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  • Fr., 19. Dezember 2014, 10:29 Uhr
    Stadtverordnete beschließen Mehrkosten im Haushalt von 2,8 Millionen Euro

    Sanierung des Sodabuckelgeländes in Neuschloß gesichert

    LAMPERTHEIM – Dies ist die Ausgangslage für die schwierige Entscheidung, vor die sich die Stadtverordnetenversammlung bei ihrer 26. Sitzung in diesem Jahr am Freitag vorvergangener Woche gestellt sah: Die Arbeiten zur Sanierung des Sodabuckelgeländes in Neuschloß wurden nach einer Ausschreibung vor einem Jahr an die Firma Michel Bau GmbH aus Klingenberg vergeben. Die damalige Auftragssumme betrug 2,2 Millionen Euro. Zunächst lief alles wie geplant - im Januar dieses Jahres begannen die Sanierungsarbeiten, ein Teil des Geländes wurde gerodet. Eine weitere Teilfläche ist jedoch noch bewaldet. Wegen   Vorschriften zum Vogelschutz in der Brut- und Setzzeit muss diese Fläche nun im Januar und Februar erfolgen, wenn nicht die Baustelle bis Oktober offen bleiben soll. Schon im Juni 2014 stellte die Firma Michel Bau die Arbeiten ein, da sie sich nicht in der Lage sah, die Bodenabdeckung in der Qualität, wie sie in der Ausschreibung verlangt war, zu beschaffen. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium, Hessen Forst und der Stadt Lampertheim war für die geplante Bewaldung ein bestimmter pH-Wert vorgesehen, der für das Anwachsen der neuen Bäume notwendig ist. Dies hatte die Michel Bau GmbH mit ihrem Angebot akzeptiert, wollte nun aber davon abweichen. Nachdem die Stadt Lampertheim den Vertrag mit Michel Bau gekündigt hatte, war in der Stadtverordnetenversammlung das weitere Vorgehen zu beschließen. Zudem wollte das Regierungspräsidium Darmstadt eine zügige Lösung sehen. Eine Ausnahmegenehmigung für Rodungsarbeiten außerhalb der gesetzlichen Fristen war nicht ohne weiteres zu erwarten. Von der CDU-Fraktion wurde eine Verschiebung der Entscheidung in einer erneuten Sitzung im Januar angeregt, da erst kurz zuvor weitere Schreiben von Michel Bau eingegangen waren. Mehrheitlich mit 21 Ja-Stimmen und 16 Gegenstimmen beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Auftrag für die weiteren Arbeiten an die Bietergemeinschaft Sax & Klee GmbH und Ecosoil Süd GmbH zu erteilen. Die im Haushalt der Stadt Lampertheim entstehenden Mehrkosten von 2,8 Millionen sollen im Rahmen von Schadensersatzforderungen wieder ausgeglichen werden. Neben den unmittelbaren Mehrkosten wird das Verfahren durch Mehrleistungen der beteiligten Dienstleister und durch die fachanwaltliche Beratung verteuert. Hannelore Nowacki
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