Di., 26. September 2017, 19:36 Uhr
IG Eugen-Schreiber-Straße bezieht Stellung zur Einreichung von Planungsunterlagen durch die Deutsche Reihenhaus AG
Schallschutz positiv, aber verdichtete Bebauung
LAMPERTHEIM – Mit den Unterlagen zur nächsten Sitzung des SEBA am 4. Oktober wurde den Mitgliedern dieses Ausschusses wie auch zuvor dem Magistrat die vom Investor Deutsche Reihenhaus AG vorgelegte Bauplanung für die Eugen-Schreiber-Straße zur Verfügung gestellt.
Wie bekannt ist, hat sich die IG Eugen-Schreiber-Straße von Anfang an für eine Wohnbebauung der Brachfläche an der Eugen-Schreiber-Straße ausgesprochen. „Insoweit freuen wir uns, dass der Investor – die Deutsche Reihenhaus AG – nach vielen Jahren einen mit der Verwaltung abgestimmte Bauplanung vorgelegt hat”, so die Sprecher der IG. „Wir haben die Unterlagen, soweit dies in der Kürze der Zeit möglich war, gelesen. Ohne in die Details zu gehen, lässt sich feststellen, dass sich die Bauentwürfe im Laufe der Zeit mehrfach geändert haben. Geplant ist nun eine hoch verdichtete Bauweise in Form mehrerer Blocks á fünf bis sieben Reihenhäusern, die längs der Bahnlinie angeordnet sind und über zwei Vollgeschosse verfügen. Eine unterirdische Parkgarage über die gesamte Länge des Bauwerks ist vorgesehen und entspannt die Parksituation vor Ort, trägt aber auch zu der schon beschriebenen hoch verdichteten Bauweise bei.
Durch die kompakte Bauweise und die Ausrichtung der Gebäude längs der Bahnlinie wird eine hohe Schallschutzwirkung erreicht. Allerdings ist dies der architektonischen Schönheit der Planung leider nicht zuträglich. Das wird den Charakter der Straße maßgeblich verändern. Zudem führt der Bau der Tiefgarage leider zum Verlust der immer noch vorhandenen Hecke auf weiten Strecken, was wir sehr bedauern. Soweit wir verstanden haben, soll die Hecke im Anschluss wiederhergestellt werden. Insofern eine Wiederherstellung in ihrer ursprünglichen Form gewährleistet würde, wäre das für uns akzeptabel.”
Positiv ist für die IG, dass die auf sechs Meter erhöhte Schallschutzwand und die Bebauung gemäß Variante 8 vom 22. August, trotz höherem Verkehrsaufkommens, eine Reduzierung des Gesamtlärms bringen wird. „Den Vorschlag, durch eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30km/h die Verkehrssicherheit zu erhöhen, finden wir sehr gut. Leider wurde in der Planung auch nichts über den Zeitpunkt und die Dauer der Bauarbeiten geschrieben. Um die Anwohner nicht über Jahre hinweg mit Baulärm zu belästigen, wäre es gut, wenn mit der Genehmigung auch eine Bebauungsdauer festgelegt würde. Weiterhin könnte festgelegt werden, dass nach 17 Uhr und samstags und sonntags nicht gebaut werden darf, damit die Anwohner nach Feierabend und am Wochenende ihre Ruhe haben. Wir erwarten, dass beim Bau der geplanten Tiefgarage gewährleistet wird, dass keine Schäden an der Straße und den umliegenden Gebäuden entsteht, die dann später zu Lasten der Anwohner der Eugen-Schreiber-Straße saniert werden müssen. Eine Straßensanierung auf Kosten der heutigen Anwohner wäre nicht gerechtfertigt. Wir erwarten darüber hinaus, dass mit der im Rahmen des beschleunigten Bauverfahrens vorgesehene Bürgerinformation bzw. Bürgerbeteiligung frühzeitig und transparent begonnen und die Sorgen der Anwohner nicht nur gehört, sondern auch berücksichtigt werden.” zg