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Mi., 14. Juli 2021, 10:27 Uhr
BÜRGERSTIFTUNG BÜRSTADT: Hintergründe der Denkmalstele in der Kettelersiedlung werden erläutert
Schild am Bildstock erinnert an historisches Ereignis
Der Bildstock in Bürstadt wurde nun dank der Bürgerstiftung und von Anwohnern mit einem Schild versehen, welches den historischen Hintergrund erläutert. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – Er ist ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an ein besonderes historisches Ereignis in Bürstadt und gleichzeitig ein Bekenntnis des Dankes und des Glaubens: Der Bildstock in der gleichnamigen Straße in Höhe von Hausnummer 1c.
Am Montag wurde auf dem städtischen Grundstück am Bildstock ein neues Schild eingeweiht, welches vor kurzem aufgestellt wurde. Ideengeber hierzu war Anwohner Dieter Baierle. Er teilte seinen Vorschlag der Bürstädter Bürgerstiftung mit – deren Vorstand war von der Idee sofort begeistert. Peter Tschirch (Vorsitzender), Lothar Litters und Rüdiger Engert setzten den Vorschlag mit Walter Wiedemann (ehemaliger Erster Stadtrat und Anwohner) und natürlich Dieter Baierle um.
Auf dem Schild wird der Hintergrund der Entstehung des Bildstockes erklärt:Grund für den Gedenkstein im Allgemeinen ist der Mordanschlag auf Carl Franz Widemann, bei welchem aufgrund einer Verwechslung ein anderer Mann ums Leben kam und er selbst überlebte. Aus Dankbarkeit ließ er diesen Bildstock errichten. Ursprünglich standder Gedenkstein am Mittelweg zwischen Bürstadt und dem Boxheimerhof. Nachdem die Kettelersiedlung entstand wurde 1954 die Stele an ihrem heutigen Platz aufgestellt.
Der Gedenkstein selbst stammt aus dem Jahr 1769 und wurde 2014 neu restauriert. Da es sich hierbei um ein offizielles Denkmal handelte nahm dies entsprechend Zeit in Anspruch. Es gab zudem schonim Jahr 2011 eine Restaurierung, in deren Rahmen die Stadt das Grundstück verschönerte.
Das gesamte Grundstück, auf dem der Bildstock steht, ist nicht nur eine Gedenkstätte, sondern auch eine kleine Attraktion. Viele Geocacher suchen dort nach einem Cache inklusive neuen Koordinaten für den nächsten Standort. Annika Peter