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  • Di., 23. Februar 2016, 13:05 Uhr
    Christine Lambrecht besuchte Wasseraufbereitungsanlage in Neuschloß

    „Sanierung im Interesse der Anwohner schnellstmöglich durchführen”

    Informierten sich vor Ort: Robert Lenhardt, Carola Biehal und Christine Lambrecht. Hinten im Bild ist Dieter Riemann von der HIM GmbH zu sehen. Foto: oh


    NEUSCHLOSS – Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht hat die Wasseraufbereitungsanlage in Neuschloß besucht und sich bei der Ortsvorsteherin Carola Biehal sowie stellvertretender Ortsvorsteher Robert Lenhardt (beide SPD) ausführlich über das innovative Projekt informiert.

    Bis heute sind in Neuschloß die Nachwehen einer chemischen Fabrik spürbar, die schon 1927 ihre Pforten schloss. Dennoch sind die Zeiten, in denen die Häuser des Sanierungsgebietes eingehüllt und belastete Böden ausgetauscht wurden vorbei. Ein wichtiges Thema für die Bewohner des Stadtteils bleibt aber die Grundwassersanierung. Das Wasser unter Neuschloß ist enorm mit Arsen belastet. Mit herkömmlichen Methoden dauert die Sanierung über 100 Jahre.

    Vor Ort machte Lambrecht sich ein Bild von den Sanierungsarbeiten der HIM GmbH im Auftrag des Landes Hessen. Ein Pilotversuch, in dem Phosphat per Infiltrationsbrunnen in das Grundwasser gepumpt wird, verspricht enormen Erfolg: „Arsen wird mithilfe von Phosphat mobilisiert. Somit können wir einige hundert Meter weiter enorme Mengen dieses giftigen Stoffs aus dem Grundwasser filtern“, erläuterten Birgit Schmitt-Biegel und Dieter Riemann von der HIM GmbH.

    Die Hoffnung von Ortsvorsteherin Carola Biehal ist es nun, dass das Land den Pilotversuch, den die Universität Heidelberg maßgeblich mitentwickelt hat, in Serie schickt und somit die Grundwassersanierung für ganz Neuschloß auf diese Weise abwickelt. „Die Ergebnisse sind sehr überzeugend und ich unterstütze den zügigen Abschluss der Maßnahmen in Neuschloß. Darum halte ich es für notwendig, dass das Land Hessen die entsprechende Finanzierungszusage gibt und die Sanierung im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner schnellstmöglich erfolgen kann“, erklärte Lambrecht abschließend. zg

     

     
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