Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Schillerschule - weiteres mobiles Klassenzimmer für die Schulkinderbetreuung
Fr., 11. April 2014, 09:28 Uhr
Mehr Raum für mehr Kinder in der Bärenhöhle / 67 Quadratmeter für 95 Kinder
Schillerschule - weiteres mobiles Klassenzimmer für die Schulkinderbetreuung
Zur Einweihung des neuen Containers sangen mehrere Klassen heitere Frühlingslieder. Landrat Matthias Wilkes lobte die Schulkinderbetreuung an der Schillerschule für ihr hohes pädagogisches Niveau. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Die „Bärenhöhle“ ist einladend hell und freundlich eingerichtet und draußen wächst saftig grüner Rasen. An der Tür zum neuen Gruppenraum zeigt ein Schild: Hier sind die „Stachelbären“ heimisch. Vom fröhlichen Schulhoflärm ist hier nichts zu hören, ein angenehmer Ort, um sich auf Hausaufgaben zu konzentrieren. Bisher hatte die Schulkinderbetreuung nur einen Container zur Verfügung, nun sind es zwei hintereinander aufgestellte Container mit einer Grundfläche von 67 Quadratmetern. Kinder der ersten und vierten Klassen sangen für die Gäste zwei heitere Frühlingslieder: „Immer wieder kommt ein neuer Frühling“ und „Ich lieb den Frühling“. Von der Erich-Kästner-Schule war Schulleiter Dr. Helmut Kaupe zu Gast, Magistratsmitglieder, Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf, Erster Stadtrat Walter Wiedemann und weitere Gäste nahmen an der Feierstunde teil. Zur Einweihung des neuen Containers war Landrat Matthias Wilkes in seiner Funktion als Schuldezernent gekommen. „Hier wird Betreuungsarbeit auf hohem pädagogischem Niveau geleistet“, lobte Wilkes die Schulkinderbetreuung an der Schillerschule. Es gehe um viel mehr als eine gute Ausbildung, betonte er, es gehe um das Lebensglück der Kinder. Und die werden immer weniger im Kreis Bergstraße – mit Ausnahme von Bürstadt. Von insgesamt 48 Grundschulen im Kreis haben 47 ein Ganztagsangebot, erklärte Wilkes. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien verlässliche Betreuungszeiten notwendig. Bürgermeisterin Barbara Schader sprach über die zukünftige Entwicklung, Bürstadt als Zuwachsgemeinde sieht sie mit Stolz und bewertet die Zusammenarbeit mit dem Kreis als „sehr schnell, sehr gut, ein toller Dialog“. Nun komme es darauf an, das Land genauso ins Boot zu holen. Schulleiter Peter Gärtner erklärte in seiner Ansprache, dass alle Räume in der Schule belegt seien, zumal in alle Jahrgängen fünf Parallelklassen unterrichtet werden. In der Schulkinderbetreuung sind 95 Kinder. Mit dem neuen Container werde es jedoch nur ein vorläufiges Ende geben. Wesentlich mehr Eltern wollen ihr Kind betreut wissen. „Für 20 Eltern haben wir eine große Erleichterung geschaffen“, meinte Gärtner. Mit der Erweiterung der Räumlichkeiten um einen Container auf 67 Quadratmeter haben die Kinder vorerst den Platz, den sie brauchen. Drei Schülergruppen mit insgesamt 75 Kindern werden derzeit im Rahmen des Programms „Familienfreundlicher Kreis Bergstraße“ (FFK) in der „Bärenhöhle“ betreut, die der Kreis mit 16.000 Euro je Gruppe und Jahr unterstützt. 20 Betreuungsplätze trägt allein die Stadt Bürstadt. Die Kosten für Anschaffung und Bereitstellung des neuen Containers einschließlich der Außenanlagen auf dem Schulgelände hat der Kreis Bergstraße als Schulträger übernommen. Einschließlich der Erschließungsarbeiten wie Anbindung an die bestehende Heizungsanlage und Elektroinstallation) sowie Erd- und Fundamentarbeiten wendete der Kreis Bergstraße rund 57.000 Euro auf. Die Miete für den ersten Container zahlt die Stadt Bürstadt. Das FFK-Programm verlangt eine Fachkraft und eine Zusatzkraft pro Gruppe, während die Stadt Bürstadt mit mehr Personal mehr für die Qualität der Betreuung tut – beschäftigt sind vier Fachkräfte, drei Zusatzkräfte, eine Küchenhilfe und eine Stelle im Anerkennungspraktikum. Hannelore Nowacki