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  • Fr., 13. Dezember 2019, 07:56 Uhr
    Projekt Lesepaten an der Schillerschule für Kinder und Lesepaten ein Gewinn

    Schillerschule und Bürgerstiftung dankten Lesepaten mit Adventsfeier 

    In der Bücherei der Schillerschule wurde diskutiert, wie das Projekt Lesepaten gelaufen ist und wie es zukünftig weiterentwickelt wird. Im Bild: Peter Tschirch und Hans-Jürgen Brems mit Schulleiter Torsten Wiechmann (vorne rechts), Koordinator Reinhard Kissel (vorne links), einige Lesepaten und die beiden Fachbeauftragten für Deutsch Sabrina Zehnbauer (weißer Pullover) und Birgit Pavlicek (mit Schal). Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Eine fröhliche Runde saß am Mittwochnachmittag bei der adventlichen Feier in der Bücherei der Schillerschule auf Einladung der Schulleitung und der Bürgerstiftung Bürstadt beisammen, gedacht als Dank für die zehn engagierten Lesenpaten. Im lebhaften Erfahrungsaustausch untereinander, mit den beiden Fachbeauftragten für Deutsch, Sabrina Zehnbauer und Birgit Pavlicek, sowie dem Koordinator von der Bürgerstiftung  Reinhard Kissel wurde das zurückliegende Jahr sehr positiv bewertet. Das Projekt Lesepaten entwickelte sich vor einem Jahr in Zusammenarbeit von Schule und Bürgerstiftung, um Grundschüler zum richtigen Lesen anzuleiten, die noch Nachholbedarf haben. Schulleiter Torsten Wiechmann sprach den ehrenamtlich tätigen Lesepaten seinen herzlichen Dank aus und brachte die Erfahrungen auf den Punkt: „Das Projekt zeigt positive Effekte bei den Kindern – sie lesen besser“. Das bestätigten die beiden Fachbeauftragten, die von den Lehrkräften positive Rückmeldung erhalten hatten. Die Teilnahme am Projekt Lesepaten sei für Kinder und Eltern freiwillig. Ein schönes Gesamtkonzept sei es, auch dass die Lesepaten so flexibel sind, wurde gelobt. Eine Menge Organisationsarbeit ist nötig, wie Koordinator Kissel deutlich machte. „Es klappt vorbildlich, wie Sie es organisieren, läuft alles rund“, sagte er an die Fachbeauftragten und Lesepaten gerichtet. Auch das Schulsekretariat trage dazu bei. Hans-Jürgen Brems, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung, hofft auf weitere Lesepaten, denn das Projekt soll nicht nur fortgeführt, sondern nach Möglichkeit auch erweitert werden. Die Bürgerstiftung übernehme entstehende Kosten für Bücher und anderes. „Je mehr Lesepaten umso besser“. Deshalb macht Koordinator Kissel seine Telefonnummer 015122601813 öffentlich, damit interessierte Menschen sich bei ihm melden können. Es gebe eine Warteliste von Kindern.  „Wir danken heute den ehrenamtlichen Lesepaten, die ein Jahr lang jungen Menschen geholfen haben, die Lesekompetenz zu erhöhen“, sagte Peter Tschirch, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Bürstadt. Für die Jugend sei es wichtig auch ein Buch lesen zu können. Lesen bilde und werde als erfolgreiche gesellschaftliche Teilhabe angesehen, ergänzte Brems, der das Dilemma im Schulunterricht mit einer kleinen Rechnung verdeutlichte. „Lesen ist zeitaufwändig – wenn jedes von 25 Kindern in einer Klasse zehn Minuten vorliest, kommen über vier Stunden zusammen, ein ganzer Vormittag. Bei den Lesepaten hingegen haben die Kinder einmal wöchentlich nach dem Schulunterricht 45 Minuten Zeit zu lesen und das Wortverständnis zu verbessern. In der Regel wird nur ein Kind betreut, seltener zwei Kinder. Eine Lesepatin berichtet, dass sie auch Begriffe schreiben lässt, Wörter erklärt und immer darauf achte, dass das Kind neue Impulse bekommt. Sie kaufe Bücher, die auch Lehrer verwenden. Lesepatin Christina Georgi merkte an, dass Kinder häufig schwierige Wörter nicht verstehen. Sie habe jedoch eine „Mordsbesserung“ gegenüber letztem Jahr festgestellt. Ihr mache es unheimlich Spaß, eine Erfahrung, die sie mit den anderen Lesepaten teilt. Lesepatin Birgit Mascetta, die sich hauptberuflich im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth um Senioren kümmert, findet die Beziehungen wichtig, die sich zwischen Lesepaten und betreutem Kind entwickeln und zu einem Vertrauensverhältnis führen können, an dem sogar die Eltern teilhaben. Eine hübsch verpackte süße Gabe der Bürgerstiftung erhielten die Projektbeteiligten am Ende des gemütlichen Treffens, bei dem es an Gesprächsthemen nicht mangelte. Hannelore Nowacki

     

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