Mo., 25. April 2016, 16:17 Uhr
Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Biblis, Block A und B
Schadsoftware auf einigen Festplatten
BIBLIS – Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Power AG, hat am Montag das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.
Das Kraftwerk Biblis ist seit dem Ereignis im japanischen Kernkraftwerk Fukushima nicht mehr in Betrieb. Im abgeschalteten Kraftwerk Biblis wurden im Zuge einer Überprüfung der Rechnersysteme Schadsoftware auf einigen Festplatten festgestellt. Die Herkunft der Schadsoftware wird zurzeit durch Fachleute untersucht.
Produktivsysteme beziehungsweise sicherheitsrelevante Systeme waren nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen. Auch eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.
Das Ereignis wurde von der Betreiberin nach den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (= Normal) eingestuft und fristgerecht (innerhalb von fünf Werktagen) dem Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde gemeldet. Eine abschließende Bewertung des Ereignisses und der Einstufung wird unter Hinzuziehung des atomrechtlichen Sachverständigen vorgenommen. zg