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  • Fr., 06. April 2018, 13:32 Uhr
    Neues Angebot der „Frühen Hilfe” in Lampertheim / Interessierte Eltern am 7. Mai willkommen

    Säuglingssprechstunde bietet jungen Familien Antworten

    Mit der Säuglingssprechstunde in Lampertheim soll Eltern Hilfe bei Fragen rund ums Stillen, die Beikost, den Schlaf oder Koliken bei Babys geboten werden. Renate Dörr vom Jugendamt, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Jugendamtsmitarbeiter Ulrich Schneider und Georgeta Ensinger vom Bereich „Frühe Hilfen” (v.l.) stellten das neue Angebot vor. Foto: Benjamin Kloos

    LAMPERTHEIM/BIBLIS – Gerade wenn ein Baby mit drei bis vier Monaten Koliken hat, wenn es nicht schläft oder ständig schreit sind Eltern häufig verunsichert und auf der Suche nach Unterstützung. Hinzu kommen häufig viele Fragen rund um das Stillen, die Beikost oder welche Anregungen man Kindern zur bestmöglichen Entwicklung bieten kann. Diese Fragen beschäftigen immer wieder junge Familien – hier leistet das Jugendamt des Kreis Bergstraße aktiv Hilfe. Denn im Bereich „Frühe Hilfen” bietet der Kreis Bergstraße ein vielfältiges Angebot, um jungen Familien und Eltern zum Schutz des Kindeswohl möglichst früh Unterstützung anbieten zu können und eine Intervention zu vermeiden. In diesem Zusammenhang hat der Kreis Bergstraße sein Angebot erweitert: Seit März können an jedem ersten Montag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in der Blücherstraße 26 im Rahmen einer Säuglingssprechstunde mit der Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Sandra Düringer Antworten auf diese Fragen gefunden werden. Die nächste Säuglingssprechstunde findet am 7. Mai statt, interessierte Eltern sind herzlich willkommen. Dieses Angebot ist dabei für die Eltern selbstverständlich kostenlos und richtet sich an alle Interessierte, die Hilfe benötigen – egal welcher Schicht oder Nationalität. Wichtig ist, dass dies ein zusätzliches Angebot ist und nicht als Ersatz für die Tätigkeit der Nachsorgehebammen dient.

    Früher Ansatz zur Hilfe
    „Wir wollen durch die 'Frühen Hilfen' eine Eskalation vermeiden. Unser Schwerpunkt liegt darauf, möglichst früh und niederschwellig Informationen sowie aktive Ratschläge und Unterstützung zu bieten. Hierfür ist auch ein umfassendes Netzwerk wichtig, auf das wir zurückgreifen und so die richte Beratung gewährleisten können", erläuterten die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz und Ulrich Schneider vom Jugendamt bei der Vorstellung des neuen Angebotes. Als Beispiel wurden in diesem Zusammenhang die Schreikinder genannt, wobei es in jedem Jahr in Deutschland 200 Schütteltraumata gebe. „Durch eine einfache Information und ein Training, wie man mit der Situation umgehen kann, können wir schlimmeres verhindern.”

    Wachsende Nachfrage
    Nicht nur die Geburtenrate ist in den vergangenen Jahren gestiegen – im Kreis Bergstraße von 2010 bis 2016 um 13,9 Prozent– , sondern in diesem Zusammenhang auch die Nachfrage nach Hilfeangeboten. Zehn Fachkräfte sind derzeit für den Kreis aktiv, um vor Ort direkt in den Familien Hilfestellung zu geben: Fünf Hebammen, die bis zu einem Jahr in der Familie bleiben können, und sogenannte Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, die dieses Angebot bis zu drei Jahre aufrecht erhalten können. Eines haben alle gemeinsam: Denn bevor sie die Weiterbildung, die sie für diese Tätigkeit befähigt, beginnen können, müssen die Fachkräfte eine hohe Grundqualifikation und eine mehrjährige Berufserfahrung vorweisen können.

    Elternsprechstunde in Biblis
    In Biblis besteht ein ähnliches Angebot. Im Rahmen einer Elternsprechstunde haben Eltern die Möglichkeit, sich rund um Gesundheit, Ernährung und Entwicklung von Kindern bis zum 3. Lebensjahr zu informieren. Das Angebot wird durch die Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Anette Zimmermann betreut und finden jeden vierten Mittwoch im Montag (mit Ausnahme der Ferien) von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Schule in den Weschnitzauen, Freiherr-vom-Stein-Straße 1, in Biblis statt. Benjamin Kloos

    Info: Weitere Informationen zu den Angeboten der „Frühen Hilfen” findet man unter www.kreis-bergstrasse.de oder bei Ulrich Schneider, telefonisch unter 06252/155633 und per E-Mail unter ulrich.schneider@kreis-bergstrasse.de sowie bei Georgeta Ensinger unter 06252/156662 und georgeta.ensinger@kreis-bergstrasse.de
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