Sprache erlernen. Diese Unterstützung freut Schulleiterin Stephanie Dekker und Jutta Bals, die den EKS-Gymnasialzweig leitet und auch für den Bereich NDHS zuständig ist, was für „nicht deutsche Herkunftssprache“ steht. Denn ihnen liegt daran, den neu hinzugekommenen Kindern und Jugendlichen „ein warmes Willkommen“ zu bereiten und ihnen ein Stück Normalität zu signalisieren mit dem Gedanken „du kannst sofort loslegen“. Warum schwarze Rucksäcke? Das sei die Lieblingsfarbe, die Kinder finden das cool, wissen die beiden Pädagoginnen aus ihrer Praxis. Ein Rucksack enthält ein Starterpaket mit Schreibblöcken, Heften, Mäppchen mit Schreibutensilien und eine Trinkflasche. Rüdiger Engert war am Donnerstagmorgen in Vertretung des Rotary-Club-Präsidenten Franz-Josef Dielmann in die Erich-Kästner-Schule gekommen, um an der Übergabe der Rucksäcke an vorerst zehn Neuankömmlinge teilzunehmen und sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Denn der Rotary Club Lampertheim hat schon im vergangenen Jahr Schülerrucksäcke gespendet und ist immer wieder bereit bei Bedarf unbürokratisch und schnell zu helfen. Die Anfrage sei im Vorstand einstimmig beschlossen worden, berichtete Engert. Den herzlichen Dank der Schulleitung an den Rotary Club konnte Engert mitnehmen. Die insgesamt 23 ukrainischen Schüler an der EKS sind zwischen zehn und sechzehn Jahre alt und bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit, berichtete Bals, gemeinsam sei jedoch allen: Bei der Ankunft konnten sie kein Deutsch. Die Zuweisungen kämen von einem Tag auf den anderen, zuletzt eben diese zehn Schüler auf einen Schlag. Sie kommen aus der Flüchtlingsunterkunft in Groß-Rohrheim mit dem Bus zur Schule. In den Intensivklassen fließe die deutsche Sprache und Kultur in alle Fächer ein. Vom Sport seien alle begeistert und darin auch sehr gut. Jedes einzelne Kind bekomme einen eigenen Stundenplan. Einige Kinder fangen bei null an, hätten zum Beispiel noch nie Mathe gehabt. Andere seien Überflieger und könnten schon Englisch und nehmen daher in diesem Fach am Regelunterricht teil. Das fördere auch Freundschaften außerhalb des eigenen Umfelds, was Bals für sehr wünschenswert hält. Insgesamt gebe es an der EKS Kinder und Jugendliche aus dreißig bis vierzig Nationen. Hannelore Nowacki