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  • Fr., 19. Oktober 2018, 00:13 Uhr
    Baumaßnahmen in Höhe von 23,4 Millionen Euro vorgestellt / Bild der Schule verändert sich durch Modernisierung komplett

    Schillerschule wird zu Ort der Bewegung und der kurzen Wege

    Die Schillerschule Bürstadt wird nach der Modernisierung und dem Umbau in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Architekten Klinger Brückmann


    BÜRSTADT – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: In den kommenden Jahren wird die Schillerschule Bürstadt umfangreich saniert, modernisiert und erweitert. Am Donnerstag stellten die zuständigen Architekten und Landrat Christian Engelhardt die Planungen vor. 

    „Die Schillerschule gehört zu den zehn größten Baumaßnahmen im Kreis Bergstraße. Unser Kreis ist eine Boomregion, was auch beim Anstieg der Schülerzahlen deutlich wird”, leitete Landrat Engelhardt die offizielle Vorstellung der Planungen im Landratsamt ein. „Dies stelle Anforderungen an den Schulträger und die Schulen. Neue Anforderungen richten sich an die Inklusion, die Sozialarbeit und die Ganztagsbetreuung – daher werden wir 2019 einen neuen Schulentwicklungsplan erarbeiten. Denn wir wollen die Schulen so modern bauen wie überhaupt denkbar.” Hierzu wurde das Programm BEST (Bergstraße Strategie für moderne Schulen” aufgelegt. „Die Digitalisierung und modernde Pädagogik sind wichtig und müssen möglich sein”, so der Landrat weiter. „Hierzu brauchen wir breite Flure, die in den Unterricht eingebunden werden können.” Wir investieren mehr als 23 Millionen Euro in die Schillerschule Bürstadt – dies ist eine Investition in das wichtigste Kapital, das wir haben: Unsere Kinder.”

    Umfangreiche Baumaßnahmen

    Die Schillerrschule habe mit Blick auf eine Modernisierung einen großen Vorteil: Ein großes Schulgelände. Derzeit findet der Unterricht in vier Gebäuden statt, die Kinder sind ständig unterwegs, wie Landrat Engelhaft ergänzte. „Dies wird sich künftig ändern. Unser Ziel ist nicht nur, den Gebäudestand zu sanieren und zu erweitern, sondern auch moderne Strukturen zu schaffen.” Somit wird die Schillerschule zu einer Schule der kurzen Wege.

    Hierzu wird der aktuelle Ostbau komplett entkernt und saniert. Die zweite Etage wird in diesem Zusammenhang barrierefrei gestaltet und ein neues, multifunktionelles Gebäude geschaffen. Direkt angrenzend wird ein neues Gebäude erstellt, welches die Räume des Ostflügel widerspiegelt. Verbunden werden diese beiden Gebäude durch eine Kombizone, einen extra breiten Flur, der neben dem Aufenthalt auch für Unterrichtseinheiten geeignet sein wird, beispielsweise für Gruppenarbeiten. Die Schule bekommt so mehr Raum und eine Fläche von insgesamt 6.800 Quadratmetern. Die Treppenhäuser werden von bisher sieben auf drei reduziert. 

    Während der Bauzeit werden die zwölf Klassen, das Lehrerzimmer und die Schulleitung, die aktuell im Ostbau untergebracht sind, in Containern untergebracht, die zuvor aufgebaut werden. 

    Sobald der Ostbau komplett saniert und erweitert wurde, werden alle Schüler in diesen ziehen, denn dort werden künftig alle Unterrichtseinheiten stattfinden, mit Ausnahme des Sport. Für die Schüler, die aktuell im Westflügel untergebracht sind, bedeutet dies, dass alles wie gewohnt weiter läuft. Anschließend werden nicht nur die Container vom Schulgelände verschwinden, sondern zudem auch der bestehende Westflügel abgebrochen, um Platz für Bewegung zu schaffen. Die Turnhalle wird saniert und auf den neusten Stand gebracht, direkt daneben entsteht ein weiteres Gebäude, in dem die neu geschaffenen Funktionsräume wie Duschen und Umkleiden untergebracht werden. Ein weiteres Plus: Die Schule gewinnt durch die Maßnahmen unheimlich an Fläche und es wird ein direkter Zugang zur Wiese möglich, der aktuell nicht möglich ist.  „Wir schaffen ein Maximumm an Frei- und Bewegungsfläche, was gerade an einer Grundschule sehr wichtig ist”, erläuterten die Architekten. Zudem werden neue Parkplätze für Eltern und Besucher geschaffen, der Schulbusverkehr bleibt erhalten. Im Anschluss an die Maßnahmen werden auch der Schulhof und die Außenanlagen in einer gesonderten Maßnahme neu gestaltet.

    Schule der Bewegung

    Insgesamt werden 23.4 Millionen Euro investiert. „Dies ist sehr viel Geld für die größte Grundschule im Kreis Bergstraße. Die Baumaßnahmen werden circa drei Jahre dauern, zuvor wird es eine Planungsphase von etwa einem Jahr geben. Zunächst wollen wir aber bis Dezember den Mensabau abschließen”, betonte Landrat Engelhardt, der die Planungen als großen Wurf bezeichnete. „Die neue Schule passt architektonisch in das Bild der Stadt Bürstadt, es ist eine Investition in den Zukunftsstandort Bergstraße.”

    Bürgermeisterin Barbara Schader strahlte angesichts der vorgestellten Pläne. „Dies ist ein toller Tag für Bürstadt. Wir haben eine Schule, die moderne Pädagogik für unsere Kinder bietet aber sie verfügt leider noch nicht über die entsprechenden Räume. Dies wird sich nun ändern, es wird unser Wunschplan umgesetzt, der in den Gängen neue Pädagogik ermöglich. Gemeinsam entwickeln wir die Schule weiter und gestalten dabei Lebensräume: Denn die Turnhalle wird auch von Vereinen genutzt. Ich freue mich über die Entscheidung, danke an alle Beteiligten.”

    Torsten Wiechmann, Leiter der Schillerschule, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Als ich die Pläne gesehen habe, fiel mir ein Stein vom Herzen. An unserer Schule spielen Sport und Bewegung eine große Rolle. Bisher war es häufig eine unerfreuliche Bewegung aufgrund der langen Wege, künftig wird eine gezielte Bewegung möglich sein. Auch für unsere Lehrkräfte stellt die neue Schule eine große Arbeitserleichterung dar. Wir sind alle guten Mutes und freuen uns sehr!” Benjamin Kloos

     

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