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Mo., 11. November 2013, 09:17 Uhr
CGT Nightclub begeisterte zum Auftakt der 66. Kampagne mit „CGT 66“ in der Jahnhalle
Route 66 – Spitzenleistungen in Komik und Unterhaltung
Die „Big Band“ des Elferrats hatte Erfolg beim Publikum auch ohne spielen zu können – die Show macht es. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein Laufsteg ganz besonderer Art führte die Besucher in den Saal zu den Tischen: Die Route 66 war über ein paar Stufen zu erklimmen, dann ging es auf der zweispurig ausgelegten Schnellstraße Richtung Bühne, danach wieder ein Treppchen herunter. Wüsten mit Kakteen und diverse Stationen der 66-jährigen CGT-Geschichte waren zu passieren, die Telekommunikation hing an Holzmasten durch. Das Carnevals-Gremium im Turnverein (CGT) war am Samstagabend rasant mit hochbeschleunigtem Humor auf der Route 66 unterwegs. Zum Auftakt der 66. Kampagne hatte sie den närrischen Beinamen „CGT 66“ erhalten, mit dem sie nun in die Geschichte der niveauvollen Unterhaltung mit ungezählten Spitzenleistungen auf den Gebieten Humor, Kreativität, Tanz und Gesang eingehen wird. Jockel Röhrig begrüßte das Publikum zu einem „unvergesslichen Abend“ mit 22-teiligem Programm plus zwei reichhaltigen Tanzpausen mit der vielseitigen „Transatlantic Band“.
Und tatsächlich, die über 300 Besucher in der Jahnhalle wurden Zeugen epochaler Entwicklungen und Ereignisse, die vielfach eng mit dem CGT verknüpft waren und sind. Bewiesen wurde anhand authentischer Aufnahmen aus vergangenen Veranstaltungen, dass Elvis Presley, Udo Lindenberg, Lady Gaga und auch Papst Benedikt CGT-Mitglieder sind. Nun war auch die Zeit gekommen, endlich über Irrtümer und Missverständnisse der Geschichte aufzuklären. Professor Dr. Leicht alias Andreas Kirsch wurde als Aufklärer in einer eindrucksvollen Zeitreise aktiv, multimedial vom Film- und Dokumentationsteam des CGT unterstützt. Auf einer Großleinwand war zu beobachten, wie die erste Mondlandung in Wirklichkeit stattfand, faszinierend und außerirdisch lustig mit Spezialeffekten dargestellt in den CGT-Filmstudios. Eine mit Sicherheit aufwändige und arbeitsintensive Aufklärung, die das CGT da geleistet hat, mit einer Wirkung, die sich noch häufiger bot: Lachen bis die Tränen kommen und das Zwerchfell vor Freude hüpft.
Was haben die Route 66 und die B 44 gemeinsam? Sie führen nach L.A. und beide sind Schlaglochpisten. Wobei Hessen mobil dafür sorgt, dass nur die Ampeln mobil sind. Die Bänkelsänger führten sich mit dem letztjährigen „El Condor Pasa“ ein und machten dann als Motorradfahrer eine gute Figur. Auf heiße Öfen setzte der Elferrat bei seinem Intro im Film – wenig später zogen die Easy Rider mit Sternenbanner und Lampertheimer Fahne in den Saal ein und heizten die Stimmung als „Big Band“ im Playback-Modus an. Zu Gast war der Bischof von Limburg alias Jockel Röhrig, der auf einzigartige Weise im liturgischen Gesangstil zum Lachen reizte. Steffen Götz erinnerte in seinem Vortrag mit kleinen Spitzen an Ereignisse in Lampertheim wie die Eingemeindung von Howwe.
Aktuelles vom „Fazzebuck“ bis zur Großen Koalition brachte Philipp Seelinger kabarettistisch zugespitzt ins Gespräch und ins Bild. Zum Brüllen wie Obama bei Merkel durchs Fenster spannt. Auch dieser Satz verfehlte seine Wirkung nicht: „Leute denkt dran, nur noch dreimal duschen, dann ist Weihnachten“. Großartiges Können präsentierten die Tanzgruppen „Reloaded“, „Celebration“ und „Dance Fever“, auch die Jukas und der Drölferrat wissen tanzend zu begeistern. Auf die Emotionen hatten es die Gesangssolisten (Kristina Ohl, Matthias Braun, Madzid Hambiralovic und Tatjana Kohl) abgesehen. Kohls „On the radio“ zündete grandios. Komik im besten Sinne hatte Udo Lindenberg alias Jürgen Schuster zu bieten, der seine Stimme aus dem Playback holte, aber stimmungsmäßig mit seinem Auftritt den Saal beherrschte.