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  • Di., 18. Dezember 2018, 07:56 Uhr
    Stimmungsvoller Lampertheimer Adventsmarkt bei Glühweinwetter

    Schauen, Schmausen und Kaufen mit Hochgenuss

    Eine romantische weihnachtliche Atmosphäre empfing die Besucher des Adventsmarkts im Innenhof. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Winterlich kalt war es draußen, am Sonntag deckten die himmlischen Mächte die Stadt und den romantischen Adventsmarkt mit seinen hübsch dekorierten Buden, Tannenbäumen und dem historischen Kinderkarussell festlich mit Schnee ein. An den Stehtischen mundeten die Grillwürste und der Winzerglühwein, den der Lionsclub für soziale Zwecke auch in Flaschen verkaufte. Die Einnahmen aus der Bewirtung, den Standgebühren und den Eintrittsgeldern kommen Menschen in Not zugute und werden für kulturelle und pädagogische Projekte verwendet. Die Lampertheimer Tafel, Sprachförderung im Kindesalter, der Waldlehrpfad und vieles mehr wird und wurde unterstützt. Der Adventsmarkt, den der Lampertheimer Lionsclub alljährlich am dritten Adventwochenende in und an der Notkirche veranstaltet, ist immer etwas ganz Besonderes. Die Vielfalt handwerklicher Künste und das zauberhafte Flair lockten auch am vergangenen Samstag und Sonntag wieder Besucher aus der ganzen Region an, selbst aus Frankfurt kommt man gerne. Zur Eröffnung mit Lionsclub-Präsident Johannes Haefele und Bürgermeister Gottfried Störmer, Schirmherr des Adventsmarktes, trat der Chor der Schillerschule unter der Leitung von Claudia Haußmann-Jäger mit vier weihnachtlichen Liedern auf, die auf fröhliche Art nachdenklich wirkten. „Eine Tür geht auf“ sangen die Kinder zur Begrüßung, im zweiten Lied hieß es „Frohe Weihnacht, im Schein der Kerzen öffnen sich die Herzen“. „Weihnachten ist mehr“, als beispielsweise der Tannenbaum, hörte die große Zuschauerrunde vor der Bühne. Und dann gibt es bekanntlich noch die heimlich naschende „Weihnachtsmaus“.  Bewundernswert fand nicht nur Clubpräsident Haefele, dass die Kinder ganz ohne Textvorlage alles auswendig gesungen hatten. Familie Bruckhoff aus Lampertheim war zur Eröffnung gekommen und besuchte den Adventsmarkt zum ersten Mal. Für Oma Gabi war schon ein Engel gekauft, als nächstes wollte die sechsjährige Lea, die in der Schillerschule die erste Klasse besucht, dem Chor ihrer Schule zuhören. Wie ihr der Adventsmarkt gefällt? „Gut“ sagte sie ziemlich begeistert.  Große Augen machte ihr Schwesterchen, die kleine Milia  auf Papas Arm. Beim Rundgang zeigte sich, dass es oft die ganz kleinen Dinge sind, die Menschen besonders faszinieren. Große Kunstfertigkeit auf kleinstem Raum, das ist eine Spezialität, die beim Adventsmarkt des Lionsclubs bei mehreren Künstlern zu bewundern war. Helmut Meister verziert Herzen mit winzigen Perlen, Elena Dibner aus Neu-Ulm malt mit feinsten Pinselstrichen und viel Geduld Tiere, Szenen und Dörfer mit Aquarellfarben auf jeweils ausgewählte Edelsteine mit naturgegebener Maserung und Musterung als Hintergrund. Auch Weihnachtskugeln werden unter ihren Händen zu bildlichen Kunstwerken, ihre handgefertigten Schmuckstücke wecken die Kauflust. Alois Lehnert hatte aus Dresden antiken Weihnachtsschmuck und historische Schokoladenformen mitgebracht. Gerne erklärte er, wie die porzellanweißen Nikolausfiguren mit der handschmeichelnden Oberfläche entstanden sind, die er mit Hilfe dieser Formen aus „Dresdner Pappe“ gießt.

    Ein Adventskranz und Weihnachtsbaum gehört in jede gute Puppenstube. Roswitha Nitzsche weckt mit ihrer Leidenschaft für winziges Puppenzubehör bei ihren Kundinnen schöne Kindheitserinnerungen. Foto: Hannelore Nowacki


    Allerhand nützliche und nette Kleinigkeiten fertigt Katharina Huwe aus Römerberg, allerliebst schauen ihre Teddybären in die Welt. Sie komme schon von Anfang an zum Adventsmarkt, erzählte sie. Zum zweiten Mal präsentierte Roswitha Nitzsche aus Ludwigshafen ihre Miniaturen für die gute Puppenstube, in der mit kleinen Topfläppchen gekocht wird, wo der Adventskranz nicht fehlen darf, nicht einmal fingerlang im Durchmesser. Kleine feine Torten in riesiger Auswahl kommen im Puppenheim auf die  Kaffeetafel, alles kalorienfrei, da aus Fimo gemacht. Kleine Tortenstückchen sind schon abgeschnitten und können auf ein Tellerchen gelegt werden. Zwei bis drei Stunden braucht so eine Torte, verriet die Künstlerin. „Das macht unheimlich Spaß“ erzählte sie, „man kann es nicht lassen“. Zur Freude der Adventsmarktbesucherinnen. Die Kunst des Drechselns wendet der Lampertheimer Christian Conrad am liebsten bei edlen Hölzern an, die durch ihre besondere Maserung und natürliche Färbung ideal sind. „Lebendiges Holz“ nennt er diese Unikate aus geräucherter Eiche und lasierten Edelhölzern. Naturfarben ist seine neueste Kreation, ein putziges Räuchermännchen. Wem es zu kalt wird, konnte sich bei den Schwestern Karin Bucher und Sabine Schneider, die nur abends nach der Arbeit zu den Stricknadeln greifen, mit warmen Socken und Mützen in allen Farben des Regenbogens eindecken. Frische Weihnachtsbäume aus dem Odenwald lockten vor dem Tor zum Kauf. Hannelore Nowacki

     

     

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