RADSPORT: Neun Rennradfahrer vom RV-Biblis sieben Tage unterwegs im Hochschwarzwald und Elsass
RV-Biblis auf Rennrad-Tour
Topfit zeigte sich die Mannschaft des RV-Biblis auf ihren Touren im Hochschwarzwald und dem Elsass. Foto: oh
BIBLIS – Vom 24. Juni bis 1. Juli starteten die neun Fahrer ihre Rennrad-Touren diesmal von Bad Krozingen im Schwarzwald. Durch radtechnische Probleme eines Fahrers konnte die erste Ausfahrt nicht zusammen gestartet werden. Vier Fahrer fuhren nach Breisach, die anderen nach Freiburg. Die Anfahrt zur Freiburger Innenstadt war wegen einer "Christopher-Street-Day-Demo“ erheblich blockiert und so dauerte es eine Weile bis sie sich am Freiburger Münster ein Kaltgetränk gönnen konnten. Bei der Rückfahrt vereinten sich beide Gruppen in Oberrimsingen wieder und kehrten gemeinsam zum Startort zurück.
Der Sonntag wurde ein sehr warmer Tag mit 32-34 Grad. Die Tour führte uns um und durch den Kaiserstuhl. In Endingen hatten man eine kurze Pause vorgesehen. Für vier Fahrer führte die Strecke nun von Kiechlingsbergen/Oberbergen durch den Kaiserstuhl, auf den sogenannten "Texaspass". Ein schweißtreibender Anstieg erster Kategorie mit teilweise 15-17 %, bergauf durch ein angenehm schattiges Wäldchen. Über Achkarren ging es wieder nach Breisach und gemeinsam retour.
An Tag drei umfuhr man Freiburg um auf zumeist schönen Radwegen nach Umkirch, durchs Glottertal, St. Peter und St. Märgen zur Hexenlochmühle zu gelangen. Der einzigen Doppelradmühle im Schwarzwald, gelegen im schluchtartigen Hexenloch.
Von 990 m ü. M, dem höchsten Peak auf dieser Strecke führte der Weg nun fünf Kilomegter und 310 Meter abwärts zur Mühle, was gar nicht so geplant war. Aber nach einer ordentlichen Vesper machte man sich gestärkt an die Auffahrt. Über Kirchzarten, Freiburg und Wittnau mit dem letztem Anstieg war der Rückweg schließlich geschafft.
Am Dienstag radelte die komplette Mannschaft über Breisach, Burkheim nach Sasbach a. K. Hier fanden die Sportler eine kleine Dorfgaststätte wo ofenwarmer, frischgebackener Kirschkuchen serviert wurde.
Vielleicht die schönste Tour führte nach Weil am Rhein, da die ersten 75 km fast ausschließlich auf Radwegen durch schwarzwaldtypische Höhen führte. Allerdings forderte das ständige Auf und Ab (Steigungen bis 15%) einiges an "Körner". So hatte man auf weniger als der Hälfte der Strecke bereits 2/3 der Höhenmeter erreicht. Entspannt kam man durch Lörrach. Durch eine speziell für Radfahrer angelegte Fahrstraße konnte man dem Autoverkehr komplett entgehen. In Weil am Rhein fand man erst nach langer Suche eine Lokalität für eine Pause. Der Rückweg führte an Bad Bellingen vorbei nach Neuenburg und flach nach Bad Krozingen. Drei Radler waren an diesem Tag auf einer 67 km-Tour auf Elsässer Terrain unterwegs.
Der Donnerstag war der letzte Tag auf dem Rad, da der Freitag ein verregneter Tag war. Bei dieser letzten Ausfahrt begaben sich fünf Fahrer ins Elsass zum COL du Bannstein. Man erreicht diesen kleinen Pass (3,9 km, 4,6%), von Guebwiller über Buhl und Lautenbach. Auf der Passhöhe hat man einen sehr schönen Ausblick auf die elsässischen Orte und die Weinstraße. In Eguisheim wollten man sich verpflegen, was aber wegen voller Lokale nicht gelang. Bei der schwülen Witterung brauchte man für den Rückweg dringend Getränke. Schließlich fanden die Tourer eine Gaststätte wo sie herrlich gekühltes, erfrischendes Leitungswasser erhielten. „So gut hat uns Wasser lange nicht geschmeckt", war die einvernehmliche Meinung.
Die Touren waren von den Guides Kurt und Joachim wieder exzellent vorbereitet. Obendrein hatte Bernd ein schönes Hotel mit angenehmer Betreuung und sehr guter Küche gebucht. zg