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  • Fr., 19. Juni 2020, 11:19 Uhr
    Vorfall am 15. Juni im Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein

    Schafquälerei durch unangeleinten Hund 

    LAMPERTHEIM – Am 15. Juni kam es zwischen 19.15 und 20 Uhr im Naturschutzgebiet Lampertheim zu einem sehr unschönen Zwischenfall. Ein großer unangeleinter Hund – in Begleitung seiner Besitzerin – brach in einen mobilen Schafpferch abseits der Wege ein und trieb über 30 Schafe in wilder Jagd und großer Panik auseinander. Und dies so heftig und intensiv, dass der Schäfer mit Unterstützung seiner Ehefrau zwei Tage lang die Schafe suchen musste. Erschwerend kam dazu, dass es sich um führende Schafe mit vielen Lämmern handelte. Glücklicherweise konnten alle Schafe, manche mit Verletzungen, wiedergefunden werden. Ein Schaf machte sich sogar auf den Weg nach Hause durch die Stadt Lampertheim.

    Aus Sicht des Forstamts ist dies leider kein Einzelfall, aber ein besonders drastischer, da hier Tiere gequält wurden und damit gegen Vorschriften des Tierschutzes und gegen die Naturschutzgebietsverordnung verstoßen wurde, vom großen Aufwand für die Schäferfamilie und dem entstandenen Schaden (Verletzungen, Zerstörter Zaun) ganz abgesehen. Nicht auszudenken, wenn durch ein so in Panik versetztes Schaf ein Verkehrsunfall auf naheliegenden Straßen verursacht worden wäre. Und das alles nur wegen des verantwortungslosen Leichtsinns einer Hundehalterin. 

    Das Forstamt bittet in seiner Funktion als gebietsbetreuende Stelle aus diesem Anlass alle Hundebesitzer darum, hier der Anleinpflicht in den Naturschutzgebieten Folge zu leisten, und wäre auch für Hinweise dankbar, die zur Feststellung der Personalien der Hundehalterin führen können. zg

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