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  • So., 14. Juli 2019, 14:28 Uhr
    GV Volkschor 1907 hatte zum Spanischen Abend eingeladen  /  50 Gäste wurden mit Spezialitäten wie Tappas und Paella verwöhnt 

    Sangria, spanische Musik und Kerzenschein

    Chefkoch Richard Lyszcz (rechts) und das Helferteam. Foto: Petra Gahabka


    BÜRSTADT – Beim GV Volkschor 1907 wird nicht nur gesungen, sondern auch gerne geschlemmt. 50 Mitglieder und Freunde waren am Samstag zum Spanischen Abend gekommen, um sich auf kulinarische Entdeckungsreise zu begeben. Bei Sangria, spanischer Musik und Kerzenschein herrschte im Vereinsheim des MGV 07 eine gemütliche Atmosphäre. 

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die Gäste zeigten sich begeistert, als die riesige gusseiserne Pfanne mit der Paella in den Saal getragen wurde und Küchenchef Richard Lyszcz die vielen Leckereien auf dem Buffet vorstellte: „Der Serrano-Schinken war am Montag noch in Spanien, und auch die Chorizo ist original von dort.“ Die Kartoffeltortilla, wozu er Mojo Rojo (rote Soße) empfahl, der südländische Salat mit in Butter ausgebackenen Brotstücken, die grünen Bratpaprika mit Knoblauch und die Kartoffeltortilla waren ebenso selbst gemacht wie das Ciabatta, das es in den Varianten Olive, Peperoni, mediterrane Kräuter und natur gab. Mit den Vorbereitungen hatte das zehnköpfige Helferteam bereits am Freitagabend angefangen. Die Tortilla habe er heute das erste Mal gemacht, meinte Richard Lyszcz schmunzelnd, und Gattin Elvira ergänzte: „Er kocht leidenschaftlich gern.“ 

    Hans-Otto Schledt hat die Zubereitung der Paella vor 30 Jahren von einem Spanier gelernt. Foto: Petra Gahabka


    Frisch zubereitet war auch die Paella von Hans-Otto Schledt. Früher als Arme-Leute-Gericht verschrien, ist das Reisgericht aus der Pfanne heute ein wichtiger Teil des kulinarischen Erbes Spaniens. „Ich habe das vor zirka 30 Jahren von einem Spanier gelernt, das ist so mein Hobby“, erzählt der Paella-Spezialist. Für den Abend hat er das traditionelle valencianische Rezept, bei dem Kaninchen und Huhn inklusive Knochen verwendet werden, etwas abgewandelt, Putenbrust und Meeresfrüchte sind angesagt. Auch beim luftgetrockneten Serrano-Schinken ist Hans-Otto Schledt gefragt, wenn es darum geht, von der Keule, die in eine Halterung eingespannt ist, dünne Scheiben abzuschneiden. Neun Monate sei die Delikatesse gereift, „das ist der jüngste Serrano, der saftigste und mildeste im Geschmack“, erklärte er den Gästen. Die ließen es sich schmecken und wurden am Ende noch mit einer Orangenmousse überrascht.

    Das Fazit der Volkschor-Vorsitzenden Anja Kuhn, die wie alle Helfer in den spanischen Nationalfarben Rot und Gelb gekleidet war, fiel in jeder Hinsicht positiv aus. Besonders freue sie, dass zu den kulinarischen Veranstaltungen mittlerweile nicht nur Mitglieder kommen, „es wird auch von außen angenommen“. Der Termin für das nächste Schlemmer-Event steht schon fest, am 19. Oktober lädt der Verein zu „Spezialitäten aus dem Odenwald“ ein. Petra Gahabka

     

     

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